Reaktorsysteme
Reaktorsysteme ermöglichen kontrollierte chemische Synthesen im Labormaßstab. LT Laborhandel führt IKA Laborreaktoren der LR-Serie mit Vakuum- und Temperatursteuerung sowie die neuen EasySyn-Synthesereaktoren mit EUROSTAR-Rührwerken in mehreren Volumenpaketen. Unser Serviceteam berät Sie gerne zur passenden Konfiguration.
Produkte filtern
IKA Laborreaktor LR 1000 control System, 1000 ml, Vakuum, pH-Anschluss, 0025001991
Das IKA LR 1000 control System (MPN 0025001991) ist ein kompakter Laborreaktor für ein Nutzvolumen von bis zu 1000 Millilitern, der Rühren, Beheizen und die digitale Prozessdokumentation in einem Gerät vereint. Anders als bei der einfacheren Ausführung LR 1000 basic System übernimmt hier ein großes TFT-Display die Anzeige aller Prozesswerte, ergänzt um einen Anschluss für externe pH-Messung und digitale Schnittstellen zur PC-Anbindung. Das System eignet sich für Rühr- und Heizprozesse mit Medien bis 100.000 mPas Viskosität und Arbeitstemperaturen bis 120 Grad Celsius, etwa in der chemischen Synthese, der Formulierungsentwicklung oder der Qualitätskontrolle. Durch die zusätzliche Sensorik lassen sich Reaktionen im Vergleich zu einem einfachen Magnetrührer wesentlich engmaschiger überwachen und dokumentieren. Ankerrührer mit PEEK-Abstreifern und Drehmoment-Trendmessung Der mitgelieferte Ankerrührer LR 1000.10 ist mit PEEK-Abstreifern ausgestattet, die kontinuierlich an der Innenwand des Reaktorgefäßes entlanggleiten und so verhindern, dass sich Produkt an der beheizten Glaswand absetzt. Der Drehzahlbereich reicht von 10 bis 150 Umdrehungen pro Minute bei einem Nenndrehmoment von 3 Nm, geeignet für Medien mit einer Viskosität von bis zu 100.000 mPas. Eine integrierte Drehmoment-Trendmessung zeigt an, wie sich die Konsistenz des Rührguts während des Prozesses verändert, etwa wenn eine Lösung zunehmend eindickt oder ein Feststoff sich löst. Beheiztes Reaktorgefäß mit präziser Temperaturregelung Das Reaktorgefäß LR 1000.3 fasst maximal 1000 Milliliter, mit Dispergierwerkzeug liegt das Mindestvolumen bei 500 Millilitern. Die Heizung am Gefäßboden erreicht eine Heizleistung von 1000 Watt und erwärmt das Medium auf Arbeitstemperaturen von bis zu 120 Grad Celsius, während die Heizplatte selbst auf bis zu 180 Grad Celsius aufheizen kann. Der mitgelieferte Temperaturfühler PT 100.30 misst die Medientemperatur mit einer Auflösung von 0,1 Kelvin, die Regelgenauigkeit liegt bei ±0,2 Kelvin, die Einstellgenauigkeit der Solltemperatur bei ±1 Kelvin. TFT-Display, pH-Anschluss und digitale Schnittstellen Ein großes TFT-Display zeigt Drehzahl, Temperatur und weitere Prozesswerte in Echtzeit an. Über eine BNC-Buchse lässt sich eine externe pH-Elektrode anschließen und deckt einen Messbereich von 0 bis 14 pH mit einer Auflösung von 0,1 pH ab, sodass sich Säure-Base-Reaktionen direkt im Reaktionsgefäß verfolgen lassen. Zusätzlich verfügt das System über eine integrierte Wägefunktion mit einem Wägebereich von bis zu 2000 Gramm bei 1 Gramm Auflösung. Für die Anbindung an einen PC zur Prozessdokumentation stehen eine RS 232-Schnittstelle, ein USB-Anschluss (Micro-B) und Bluetooth zur Verfügung. Vakuumbetrieb und Sicherheitskonzept Das System ist für den Betrieb unter Vakuum bis 25 mbar ausgelegt, eine im Lieferumfang enthaltene Vakuumventil-Baugruppe regelt den Anschluss an eine Vakuumpumpe. Über zwei Schlauchtüllen lässt sich zusätzlich ein externes Kühlmedium mit einer Mindesttemperatur von 3 Grad Celsius anschließen, etwa um exotherme Reaktionen kontrolliert abzukühlen. Ein einstellbarer Sicherheitskreis überwacht die Temperatur in einem Bereich von 47 bis 225 Grad Celsius mit einer Abweichungstoleranz von ±10 bis ±20 Kelvin und schaltet die Heizung bei Bedarf automatisch ab. Wird das Reaktorgefäß oder der Deckel während des Betriebs entfernt, löst eine Sicherheitsabschaltung sofort aus. Unterschied zum LR 1000 basic System Innerhalb der LR 1000 Baureihe ist das control System die Ausführung mit umfangreicherer Messwerterfassung: Während das einfachere LR 1000 basic System vor allem auf Rühren und Heizen ausgelegt ist, ergänzt das control System die pH-Messung, die integrierte Wägefunktion und die digitalen Schnittstellen für die Prozessdokumentation. Wer eine lückenlose Dokumentation von Temperatur-, pH- und Drehmomentverläufen benötigt, etwa für interne Qualitätsnachweise, ist mit dieser Ausführung besser bedient als mit dem Basismodell. Typische Einsatzbereiche Das LR 1000 control System eignet sich für Rühr-, Heiz- und Dokumentationsaufgaben im 1-Liter-Maßstab, überall dort, wo Prozessdaten nachvollziehbar festgehalten werden sollen: Chemische Synthesen mit Temperaturführung und begleitender pH-Überwachung Formulierungsentwicklung in Kosmetik und Pharmazie mit dokumentationspflichtigen Prozessparametern Vakuumunterstütztes Aufkonzentrieren oder Entgasen von Lösungen und Dispersionen Polymerisationsversuche, bei denen Drehmoment-Trend und Viskositätsanstieg gemeinsam verfolgt werden sollen Qualitätskontrolle mit dokumentierten Temperatur- und pH-Verläufen für interne Freigabeprozesse Praktika und Weiterbildung, in denen der Umgang mit einem vollständig ausgestatteten Laborreaktor vermittelt wird Rezeptur-Screening, bei dem mehrere Ansätze mit unterschiedlicher Temperaturführung nacheinander verglichen werden Technische Details Nutzvolumen max.1000 ml Min. Volumen mit Dispergierwerkzeug500 ml Drehzahlbereich10 bis 150 U/min Nenndrehmoment3 Nm Max. Viskosität100.000 mPas Arbeitstemperatur (Medium) max.120 °C Heiztemperatur (Heizplatte) max.180 °C Heizleistung1000 W Regelgenauigkeit (Medium)±0,2 K Einstellgenauigkeit Solltemperatur±1 K Erreichbares Vakuum25 mbar Wägebereichbis 2000 g, Auflösung 1 g pH-Messbereich0 bis 14 pH, Auflösung 0,1 pH Material (medienberührte Teile)Borosilikatglas 3.3, Edelstahl AISI 316L, PEEK, PTFE, FFPM Anschlüsse Reaktordeckel2 x NS 29, 2 x NS 14, 2 x GL 14 DisplayTFT-Display SchnittstellenRS 232, USB (Micro-B), Bluetooth Abmessungen (B x H x T)443 x 360 x 295 mm Gewichtca. 23 kg Anschlussspannung230 V, 50/60 Hz Leistungsaufnahme1200 W Zulässige Umgebungstemperatur5 bis 40 °C Zulässige relative Luftfeuchtigkeitmax. 80 % Lieferumfang 1 x IKA LR 1000 control Basisstation 1 x Reaktorgefäß LR 1000.3 1 x Ankerrührer LR 1000.10 mit PEEK-Abstreifern 1 x Temperaturfühler PT 100.30 mit Halterung 1 x Stativstab, 16 mm Durchmesser 2 x Schlauchtüllen für Kühlmedium 1 x USB-Kabel (USB-A auf Micro-B, 2 m) Individueller Bedarf & Beschaffungsservice Für den Ausbau des LR 1000 control Systems unterstützen wir Sie über unseren Beschaffungsservice bei zusätzlichem Zubehör, etwa einer pH-Elektrode mit BNC-Anschluss, weiteren Reaktorgefäßen oder Dispergierwerkzeugen für die freien Deckelöffnungen. Auch bei Ersatzteilen oder Fragen zur softwareseitigen Anbindung an Ihre bestehende Laborinfrastruktur beraten wir Sie gerne. Weitere Informationen und Kontaktmöglichkeiten finden Sie unter lt-laborhandel.de/service.
IKA LR 1000.61 Messfühleraufnahme, für LR 1000, 0004664400
Thermodynamische Systemintegration und absolute Hermetik In der chemischen Reaktionstechnik und der hochviskosen Polymerisationsführung ist die exakte In-situ-Erfassung der Reaktionstemperatur entscheidend für die Prozesssicherheit und Kinetik. Um einen metrologischen Temperaturfühler (wie den PT 100.30) direkt in den Kern des Reaktionsmediums zu führen, muss die physikalische Barriere des Reaktors durchbrochen werden. Die IKA LR 1000.61 Messfühleraufnahme dient als statisches Brückenelement, das diese Sensorik absolut gasdicht mit den Normschliff-Ports des LR 1000 Reaktordeckels verbindet. Die geometrisch exakt berechneten Dichtungspassungen gewährleisten, dass das Vakuum bei der hochtourigen Entgasung zäher Matrizes nicht kompromittiert wird. Gleichzeitig wird das unkontrollierte Einströmen von Luftsauerstoff bei feuchtigkeitssensiblen Reaktionen (unter Inertgas-Atmosphäre) physikalisch vollständig unterbunden. Metrologische Z-Achsen-Kalibrierung Für ein repräsentatives thermodynamisches Mapping des Reaktors darf die Messspitze des Sensors nicht in der thermischen Grenzschicht der temperierten Reaktorwand oder in einer strömungsmechanischen Totzone verharren. Die Konstruktion der LR 1000.61 Aufnahme erlaubt die stufenlose Justierung der axialen Eintauchtiefe (Z-Achse) des eingeführten Sensors. Der Anwender kann den Messfühler millimetergenau im fluiden Kern positionieren, wo die Mischkinetik durch die Rührorgane am höchsten ist. Die mechanische Klemmung arretiert den Edelstahlschaft des Sensors anschließend dauerhaft und verhindert ein axiales Verschieben durch den hydrostatischen Druck oder Sog des Rührwerks. Mechanische Vibrationsdämpfung und Integrität Hochviskose, strukturviskose Medien erzeugen bei der Rotation großer Ankerrührer massive tangentiale Strömungswiderstände und hochfrequente Vibrationen. Diese hydrodynamischen Lasten übertragen laterale Biegemomente auf den langen, dünnen Schaft des Temperatursensors. Die LR 1000.61 Aufnahme fixiert den Sensor starr in der Geometrie und absorbiert diese lateralen Scherkräfte. Dies schützt die empfindliche Platin-Widerstandsstruktur (PT 100) im Inneren des Fühlers vor mikroskopischen Kabelbrüchen oder dekalibrierenden mechanischen Erschütterungen. Alle medienberührenden Bauteile der Aufnahme sind aus chemisch hochgradig resistenten Werkstoffen gefertigt, um korrosiven Lösungsmitteldämpfen bei bis zu 120 °C dauerhaft zu widerstehen. Technische Details Produkttyp: Messfühleraufnahme / Mechanischer Sensor-Adapter Verfahrenstechnische Funktion: Gasdichte Integration und statische Fixierung Metrologischer Nutzen: Stufenlose Justierung der axialen Eintauchtiefe Schwingungsmechanik: Absorbiert laterale hydrodynamische Strömungskräfte Kompatibilität (Reaktor): Exklusiv passend für IKA LR 1000 Deckelsysteme Kompatibilität (Sensor): Konzipiert für schlanke Messfühler (wie PT 100.30) Vakuumtauglichkeit: Garantiert die absolute Systemhermetik bei Evakuierung Thermodynamische Belastbarkeit: Ausgelegt für Reaktortemperaturen bis 120 °C Installation: Formschlüssige Montage in den Normschliff-Ports des Reaktordeckels Lieferumfang 1 x IKA LR 1000.61 Messfühleraufnahme (Wichtiger Hinweis: Temperaturfühler sowie der LR 1000 Reaktorbehälter sind nicht im Lieferumfang enthalten!) Individueller Bedarf & Zubehör Die LR 1000.61 Aufnahme ist ein reines mechanisches Arretierungsbauteil. Um die thermodynamische Überwachung im Reaktor zu realisieren, ist der Einsatz des passenden IKA PT 100.30 Temperaturfühlers zwingend erforderlich. Dieser wird präzise durch die Aufnahme geführt und an die IKA LR 1000 Basisstation angeschlossen, um die Heizleistung auf Basis der metrologischen In-situ-Daten in Echtzeit zu regeln. Wenden Sie sich für die thermodynamisch und mechanisch fehlerfreie Konfiguration Ihrer Reaktor-Sensorik jederzeit an unseren spezialisierten Beschaffungsservice.
IKA Laborreaktor LR-2.ST Starvisc 200, #0020020603
IKA Laborreaktor LR-2.ST Starvisc 200, #0020020603
IKA HABITAT photo (cell), Photobioreaktor Steuereinheit, 0010007553
Photobiologische Kinetik und spektrale Emission In der Kultivierung photoautotropher Organismen (wie Mikroalgen, Cyanobakterien oder pflanzlichen Suspensionskulturen) ist die Applikation der exakten photonischen Energie der limitierende metabolische Faktor. Der IKA HABITAT photo (cell) Bioreaktor ist metrologisch für die hochpräzise Manipulation dieser lichtgetriebenen Kinetik konzipiert. Das System steuert dedizierte LED-Panels, die den Glasreaktor umschließen. Diese Emitter liefern eine definierte photosynthetisch aktive Strahlung (PAR). Die Automatisierungssoftware ermöglicht die exakte Programmierung von zirkadianen Rhythmen (Tag-Nacht-Zyklen) sowie die stufenlose Modulation der Lichtintensität. Diese photonische Kontrolle optimiert den Elektronentransport in den Photosystemen der Zellen und maximiert die thermodynamische Effizienz der Biomasse- oder Sekundärmetabolit-Produktion, ohne eine letale photooxidative Stressreaktion (Photoinhibition) auszulösen. Rheologie und Limitierung hydromechanischer Scherkräfte Zellkulturen, insbesondere eukaryotische oder filamentöse Mikroalgen, besitzen keine starre Zellwandstruktur wie klassische Bakterien und reagieren extrem empfindlich auf mechanische Spannungen. Der HABITAT photo (cell) ist fluidmechanisch für den absoluten Low-Shear-Betrieb ausgelegt. Angetrieben durch die Steuereinheit, transferieren hochspezialisierte Rührwerkzeuge (wie Marine-Impeller) die kinetische Rotationsenergie in eine sanfte, großvolumige axiale Strömung. Diese dreidimensionale Vortex-Generierung verhindert die gravitative Sedimentation der Zellen im Reaktor und sichert eine homogene Ausleuchtung aller Partikel (Vermeidung von Selbstbeschattung), während die hydrodynamischen Scherkräfte streng unter der kritischen Schwelle der physikalischen Zellruptur (Zelllyse) gehalten werden. Thermodynamische Automatisierung und Sensormetrologie Die Aufrechterhaltung der biologischen Integrität erfordert eine kontinuierliche Kontrolle des physikalisch-chemischen Milieus. Der HABITAT photo Tower fungiert als kybernetisches Zentrum. Integrierte Mass Flow Controller (MFC) dosieren Gase (spezifisch CO2 als anorganische Kohlenstoffquelle sowie Luft/O2) mit höchster volumetrischer Präzision in das Medium, um den Massentransferkoeffizienten (kLa) an den metabolischen Bedarf der Kultur anzupassen. Die hochauflösende Sensorik erfasst in Echtzeit Parameter wie pH-Wert und gelösten Sauerstoff (DO). Über komplexe PID-Algorithmen kompensiert das System thermodynamische Schwankungen oder pH-Shifts sofort durch automatisierte Säure-/Base-Titration oder Anpassung der Gasvolumenströme, was eine lückenlose metrologische Reproduzierbarkeit des Bioprozesses unter strengsten GLP/GMP-Vorgaben garantiert. Technische Details Produkttyp: Bioprozess-Steuereinheit / Photobioreaktor-Tower (Zellkultur) Photobiologische Funktion: Steuerung externer LED-Panels (PAR-Emission) Fluidmechanik: Optimiert für scherkraftarme axiale Durchmischung (Low-Shear) Begasungssystem: Integrierte Mass Flow Controller (MFC) für präzise Gasgemische Sensormetrologie: Anschlüsse für pH, gelösten Sauerstoff (DO), Temperatur, Level/Schaum Kybernetik: Automatisierte PID-Steuerung für Temperatur, pH und DO-Kaskaden Datenintegrität: Lückenloses Prozess-Logging und Audit-Trail-Fähigkeit Systemhermetik: Gewährleistet axiale Dichtigkeit und Containment für sterile Kulturen Lieferumfang 1 x IKA HABITAT photo (cell) Steuerturm (Control Unit) (Wichtiger Hinweis: Die spezifischen Autoklavier-Glasgefäße (Vessel), Sensoren, LED-Panels, Rührmotoren sowie zwingend erforderliche Umlaufkühler zur Temperierung sind hochgradig modular und nicht im Lieferumfang dieser Basis-Steuereinheit enthalten!) Individueller Bedarf & Zubehör Die HABITAT photo (cell) Steuereinheit ist die metrologische Intelligenz des Systems, benötigt jedoch zur Etablierung eines funktionierenden Bioprozesses die physikalische Infrastruktur. Die Auswahl des korrekten Doppelmantel-Glasgefäßes (skalierbar von 0,5 bis 10 Litern) und der korrespondierenden LED-Beleuchtungszylinder muss exakt auf die thermodynamischen und optischen Anforderungen Ihrer Kultur abgestimmt werden. Zur Kompensation der thermischen Energie (Exothermie der LEDs und des Metabolismus) ist die Ankopplung eines hochpräzisen Kryostaten unerlässlich. Wenden Sie sich für die komplexe, verfahrenstechnische Konfiguration Ihres individuellen Photobioreaktor-Setups zwingend an unseren spezialisierten Beschaffungsservice.
IKA LR 1000.1 Laborreaktorbehälter, Vakuum-Reaktorgefäß, 1000 ml, 0003602000
Thermodynamische Prozessführung im anspruchsvollen Labormaßstab In der chemischen Verfahrenstechnik, der pharmazeutischen Formulierungsentwicklung und der kosmetischen Synthese ist das präzise Scale-up von Reaktionen eine hochkritische physikalische Herausforderung. Der IKA LR 1000.1 Laborreaktorbehälter ist als modularer Kernbaustein der LR 1000 basic und control Systeme exakt für diese Aufgabe konzipiert. Mit einem nutzbaren Volumen von 1000 Millilitern ermöglicht das Gefäß die exakte Simulation industrieller Misch- und Dispergierprozesse. Die thermodynamische Auslegung des Behälters erlaubt eine kontinuierliche, maximale Arbeitstemperatur des Produkts von bis zu 120 °C. Durch die direkte thermische Kopplung mit der Heizeinheit des Basisgeräts wird die thermische Energie absolut homogen in das Reaktionsmedium übertragen. Dies verhindert lokale Überhitzungen (Hotspots), die zur Denaturierung von thermolabilen aktiven pharmazeutischen Wirkstoffen (APIs) oder zum unkontrollierten Sieden von Lösungsmitteln führen könnten. Strömungsmechanik bei extrem hochviskosen Medien Klassische Bechergläser oder Erlenmeyerkolben stoßen bei der Verarbeitung von zähen Salben, hochkonzentrierten Polymerlösungen oder Harzen sofort an ihre physikalischen Grenzen. Der zylindrische LR 1000.1 Behälter ist strömungsmechanisch für die Verarbeitung von Medien mit einer dynamischen Viskosität von bis zu 100.000 mPa·s optimiert. In Kombination mit den passenden IKA Ankerrührern (wie dem LR 1000.11) oder leistungsstarken T 25 ULTRA-TURRAX Dispergierern werden in diesem Gefäß gewaltige hydrodynamische Scherkräfte erzeugt. Die wandnahe Rührung verhindert das Anhaften von zähen Produktresten, garantiert einen kontinuierlichen Stoffaustausch und sichert die physikalische Stabilität von komplexen, mehrphasigen Emulsionen und Suspensionen. Hermetische Isolation und absolute Vakuumtauglichkeit Ein wesentliches Merkmal für anspruchsvolle Synthesen ist die vollständige Kontrolle über die Atmosphäre im Reaktor. Der LR 1000.1 ist für den hochgradig abgedichteten Betrieb unter Vakuum ausgelegt. Dies ist eine zwingende prozesstechnische Voraussetzung für die blasenfreie Entgasung von viskosen Gelen oder für die Durchführung von feuchtigkeitssensiblen Reaktionen unter inerten Schutzgasen (wie Argon oder Stickstoff). Der massive Reaktordeckel ist hierfür mit standardisierten Normschliff-Aufnahmen (3 x NS 14 und 1 x NS 29) ausgestattet. Diese präzisionsgeschliffenen Ports erlauben das absolut gasdichte Einbringen von PT 100 Temperaturfühlern, pH-Elektroden, Tropftrichtern für die exakte Dosierung von Reaktanten oder Rückflusskühlern zur Kondensation flüchtiger Lösungsmittel. Der bereits im Deckel integrierte Vakuumhahn (NS 14) ermöglicht die direkte, kontrollierte Evakuierung des Systems. Materialintegrität für GMP-regulierte Umgebungen Um Kreuzkontaminationen auszuschließen und eine lückenlose chemische Beständigkeit gegenüber aggressiven Säuren, scharfen Laugen und organischen Lösungsmitteln zu gewährleisten, bestehen alle medienberührenden Komponenten aus Materialien der höchsten Industriegüteklasse. Das transparente Reaktorgefäß ist aus temperaturwechselbeständigem Borosilikatglas 3.3 gefertigt, was eine permanente visuelle Prozesskontrolle von Phasenübergängen oder Farbumschlägen ermöglicht. Die metallischen Komponenten wie Sensordurchführungen oder Verschraubungen bestehen aus hochwertigem Edelstahl AISI 316L, während PTFE und extrem widerstandsfähige FPM-Elastomere als Dichtungsmaterialien fungieren. Der gesamte Reaktorbehälter lässt sich für eine normgerechte Dekontamination nach Good Laboratory Practice (GLP) vollständig demontieren und thermisch oder chemisch reinigen. Technische Details Maximales Arbeitsvolumen: 1000 ml Max. Arbeitstemperatur des Produkts: 120 °C Strömungsmechanische Auslegung: Für Viskositäten bis 100.000 mPa·s (systemabhängig) Vakuumtauglichkeit: Ausgelegt für den evakuierten Betrieb und Entgasungsprozesse Material Reaktorgefäß: Borosilikatglas 3.3 (hochtransparent, chemikalienbeständig) Material (medienberührende Metalle): Edelstahl AISI 316L (W.-Nr. 1.4404) Dichtungsmaterial: FPM (Fluorkautschuk) und PTFE Deckel-Anschlüsse (Normschliff): 3 x NS 14, 1 x NS 29 Integration Vakuum: Inklusive NS 14 Vakuumhahn zur direkten Evakuierung Kompatible Antriebssysteme: IKA LR 1000 basic base und LR 1000 control base Zulässige Umgebungstemperatur: 5 – 40 °C Hygiene: Zur vollständigen Intensivreinigung komplett demontierbar Lieferumfang 1 x IKA LR 1000.1 Laborreaktorbehälter (1000 ml, Borosilikatglas) 1 x Reaktordeckel mit FPM-Dichtungen 2 x Glasstopfen NS 14 (inklusive Befestigungsklemmen) 1 x Glasstopfen NS 29 (inklusive Befestigungsklemme) 1 x Vakuumhahn NS 14 (Wichtiger Hinweis: Das IKA Basisgerät, Sensoren sowie die Rühr- und Dispergierwerkzeuge sind nicht im Lieferumfang enthalten!) Individueller Bedarf & Zubehör Der LR 1000.1 Behälter ist das reine Gefäß für Ihre Reaktionen und muss zwingend mit der Heizeinheit LR 1000 basic base oder control base gekoppelt werden. Für den mechanischen Antrieb benötigen Sie zusätzlich den passenden IKA Ankerrührer (z. B. Modell LR 1000.11 aus Edelstahl oder LR 1000.10 mit PEEK-Abstreifern für stark wandhaftende Medien). Wenn Sie das Gefäß in Verbindung mit einem ULTRA-TURRAX T 25 zur High-Shear-Dispersion nutzen möchten, beraten wir Sie gerne zur passenden Schaftaufnahme. Wenden Sie sich jederzeit an unseren verfahrenstechnisch spezialisierten Beschaffungsservice für die maßgeschneiderte Konfiguration Ihres Reaktorsystems.
IKA EasySyn 500 Starter Synthesereaktor, Reaktorvolumen 500 ml, 0020113433
Wer Emulsionen, Suspensionen oder Nanopartikel-Formulierungen nicht mehr im offenen Becherglas, sondern in einem geschlossenen, temperaturkontrollierten Laborreaktor herstellen möchte, braucht dafür einen Antrieb, der sich in dieses System einbauen lässt. Der IKA T 25 digital LR Dispergierer (0020008820) ist genau dafür konzipiert: eine reine Antriebseinheit für die hochtourige Dispergierung in Laborreaktoren, mit einem Volumenbereich von 1 bis 2.000 Milliliter (bezogen auf Wasser) und einem Drehzahlbereich von 600 bis 25.000 Umdrehungen pro Minute. Anders als ein Tischdispergierer für offene Bechergläser ist er von vornherein für den mechanischen Einbau in geschlossene Reaktorsysteme konzipiert und nicht als eigenständiges, sofort einsatzbereites Laborgerät gedacht. Leistungsstarker Antrieb mit stufenloser Drehzahlregelung Der 800-Watt-Motor (500 Watt Abgabeleistung) deckt einen stufenlos elektronisch regelbaren Drehzahlbereich von 600 bis 25.000 Umdrehungen pro Minute ab, angezeigt über ein digitales LED-Display mit einer Abweichung von nur 1 Prozent von der eingestellten Solldrehzahl. In Kombination mit den passenden IKA Dispergierwerkzeugen entstehen im engen Scherspalt zwischen Rotor und Stator hohe Scherkräfte, die Partikel und Tröpfchen zerkleinern und Flüssigphasen homogenisieren, das klassische Funktionsprinzip von Rotor-Stator-Dispergiergeräten. Die maximal zulässige Viskosität des Mediums liegt bei 5.000 mPa·s, ein Richtwert, der bei der Auswahl des Dispergierwerkzeugs und der Prozessführung zu berücksichtigen ist. Für den Einbau in Laborreaktorsysteme konzipiert Anders als frei stehende Tischdispergierer ist der T 25 digital LR als reine Antriebseinheit ausgelegt, die sich mechanisch mit den speziellen Dispergierwerkzeugen der KD-LR-Serie koppeln lässt. Diese Werkzeuge sind für den Einsatz in geschlossenen Laborreaktoren wie dem IKA LR 1000 ausgelegt und ermöglichen dank hochwertiger Wellenabdichtung den Betrieb unter Vakuum, praktisch, um Aerosol- und Schaumbildung bei tensidhaltigen Medien zu vermeiden oder oxidationsempfindliche Ansätze unter Luftausschluss zu verarbeiten. Weder das Dispergierwerkzeug noch der Reaktor selbst sind im Lieferumfang des T 25 digital LR enthalten, beides muss passend zur jeweiligen Anwendung separat beschafft werden. Elektronischer Überlastschutz und digitale Anzeige Ein integrierter Mikroprozessor hält die eingestellte Drehzahl auch bei wechselndem Widerstand des Mediums konstant, etwa wenn die Viskosität eines Ansatzes während der Reaktion zunimmt. Kommt es zu einer plötzlichen Blockade des Rührwerkzeugs, etwa durch ein verklemmtes Partikel, schaltet ein elektronischer Überlastschutz den Motor ab und zeigt einen Fehlercode auf dem Display an, das schützt sowohl den Motor als auch das gekoppelte Dispergierwerkzeug. Das Gerät ist für den Dauerbetrieb mit einer zulässigen Einschaltdauer von 100 Prozent ausgelegt. Kompaktes Format für den Einbau am Reaktorstativ Mit Abmessungen von 87 x 271 x 106 Millimetern und einem Gewicht von 2,5 Kilogramm lässt sich der T 25 digital LR platzsparend an einem Reaktorstativ montieren. Der Geräuschpegel ohne montiertes Dispergierwerkzeug liegt bei 75 dB(A). Das Gehäuse ist nach Schutzart IP 20 ausgeführt und für eine Umgebungstemperatur von 5 bis 40 Grad Celsius freigegeben. Der Anschluss erfolgt wahlweise an 220 bis 240 Volt oder 100 bis 120 Volt bei 50 oder 60 Hertz. Auswahl des passenden Dispergierwerkzeugs Welches KD-LR-Werkzeug im Einzelfall sinnvoll ist, hängt vom Reaktorvolumen, von der gewünschten Eintauchtiefe und vom Viskositätsbereich des Mediums ab. Die Werkzeuge dieser Serie sind mit einer verlängerten Bauform ausgeführt, um auch bei größeren Reaktionsgefäßen bis zum Boden des Gefäßes zu reichen und dort noch wirksam zu dispergieren, statt Totvolumen ungenutzt zu lassen. Da der T 25 digital LR als Antrieb für unterschiedliche Reaktorgrößen und Werkzeugvarianten ausgelegt ist, lässt sich derselbe Antrieb bei einem Wechsel der Prozessanforderungen häufig weiterverwenden, während nur das Dispergierwerkzeug getauscht wird. Typische Einsatzbereiche Als Antriebseinheit für Laborreaktoren kommt der T 25 digital LR überall dort zum Einsatz, wo Dispergierprozesse unter kontrollierten, geschlossenen Bedingungen ablaufen müssen: Herstellung von Emulsionen und Cremes unter Luftausschluss in geschlossenen Reaktoren Dispergieren und Homogenisieren von Suspensionen mit definierter Temperaturführung Scale-up-Versuche zwischen offenem Becherglas-Rühren und Pilotreaktoren Herstellung feindisperser Systeme bei begrenztem Probenvolumen ab 1 Milliliter Prozessentwicklung in Pharmazie und Feinchemie mit Anforderungen an Reproduzierbarkeit Technische Details ProdukttypAntriebseinheit für Dispergierwerkzeuge in Laborreaktoren Volumenbereich (H2O)1 bis 2.000 ml Motorleistung (Aufnahme / Abgabe)800 W / 500 W Drehzahlbereich600 bis 25.000 U/min, elektronisch stufenlos regelbar Drehzahlabweichung1 % DrehzahlanzeigeLED-Display Max. zulässige Viskosität des Mediums5.000 mPa·s Geräuschpegel (ohne Dispergierwerkzeug)75 dB(A) Zulässige Einschaltdauer100 % (Dauerbetrieb) MotorschutzElektronischer Überlastschutz mit Fehlercodeausgabe Abmessungen (B x H x T)87 x 271 x 106 mm Auslegerlänge / Auslegerdurchmesser160 mm / 13 mm Gewicht2,5 kg Schutzart (nach DIN EN 60529)IP 20 Zulässige Umgebungstemperatur5 bis 40 °C Spannungsversorgung220 bis 240 V oder 100 bis 120 V, 50/60 Hz Lieferumfang 1 x IKA T 25 digital LR Antriebseinheit 1 x Kaltgeräte-Netzkabel 1 x Betriebsanleitung Nicht enthalten sind das erforderliche Dispergierwerkzeug der KD-LR-Serie, der Laborreaktor selbst sowie ein Stativ zur Montage der Antriebseinheit. Diese Komponenten müssen passend zur jeweiligen Anwendung separat beschafft werden. Individueller Bedarf & Beschaffungsservice Da der T 25 digital LR als reine Antriebseinheit ausgelegt ist, benötigen Sie für den Betrieb an Ihrem Laborreaktor zusätzlich ein passendes Dispergierwerkzeug der KD-LR-Serie sowie eine Stativlösung zur Fixierung des Antriebs. Über unseren Beschaffungsservice unterstützen wir Sie bei der Auswahl des zur jeweiligen Anwendung passenden Dispergierwerkzeugs, bei Stativmaterial sowie bei Ersatzteilen und Zubehör für die Integration in bestehende Reaktorsysteme. Weitere Informationen und Kontaktmöglichkeiten finden Sie unter lt-laborhandel.de/service.
IKA LR 1000.11 Ankerrührer, Edelstahl, für LR 1000, 0004663000
Makroskopische Durchmischung und wandnahe Kinetik In der verfahrenstechnischen Formulierung von hochviskosen, pastösen oder strukturviskosen Medien (wie Gelen, dichten Emulsionen oder Polymersuspensionen) stoßen klassische axiale Rührorgane an ihre physikalischen Grenzen. Sie erzeugen in zähen Fluiden lediglich lokale Strömungskavernen, während die restliche Probenmatrix an der Reaktorwand stagniert. Der IKA LR 1000.11 Ankerrührer ist geometrisch exakt auf die zylindrischen Dimensionen des LR 1000 Laborreaktors berechnet. Durch seine u-förmige, wandnahe Konstruktion erfasst das Rührorgan das Medium im gesamten Reaktorvolumen. Die Rotation des Ankers induziert primär tangentiale und radiale Strömungsfelder. Diese Scherspannungen brechen die Viskosität des Fluids im Schergefälle auf, zwingen das wandnahe Material in den Stoffaustausch und eliminieren strömungsmechanische Totzonen (Dead Zones) nahezu vollständig. Thermodynamische Konvektion in zähen Matrizes Auch ohne den Einsatz direkter physischer Wandabstreifer (wie beim Modell LR 1000.10) verbessert die Geometrie des LR 1000.11 den thermodynamischen Wirkungsgrad des Reaktorsystems massiv. Die wandnahe Rotation erzeugt mikroskopische Turbulenzen in der thermischen Grenzschicht zwischen Reaktorwand und Medium. Dieser ständige physikalische Austausch der molekularen Schichten führt das durch den Heizblock temperierte Fluid kontinuierlich in den kühleren Reaktorkern ab. Dies erhöht den konvektiven Wärmeübergangskoeffizienten (k-Wert) signifikant, minimiert drastische Temperaturgradienten im 1000-ml-Volumen und schützt thermolabile Analyten präventiv vor lokaler Denaturierung. Absolute chemische Inertheit durch Monomaterial-Design Ein herausragender analytischer Vorteil des LR 1000.11 ist der vollständige Verzicht auf polymere Bauteile oder Elastomere. Der gesamte Rührer – von der Antriebswelle bis zu den Ankerblättern – ist aus massivem, korrosionsbeständigem Edelstahl AISI 316L (Werkstoffnummer 1.4404) gefertigt. Dieser molybdänlegierte Austenit bietet eine unübertroffene chemische Inertheit. Der Ankerrührer kann bedenkenlos in hochaggressiven Medien, konzentrierten organischen Lösungsmitteln, starken Säuren oder bei extremen pH-Werten eingesetzt werden, bei denen Rührorgane mit PEEK- oder PTFE-Komponenten chemisch angegriffen würden oder aufquellen könnten. GLP-konforme Sterilisation und Hygiene Das Fehlen von verschleißanfälligen Abstreiferlippen oder komplexen mechanischen Verbindungen macht den LR 1000.11 zu einem hochgradig hygienischen Arbeitsinstrument. Die glatten, elektropolierten Edelstahloberflächen bieten bakteriellen Biofilmen oder hartnäckigen chemischen Rückständen keine mikroskopischen Angriffsflächen. Für die strikte Einhaltung von GLP/GMP-Hygienerichtlinien lässt sich das Rührorgan bei 121 °C (oder höher) unbegrenzt oft thermisch im Autoklaven sterilisieren oder in aggressiven Ultraschallbädern lückenlos dekontaminieren. Technische Details Produkttyp: Ankerrührer (ohne Abstreifer) Strömungsmechanische Auslegung: Für hochviskose, laminare und pastöse Medien Konstruktionsprinzip: Wandnahe Rotation zur Erzeugung tangentialer Strömungen Thermodynamischer Vorteil: Förderung des konvektiven Wärmeaustauschs im Reaktor Kompatibilität: Exklusiv für IKA LR 1000 Laborreaktorsysteme Material: Massiver Edelstahl AISI 316L (W.-Nr. 1.4404) Chemische Beständigkeit: Absolute Resistenz gegen organische Lösungsmittel und aggressive Säuren Verschleißteile: Keine (vollständiger Verzicht auf Polymere) Max. zulässige Arbeitstemperatur: 120 °C (limitiert durch das Reaktorsystem) Hygiene: Vollständig autoklavierbar und chemisch sterilisierbar Lieferumfang 1 x IKA LR 1000.11 Ankerrührer (Edelstahl) (Wichtiger Hinweis: Der IKA LR 1000 Reaktorbehälter sowie die Basisstation sind nicht im Lieferumfang enthalten!) Individueller Bedarf & Zubehör Der LR 1000.11 Ankerrührer ist das mechanische Strömungsorgan und muss zwingend im Zusammenspiel mit einem IKA LR 1000.1 oder LR 1000.3 Reaktorbehälter betrieben werden. Sollten Sie bei extrem klebrigen oder zur Anbrennung neigenden Harzen eine noch stärkere thermodynamische Durchmischung der Grenzschicht benötigen, empfehlen wir den Wechsel auf das Modell LR 1000.10 mit aktiven PEEK-Abstreifern. Wenden Sie sich für die rheologisch korrekte Auslegung Ihrer Reaktionswerkzeuge jederzeit an unseren Beschaffungsservice.
IKA LR 1000.64 pH-Elektrode für LR 1000 System, BNC, 0004663300
Potentiometrische In-situ-Analyse in komplexen Matrizes In der chemischen Prozessführung und der pharmazeutischen Synthese ist der pH-Wert ein kritischer thermodynamischer und kinetischer Steuerparameter. Das klassische Ziehen von Proben zur externen pH-Bestimmung verfälscht durch Temperaturabfall und Oxidation das metrologische Ergebnis und unterbricht die Hermetik des Reaktors. Die IKA LR 1000.64 pH-Elektrode ermöglicht die kontinuierliche, potentiometrische In-situ-Messung direkt im aktiven Prozessraum. Das elektrochemische Herzstück bildet eine ionenselektive Glasmembran. Sobald diese in das wässrige oder teilaquatische Medium eintaucht, entsteht durch den Austausch von Wasserstoffionen (Protonen) ein galvanisches Grenzflächenpotenzial. Die Potenzialdifferenz zwischen diesem Mess-Halbelement und einem internen Referenzsystem (Ag/AgCl) wird als Spannungssignal erfasst und durch die Nernst-Gleichung vom angeschlossenen Messumformer in den exakten pH-Wert transformiert. Diaphragma-Mechanik in hochviskosen Fluiden Die Messung in stark strukturviskosen, pastösen oder partikelbeladenen Medien – wie sie typischerweise im LR 1000 Reaktor verarbeitet werden – stellt eine massive physikalische Herausforderung für herkömmliche pH-Sonden dar. Polymere oder Harze verstopfen das Diaphragma, was den zwingend erforderlichen elektrischen Ionenaustausch zwischen Referenzelektrolyt und Reaktionsmedium blockiert und zu drastischen Messfehlern (Drift) führt. Die LR 1000.64 Elektrode ist geometrisch und mechanisch exakt für diese harschen rheologischen Umgebungen konzipiert. Die spezifische Konstruktion des Flüssigkeitsübergangs minimiert die Verstopfungsneigung (Clogging) und garantiert einen stabilen, rauschfreien Signalfluss selbst bei extremer Viskosität des Polymers oder der Emulsion. Systemintegration und thermische Kompensation Um den Reaktionsraum während der Messung unter Vakuum oder Inertgas zu halten, wird die Elektrode gasdicht über einen Normschliff in den Deckel des LR 1000 Reaktorgefäßes eingeführt. Die elektrische Signalübertragung erfolgt über einen standardisierten, hochabgeschirmten BNC-Stecker. Da das galvanische Potenzial der Nernst-Gleichung einer strengen thermodynamischen Temperaturabhängigkeit unterliegt, muss der pH-Wert permanent rechnerisch korrigiert werden. Im IKA LR 1000 control System wird das Rohsignal der LR 1000.64 Elektrode in Echtzeit mit den In-situ-Daten des PT 100 Temperaturfühlers gekoppelt, um eine absolut temperaturkompensierte (ATC) und metrologisch fehlerfreie pH-Ausgabe zu generieren. Lückenlose GLP-Datenakquise Die Kombination aus der LR 1000.64 Elektrode und dem IKA LR 1000 control System transformiert den Reaktor in eine autarke analytische Station. Säure-Base-Titrationen oder pH-bedingte Phasenübergänge können lückenlos aufgezeichnet werden. Über die Laborsoftware IKA labworldsoft lassen sich die pH-Kurven synchron zu Drehmoment- und Temperaturtrends manipulationssicher loggen. Dies ist für zertifizierte Labore, die strengen GLP- oder GMP-Richtlinien unterliegen, eine fundamentale Voraussetzung für erfolgreiche QM-Audits. Technische Details Produkttyp: Potentiometrische pH-Elektrode Messprinzip: Ionenselektive Glasmembran mit Referenzsystem Rheologische Eignung: Optimiert für hochviskose, pastöse und partikelbeladene Medien Elektrischer Anschluss: Abgeschirmter BNC-Stecker Kompatibilität: IKA LR 1000 control Basisstation (oder externe pH-Meter) Thermodynamische Korrektur: Erfordert externe Temperaturkompensation (ATC) im System Mechanische Integration: Einführung über Normschliff-Ports im Reaktordeckel Chemische Resistenz: Hochgradige Beständigkeit des Glasschafts gegen Lösungsmittel Lieferumfang 1 x IKA LR 1000.64 pH-Elektrode (inkl. BNC-Kabel) (Wichtiger Hinweis: Normschliff-Adapter, Reaktorbehälter und Messumformer sind nicht im Lieferumfang enthalten!) Individueller Bedarf & Zubehör Die pH-Elektrode ist ein reiner Sensor. Um das Millivolt-Signal in einen lesbaren pH-Wert zu konvertieren, benötigen Sie zwingend die Basisstation IKA LR 1000 control (die basic-Variante verfügt über keinen Messumformer) oder ein separates, hochohmiges pH-Meter. Um die Elektrode vakuumdicht im Reaktordeckel zu verankern, ist zudem die Beschaffung entsprechender Normschliff-Dichtungsadapter erforderlich. Wenden Sie sich für die metrologisch einwandfreie Kalibrierung (Pufferlösungen) und mechanische Konfiguration jederzeit an unseren Beschaffungsservice.
IKA MV 1 Magnetventil zur Kühlwasserkontrolle, 0020003763
Thermodynamische Regelkreise und Exothermie-Kompensation In der chemischen Reaktionstechnik und der Synthese hochmolekularer Polymere ist die absolute Kontrolle über die Reaktionstemperatur von kritischer Bedeutung. Insbesondere bei exothermen Reaktionen, bei denen massiv thermische Energie auf molekularer Ebene freigesetzt wird, muss das System unverzüglich gegenkühlen, um ein thermodynamisches Durchgehen (Thermal Runaway) des Reaktors zu verhindern. Das IKA MV 1 Magnetventil ist das strömungsmechanische Exekutivorgan für diesen Kühlprozess. In den Kühlwasserkreislauf eines Laborreaktors integriert, fungiert es als elektronischer Schalter für das Fluid. Überschreitet das Reaktionsmedium die programmierte Solltemperatur am Temperaturfühler, erhält das Ventil einen elektrischen Steuerimpuls, öffnet den Leitungsquerschnitt und flutet den Kühlmantel oder den internen Rückflusskühler des Systems mit temperiertem Kühlwasser, was den konvektiven Wärmeaustausch sofort maximiert. Elektromagnetische Aktorik und Fluidmechanik Die physikalische Funktionsweise des MV 1 basiert auf elektromagnetischer Kinematik. Im stromlosen Zustand hält eine mechanische Feder den Ventilkolben (Anker) absolut dicht auf dem Ventilsitz. Dieses Sicherheitsprinzip (Normally Closed / stromlos geschlossen) garantiert, dass bei einem Stromausfall der Kühlwasserkreislauf blockiert wird und es nicht zur Überflutung der Laborinfrastruktur kommt. Wird die integrierte Kupferspule bestromt, induziert sie ein starkes Magnetfeld. Die resultierende Lorentzkraft zieht den metallischen Anker gegen den statischen Federdruck in die Spule und gibt den Strömungsquerschnitt in Millisekundenbruchteilen frei. Diese extrem kurzen Schaltzeiten erlauben dem übergeordneten PID-Regler des IKA-Reaktorsystems eine hochfrequente, getaktete Dosierung des Kühlwasserdurchsatzes, um thermische Oszillationen zu eliminieren. Druckstabilität und Vermeidung hydrodynamischer Schocks Das Schalten von inkompressiblen Fluiden (wie Wasser) in unter Druck stehenden Leitungssystemen erzeugt beim abrupten Schließen unweigerlich gewaltige hydrodynamische Druckspitzen (sogenannte Druckschläge oder Water Hammer). Die interne Strömungsarchitektur des IKA MV 1 Magnetventils ist physikalisch darauf berechnet, die Schließkinetik des Ankers so abzufedern, dass diese Stoßwellen im Fluid minimiert werden. Dies schützt die empfindlichen Borosilikatglas-Kühler und die elastomeren Schlauchverbindungen im Reaktoraufbau zuverlässig vor mechanischer Zerstörung durch Berstdruck. Metrologische Systemintegration Das Ventil operiert nicht autark, sondern agiert als das präzise Endglied einer komplexen metrologischen Regelschleife. Es wird elektrisch direkt an die entsprechenden Relais- oder Steuerausgänge von IKA Temperatur-Controllern oder Reaktor-Basisstationen (wie der LR 1000 control) angeschlossen. Diese Integration transformiert den Laborreaktor von einem rein beheizten Gefäß zu einem vollautomatisierten, bidirektional temperierten (Heizen und Kühlen) thermodynamischen System. Technische Details Produkttyp: Elektromagnetisches Ventil (Solenoid Valve) Verfahrenstechnische Funktion: Strömungsmechanische Kühlwasserkontrolle Wirkprinzip: Elektromagnetische Aktorik durch Kupferspule Sicherheitsauslegung: Stromlos geschlossen (Normally Closed / NC) Thermodynamischer Nutzen: Präzise Kompensation exothermer Reaktionen Strömungsmechanik: Optimiert gegen hydrodynamische Druckschläge (Water Hammer) Systemintegration: Direkte Steuerung über IKA Basisstationen oder Temperatur-Controller Spannungsversorgung: Erfolgt über das angeschlossene IKA Steuergerät Medienkompatibilität: Konzipiert für wässrige Kühlmedien in Leitungssystemen Lieferumfang 1 x IKA MV 1 Magnetventil (Wichtiger Hinweis: IKA Steuergeräte, Kühlwasserschläuche und Reaktor-Infrastruktur sind nicht im Lieferumfang enthalten!) Individueller Bedarf & Zubehör Das IKA MV 1 Magnetventil ist ein reiner fluidmechanischer Aktor und generiert ohne einen übergeordneten PID-Controller keine Funktion. Um den Kühlkreislauf zu automatisieren, muss das Ventil mit der passenden Mess- und Regeltechnik (z.B. einem Kontaktthermometer, einer Basisstation oder einem Thermostaten mit Kühlwasser-Relais) gekoppelt werden. Für den mechanischen Anschluss an die Hauswasserleitung und den Reaktorkühler werden zudem druckstabile Silikon- oder EPDM-Schläuche sowie Schlauchschellen benötigt. Wenden Sie sich für die thermodynamisch fehlerfreie Auslegung Ihrer Kühlsysteme jederzeit an unseren Beschaffungsservice.
IKA Laborreaktor LR-2.ST the Compact Power, 500 bis 2000 ml, bis 50.000 mPas, 20013294
Hochviskose Medien wie Gele, Pasten, Schmelzen oder konzentrierte Polymerlösungen lassen sich mit klassischen Magnetrührern kaum noch zuverlässig durchmischen. Der IKA Laborreaktor LR-2.ST the Compact Power (MPN 20013294) ist die kompakteste und preislich zugänglichste Ausführung der LR-2.ST Reaktorplattform und verarbeitet Medien mit einer Viskosität von bis zu 50.000 mPas in einem Nutzvolumen von 500 bis 2000 Millilitern. Damit eignet sich dieser Laborreaktor für Labore, die verlässliche Rühr-, Misch- und Homogenisierprozesse bei mittlerer bis hoher Viskosität benötigen, ohne gleich in die leistungsstärkeren Ausbaustufen der Baureihe zu investieren. Als modular konfigurierte Reaktorplattform ist er dabei auf Reproduzierbarkeit ausgelegt, ein wichtiges Kriterium, wenn eine Rezeptur später im größeren Maßstab produziert werden soll. Mikroprozessorgesteuertes Rührwerk mit Drehmoment-Trendanzeige Das Stativsystem LR-2.SI trägt das mitgelieferte Laborrührwerk EUROSTAR 60 control, das einen Drehzahlbereich von 8 bis 290 Umdrehungen pro Minute stufenlos abdeckt und ein maximales Drehmoment von 60 Ncm an der Rührwelle bereitstellt. Die mikroprozessorgesteuerte Regelung hält die eingestellte Drehzahl auch bei zunehmender Beladung konstant, während die integrierte Drehmoment-Trendanzeige Viskositätsänderungen im Rührgut sichtbar macht, etwa wenn sich während einer Reaktion ein Gel bildet oder ein Feststoff in Lösung geht. Borosilikatglas-Reaktorgefäß für Vakuum- und Temperaturwechsel Das 2,0-Liter-Reaktorgefäß aus Borosilikatglas ist auf ein Nutzvolumen von 500 bis 2000 Millilitern ausgelegt und arbeitet in einem Temperaturbereich von Raumtemperatur bis 230 Grad Celsius bei einem erreichbaren Vakuum von 25 mbar. Der Reaktordeckel LR2.10 bietet drei Öffnungen im Normschliff NS 29/32 und zwei Öffnungen im Normschliff NS 14/23, über die sich Temperaturfühler, Rückflusskühler oder weiteres Zubehör gasdicht einbringen lassen. Dichtungen aus FFPM (Perfluorelastomer) sorgen dafür, dass auch aggressive Lösemittel und die volle Temperaturspanne des Systems keinen Einfluss auf die Dichtigkeit haben. Kompaktes Format für den Aufbau im Abzug Mit Abmessungen von 460 x 1240 x 430 Millimetern, einem Teleskopfuß-Hub von 390 Millimetern und einem Gewicht von rund 25 Kilogramm lässt sich der Compact Power auch in Abzügen mit begrenzter Stellfläche aufbauen. Die abnehmbare Wireless-Bedieneinheit (WiCo) ermöglicht es, Drehzahl und Rührprozess von außerhalb des Abzugs zu überwachen und zu steuern, sodass Anwenderinnen und Anwender beim Rühren gefährlicher oder flüchtiger Medien nicht direkt am Gerät stehen müssen. Zulässig sind Umgebungstemperaturen von 5 bis 40 Grad Celsius bei einer relativen Luftfeuchtigkeit von maximal 80 Prozent. Erweiterbar über die freien Deckelöffnungen Die insgesamt fünf Öffnungen im Reaktordeckel sind nicht nur für Temperaturfühler reserviert. Über die Normschliffe lassen sich je nach Versuchsaufbau auch Dispergierwerkzeuge, Rückflusskühler, Tropftrichter oder Gaszu- und -ableitungen einbringen. So bleibt der Compact Power auch dann noch einsetzbar, wenn ein Versuch im Projektverlauf zusätzliche Sensorik oder eine kontinuierliche Gasatmosphäre erfordert, ohne dass ein komplett neuer Reaktoraufbau nötig wird. Einstieg in die LR-2.ST Plattform ohne Kompromisse bei der Prozesssicherheit Der Compact Power teilt sich das Stativsystem, das Reaktorgefäß und die Sicherheitsausstattung mit den leistungsstärkeren LR-2.ST Ausführungen the Versatile, the Allrounder und the High-Performer, die für höhere Viskositäten bis 70.000, 100.000 beziehungsweise 150.000 mPas ausgelegt sind. Wer absehen kann, dass künftige Ansätze durchgängig im Bereich bis 50.000 mPas bleiben, spart mit dieser Basisausführung gegenüber den höheren Drehmoment-Stufen der Baureihe, ohne bei Glasqualität, Vakuumfestigkeit oder Bedienkonzept Abstriche machen zu müssen. Damit lässt sich der Compact Power als solide Einstiegsplattform in die Welt der Hochviskositätsreaktoren verstehen, die bei steigendem Bedarf über dieselbe Baureihe nach oben skaliert werden kann, ohne dass Stativsystem oder Bedienlogik neu erlernt werden müssen. Typische Einsatzbereiche Der LR-2.ST the Compact Power kommt überall dort zum Einsatz, wo mittelviskose bis viskose Medien im Labormaßstab kontrolliert gerührt oder gemischt werden müssen: Homogenisieren von Cremes, Gelen und Emulsionen in der Kosmetikentwicklung Rühren und Temperieren viskoser Formulierungen in der pharmazeutischen Entwicklung Chemische Synthesen mit ansteigender Viskosität während der Reaktion, etwa bei Polymerisationen Vakuumunterstütztes Entgasen von Lösungen und Dispersionen vor der Weiterverarbeitung Scale-up-Vorversuche im Labormaßstab, bevor ein Prozess auf größere Produktionsreaktoren übertragen wird Formulierungsentwicklung, bei der Rezepturen mit unterschiedlicher Endviskosität verglichen werden Praktika und Weiterbildung, in denen Studierende oder neue Mitarbeitende den Umgang mit Reaktorsystemen lernen Technische Details Nutzvolumen500 bis 2000 ml Min. Volumen mit Dispergierwerkzeug800 ml Drehzahlbereich8 bis 290 U/min Max. Drehmoment an der Rührwelle60 Ncm Max. Viskosität50.000 mPas ArbeitstemperaturbereichRaumtemperatur bis 230 °C Erreichbares Vakuum25 mbar Material (medienberührte Teile)Borosilikatglas, Edelstahl 1.4571, PTFE, FFPM Anschlüsse Reaktordeckel3 x NS 29/32, 2 x NS 14/23 Abmessungen (B x H x T)460 x 1240 x 430 mm Teleskopfuß-Hub390 mm Gewichtca. 25 kg Zulässige Umgebungstemperatur5 bis 40 °C Zulässige relative Luftfeuchtigkeitmax. 80 % SteuerungMikroprozessorgesteuert, mit Drehmoment-Trendanzeige FernbedienungAbnehmbare Wireless-Bedieneinheit (WiCo) Lieferumfang 1 x Stativsystem LR-2.SI 1 x Reaktordeckel LR2.10 1 x Reaktorgefäß aus Borosilikatglas, 2,0 Liter 1 x Ankerrührer 1 x Laborrührwerk EUROSTAR 60 control 1 x Wireless-Bedieneinheit (WiCo) Individueller Bedarf & Beschaffungsservice Für den Ausbau des LR-2.ST the Compact Power zu einer individuellen Reaktorlösung unterstützen wir Sie über unseren Beschaffungsservice, etwa bei zusätzlichen Reaktorgefäßen, Temperaturfühlern, Rückflusskühlern oder Dispergierwerkzeugen für die freien Öffnungen des Reaktordeckels. Auch bei Ersatzteilen oder dem Umstieg auf eine leistungsstärkere Ausführung der LR-2.ST Baureihe beraten wir Sie gerne. Weitere Informationen und Kontaktmöglichkeiten finden Sie unter lt-laborhandel.de/service.
IKA EasySyn 1000 Starter Synthesereaktor, Reaktorvolumen 1000 ml, 0020113435
Zwischen ersten Handversuchen im Rundkolben und einer echten Scale-up-Anlage liegt bei vielen Synthesen eine Lücke: Ein Milliliter-Ansatz sagt wenig über das Verhalten bei größeren Volumina aus, ein Pilotreaktor ist für frühe Versuchsreihen oft überdimensioniert. Der IKA EasySyn 1000 Starter (0020113435) schließt diese Lücke mit einem kompletten Reaktorsystem für 1.000 Milliliter Reaktionsvolumen, aufgebaut aus Stativ, doppelwandigem Reaktorgefäß und Rührwerk, einsatzbereit direkt nach dem Aufbau. Im Vergleich zum kleineren 500-Milliliter-Modell bietet der zusätzliche Spielraum beim Reaktionsvolumen mehr Puffer, wenn ein Ansatz bei der Übertragung in den Reaktor doch größer ausfällt als ursprünglich geplant, ohne gleich zum nächstgrößeren 2-Liter-Modell wechseln zu müssen. 1.000-Milliliter-Reaktorgefäß mit demselben Sicherheitskonzept wie die gesamte Baureihe Das doppelwandige Reaktorgefäß SY 1000 D besteht aus chemisch beständigem Borosilikatglas 3.3 und verfügt über einen Bodenauslass mit gefederter Ventilspindel, die beim Öffnen und Schließen vor Glasbruch schützt. Der Reaktordeckel SY 100.1 bietet vier Öffnungen: einen NS 29/32 Mittelschliff für den Rührer sowie zwei weitere NS 29/32 und einen NS 14/23 Anschluss für Zubehör wie Tropftrichter, Rückflusskühler oder Temperaturfühler. Die Flanschverbindung mit DN 100-Klemme, Spannring und FEP-beschichtetem O-Ring ist identisch mit der des kleineren 500-Milliliter-Modells, nur das Gefäß selbst ist größer dimensioniert. Über den Bodenauslass lässt sich das fertige Reaktionsprodukt direkt in ein Auffanggefäß ablassen, ohne das Gefäß zum Entleeren anzuheben. EUROSTAR 60 digital als zuverlässiger Basisantrieb Für die Durchmischung sorgt das Rührwerk EUROSTAR 60 digital mit bürstenlosem Gleichstrommotor. Es deckt einen Drehzahlbereich von 0/30 bis 2.000 Umdrehungen pro Minute ab und liefert an der Rührwelle bis zu 60 Ncm Drehmoment, ausreichend für die meisten dünn- bis mittelviskosen Reaktionsmedien im 1-Liter-Maßstab. Eine integrierte Drehmoment-Trendanzeige zeigt Viskositätsänderungen während der Reaktion an. Der PTFE-ummantelte Schrägblattrührer R 4011 SY lässt sich über das Schnellspannfutter R 60 werkzeuglos wechseln. Der bürstenlose Gleichstrommotor (176 Watt Aufnahme, 126 Watt Abgabe) benötigt im laufenden Betrieb keine Kohlebürsten und gilt dadurch als wartungsarm. Vakuum, Temperaturbereich und Nutzvolumen Die Rührwellenführung macht das System für den Vakuumbetrieb bis 3 mbar tauglich, etwa zum Entgasen von Lösungsmitteln oder für das blasenfreie Rühren viskoser Medien. Die verbauten Materialien sind für einen Temperaturbereich von minus 50 bis plus 200 Grad Celsius freigegeben, die zulässige Umgebungstemperatur für den laufenden Betrieb liegt zwischen 5 und 40 Grad Celsius. Nutzbar ist das Gefäß ab 120 Millilitern Füllvolumen, mit eingetauchtem Temperaturfühler steigt das nutzbare Mindestvolumen auf 260 Milliliter. Die Rührwellenführung (SY guide) dichtet dabei die Durchführung der Rührwelle durch den Reaktordeckel ab und macht den Vakuumbetrieb erst möglich. Ergonomisches Stativsystem für den Laboralltag Das Stativ ist auf einen schnellen, unkomplizierten Austausch des Reaktorgefäßes ausgelegt und lässt sich in der Arbeitshöhe an die jeweilige Bedienperson anpassen. Für Labore, die mehrere EasySyn-Systeme unterschiedlicher Größe parallel betreiben, ist das ein praktischer Vorteil im Alltag: Reaktorgefäß, Klemme, Spannring und O-Ring folgen bei allen DN 100-Modellen der Baureihe demselben Aufbauprinzip, sodass sich Ersatzteile und Bedienabläufe zwischen dem 500- und dem 1.000-Milliliter-Modell weitgehend gleichen. Was die Starter-Variante bewusst weglässt Anders als die Advanced-Ausführung verzichtet der EasySyn 1000 Starter auf das Entleerungsset LT 5.40 und auf eine RS232/USB-Schnittstelle am Rührwerk. Für Labore, die primär rühren und temperieren wollen, ohne den Prozess digital an einen PC anzubinden, ist das kein Nachteil, sondern schlicht eine schlankere und günstigere Ausstattung. Ein externer Umwälzthermostat samt Temperierschläuchen wird für die tatsächliche Beheizung oder Kühlung des Doppelmantels in jedem Fall zusätzlich benötigt, unabhängig von der gewählten Variante. Typische Einsatzbereiche Mit 1.000 Millilitern Reaktionsvolumen bewegt sich der EasySyn 1000 Starter im Zwischenbereich zwischen kleinen Screening-Ansätzen und größeren Musterchargen: Verfahrensentwicklung im Übergang zwischen Kleinstansatz und größerer Musterproduktion Reproduzierbare Synthesen mit definierter Temperaturführung und Vakuumoption Herstellung größerer Mengen einer Zwischenstufe für nachgelagerte Analytik Ausbildung und Praktika mit realitätsnahen Reaktorvolumina Kosteneffizienter Einstieg in reaktorbasierte Synthesen ohne PC-Anbindung Technische Details SystemtypKomplettes Reaktorsystem für organische und wässrige Synthesen Reaktionsvolumen max.1.000 ml Nutzvolumen min.120 ml Nutzvolumen min. mit Temperaturfühler260 ml Material ReaktorgefäßBorosilikatglas 3.3, doppelwandig, mit Bodenauslass Flanschmaß ReaktorgefäßDN 100 Reaktordeckelöffnungen1 x NS 29/32 Mittelschliff, 2 x NS 29/32, 1 x NS 14/23 RührwerkEUROSTAR 60 digital Drehzahlbereich Rührwerk0/30 bis 2.000 U/min Max. Drehmoment an der Rührwelle60 Ncm Motorleistung (Aufnahme / Abgabe)176 W / 126 W RührwerkzeugSchrägblattrührer R 4011 SY, PTFE-ummantelt Vakuumtauglichkeitbis 3 mbar (über Rührwellenführung) Temperaturbereich (Material)-50 °C bis +200 °C Zulässige Umgebungstemperatur5 °C bis 40 °C Abmessungen Stativsystem (B x T x H)500 x 580 x 950 mm Lieferumfang 1 x SY Stativ 1 x Reaktorgefäß SY 1000 D (1.000 ml, Borosilikatglas 3.3, mit Bodenauslass) 1 x SY Klemme 100 1 x SY Spannring 100 1 x SY O-Ring 100 (FEP-beschichtet) 1 x Reaktordeckel SY 100.1 1 x Schrägblattrührer R 4011 SY (PTFE-ummantelt) 1 x Rührwerk EUROSTAR 60 digital 1 x Schnellspannfutter R 60 1 x Rührwellenführung Nicht enthalten sind Temperierschläuche zum Anschluss eines externen Umwälzthermostaten sowie der Thermostat selbst, beides wird für den temperierten Betrieb des Doppelmantels zusätzlich benötigt. Individueller Bedarf & Beschaffungsservice Für die Erweiterung des EasySyn 1000 Starter bieten wir über unseren Beschaffungsservice weiteres Original-Zubehör an, etwa zusätzliche Reaktorgefäße und Reaktordeckel, Rührwerkzeuge in anderen Ausführungen, Dichtungssätze sowie passende Umwälzthermostate zur Temperierung des Doppelmantels. Auch bei der Zusammenstellung eines vollständigen Temperiersystems, bei Ersatzteilen oder bei einem späteren Umstieg auf die EasySyn Advanced Baureihe unterstützen wir Sie gerne. Weitere Informationen und Kontaktmöglichkeiten finden Sie unter lt-laborhandel.de/service.
IKA EasySyn 500 Advanced Synthesereaktor, Reaktorvolumen 500 ml, RS232/USB, 0020113434
Sobald Synthesen dokumentiert und reproduzierbar über mehrere Ansätze hinweg gefahren werden müssen, reicht ein einfacher Laboraufbau meist nicht mehr aus. Der IKA EasySyn 500 Advanced (0020113434) ist die digital vernetzte Ausführung des EasySyn-Reaktorsystems für 500 Milliliter Reaktionsvolumen: ein komplettes Set aus Reaktorgefäß, Stativ und Rührwerk, das sich per RS232 und USB an einen PC anbinden und mit der IKA Laborsoftware labworldsoft 6 automatisieren lässt. Damit eignet sich das System besonders für Labore, die Prozessparameter lückenlos protokollieren oder mehrere Syntheseschritte automatisiert nacheinander fahren möchten, etwa im Rahmen einer GLP-Dokumentation. Gegenüber einem frei zusammengestellten Laboraufbau aus Einzelkomponenten bietet das Komplettsystem den Vorteil, dass Stativ, Reaktorgefäß, Deckel und Rührwerk von vornherein mechanisch zueinander passen. Reaktorgefäß und Sicherheitskonzept Wie bei der gesamten EasySyn-Baureihe bildet ein doppelwandiges Reaktorgefäß aus Borosilikatglas 3.3 mit Bodenauslass (SY 500 D) den Kern des Systems. Eine gefederte Ventilspindel am Ablassventil beugt Glasbruch beim Öffnen vor, der Reaktordeckel stellt vier Öffnungen zur Verfügung: einen NS 29/32 Mittelschliff für den Rührer sowie zwei weitere NS 29/32 und einen NS 14/23 Anschluss, etwa für Tropftrichter, Rückflusskühler oder einen externen Temperaturfühler. Klemme, Spannring und der FEP-beschichtete O-Ring sind auf die DN 100-Flanschverbindung des 500-Milliliter-Gefäßes abgestimmt. Sowohl das Borosilikatglas als auch der FEP-beschichtete O-Ring sind gegen ein breites Spektrum gängiger Lösungsmittel und Reagenzien beständig. EUROSTAR 100 control: 100 Ncm mit RS232- und USB-Schnittstelle Anstelle des einfachen EUROSTAR 60 digital der Starter-Variante kommt beim Advanced-Modell das Rührwerk EUROSTAR 100 control zum Einsatz. Es deckt einen Drehzahlbereich von 0/30 bis 1.300 Umdrehungen pro Minute ab und liefert an der Rührwelle bis zu 100 Ncm Drehmoment für zähere Reaktionsmedien. Zusätzlich zur RS232- und USB-Schnittstelle für die PC-Anbindung sind Zeitschaltuhr, Überlastungsschutz und eine Temperaturmessung direkt im Rührwerk integriert, sodass sich Prozessparameter auch ohne separate Sensorik am Reaktor erfassen lassen. Angetrieben wird derselbe PTFE-ummantelte Schrägblattrührer (R 4011 SY) wie beim Starter-Modell. Eine integrierte Drehmoment-Trendanzeige macht zudem Viskositätsänderungen während der Reaktion sichtbar, ein zusätzlicher Indikator neben der reinen Temperaturmessung. Entleerungsset LT 5.40 für den schnellen Gefäßwechsel Im Unterschied zur Starter-Ausführung gehört bei der Advanced-Variante das Entleerungsset LT 5.40 zum Lieferumfang. Über eigene Ventile lässt sich die Temperierflüssigkeit aus dem Doppelmantel des Reaktorgefäßes sauber und ohne Tropfverluste ablassen, was den Wechsel zwischen unterschiedlichen Reaktorgefäßen oder Chargen spürbar beschleunigt, ein Detail, das sich vor allem bei häufig wechselnden Versuchsreihen auszahlt. Vakuumbetrieb und Temperaturbereich Eine spezielle Rührwellenführung erlaubt den Betrieb unter Vakuum bis 3 mbar, praktisch zum Entgasen oder für das blasenfreie Homogenisieren von Reaktionsansätzen. Die verwendeten Materialien sind für Temperaturen von minus 50 bis plus 200 Grad Celsius ausgelegt, die zulässige Umgebungstemperatur für den Betrieb liegt bei 5 bis 40 Grad Celsius. Nutzbar ist das Gefäß ab 30 Millilitern Füllvolumen, mit eingetauchtem Temperaturfühler liegt das nutzbare Mindestvolumen bei 260 Millilitern. Wie bei allen EasySyn-Modellen dichtet die Rührwellenführung (SY guide) die Durchführung der Rührwelle durch den Reaktordeckel ab und macht den Vakuumbetrieb erst möglich. Ergonomisches Stativsystem mit schnellem Gefäßwechsel Auch bei der Advanced-Ausführung ist das Stativsystem ergonomisch gestaltet: Die Arbeitshöhe lässt sich an die Körpergröße der Bedienperson anpassen, das Reaktorgefäß selbst tauscht sich dank der durchdachten Klemmmechanik zügig gegen ein anderes Gefäß derselben Flanschklasse aus. In Kombination mit dem Entleerungsset LT 5.40 lässt sich so ein kompletter Chargenwechsel, vom Entleeren des Doppelmantels bis zum Einsetzen eines neuen Reaktorgefäßes, deutlich schneller durchführen als bei einem klassischen Laboraufbau aus Einzelkomponenten. Typische Einsatzbereiche Die digitale Anbindung macht den EasySyn 500 Advanced besonders für Anwendungen mit erhöhtem Dokumentationsbedarf interessant: GLP-konforme Dokumentation von Syntheseparametern über die PC-Anbindung und labworldsoft 6 Automatisierte, mehrstufige Reaktionsführung mit reproduzierbaren Prozessschritten Entwicklung und Optimierung neuer Synthesewege im 500-Milliliter-Maßstab vor dem Scale-up Versuchsreihen mit häufigem Gefäßwechsel dank Entleerungsset LT 5.40 Forschung und Prozessentwicklung mit Bedarf an lückenloser Prozessüberwachung Technische Details SystemtypKomplettes Reaktorsystem für organische und wässrige Synthesen Reaktionsvolumen max.500 ml Nutzvolumen min.30 ml Nutzvolumen min. mit Temperaturfühler260 ml Material ReaktorgefäßBorosilikatglas 3.3, doppelwandig, mit Bodenauslass Flanschmaß ReaktorgefäßDN 100 Reaktordeckelöffnungen1 x NS 29/32 Mittelschliff, 2 x NS 29/32, 1 x NS 14/23 RührwerkEUROSTAR 100 control Drehzahlbereich Rührwerk0/30 bis 1.300 U/min Max. Drehmoment an der Rührwelle100 Ncm Zusatzfunktionen RührwerkZeitschaltuhr, Überlastungsschutz, Temperaturmessung integriert SchnittstellenRS232 und USB Softwarekompatibilitätlabworldsoft 6 (separat erhältlich) RührwerkzeugSchrägblattrührer R 4011 SY, PTFE-ummantelt Vakuumtauglichkeitbis 3 mbar (über Rührwellenführung) Temperaturbereich (Material)-50 °C bis +200 °C Zulässige Umgebungstemperatur5 °C bis 40 °C Abmessungen Stativsystem (B x T x H)500 x 580 x 950 mm Lieferumfang 1 x SY Stativ 1 x Reaktorgefäß SY 500 D (500 ml, Borosilikatglas 3.3, mit Bodenauslass) 1 x SY Klemme 100 1 x SY Spannring 100 1 x SY O-Ring 100 (FEP-beschichtet) 1 x Reaktordeckel SY 100.1 1 x Schrägblattrührer R 4011 SY (PTFE-ummantelt) 1 x Rührwerk EUROSTAR 100 control 1 x Schnellspannfutter R 60 1 x Entleerungsset LT 5.40 1 x Rührwellenführung Nicht enthalten sind Temperierschläuche zum Anschluss eines externen Umwälzthermostaten sowie der Thermostat selbst, beides wird für den temperierten Betrieb des Doppelmantels zusätzlich benötigt. Die Automatisierungssoftware labworldsoft 6 ist ebenfalls nicht Bestandteil des Lieferumfangs, sondern separat erhältlich. Individueller Bedarf & Beschaffungsservice Für die Erweiterung des EasySyn 500 Advanced bieten wir über unseren Beschaffungsservice weiteres Original-Zubehör an, etwa zusätzliche Reaktorgefäße und Reaktordeckel, Rührwerkzeuge in anderen Ausführungen, Dichtungssätze, passende Umwälzthermostate zur Temperierung des Doppelmantels sowie die Automatisierungssoftware labworldsoft 6. Auch bei der Zusammenstellung eines vollständigen Temperiersystems oder bei Ersatzteilen unterstützen wir Sie gerne. Weitere Informationen und Kontaktmöglichkeiten finden Sie unter lt-laborhandel.de/service.
IKA LR 1000.41 Schaftaufnahme für T 25 Dispergierer, 0004664300
Kinematische Kopplung und High-Shear-Integration In der anspruchsvollen Formulierungsentwicklung von Nanopartikeln, hochfeinen kosmetischen Emulsionen oder pharmazeutischen Suspensionen reicht die makroskopische Durchmischung durch klassische Ankerrührer verfahrenstechnisch oft nicht aus. Für das Aufbrechen kleinster Primärpartikel oder Tropfen ist die punktuelle, massive Einbringung von Scherkräften durch Rotor-Stator-Systeme zwingend erforderlich. Die IKA LR 1000.41 Schaftaufnahme ist das kritische mechanische Brückenelement, um hochtourige Dispergierantriebe – spezifisch den IKA T 25 digital LR – formschlüssig und sicher in das geschlossene LR 1000 Laborreaktorsystem zu integrieren. Diese Adapterkomponente ermöglicht die physikalische Transformation des Reaktors von einem reinen Rührkessel zu einem thermodynamisch kontrollierten High-Shear-Homogenisator. Schwingungsmechanik und Resonanzunterdrückung Der Antrieb eines IKA T 25 Dispergierers generiert bei Rotationsgeschwindigkeiten von bis zu 25.000 Umdrehungen pro Minute gewaltige kinetische Energien. Auch bei perfekt gewuchteten Dispergierwerkzeugen entstehen durch die turbulente Strömungsmechanik im Reaktormedium unweigerlich hochfrequente, laterale Schwingungen. Die LR 1000.41 Schaftaufnahme ist geometrisch und statisch exakt darauf berechnet, diese mechanischen Vibrationen zu absorbieren. Sie garantiert die absolute axiale Fluchtung (Zentrierung) des Dispergierwerkzeugs innerhalb des Reaktorgefäßes. Diese starre mechanische Fixierung ist von essenzieller Bedeutung, da jede Exzentrizität oder Unwucht die empfindlichen FFPM-Gleitringdichtungen der Vakuum-Dispergierwerkzeuge (wie dem KD-LR) unter hydrostatischem Druck sofort mechanisch zerstören würde. Verfahrenstechnische Flexibilität und Scale-up Die Konstruktion der Schaftaufnahme erlaubt einen modularen und hochgradig reproduzierbaren Workflow. Sie ermöglicht dem Verfahrenstechniker, den schweren 800-Watt-Antriebsmotor absolut lotrecht und spannungsfrei auf den Normschliff-Deckel des Reaktors abzusenken und dort mechanisch zu verriegeln. Dies ermöglicht die Durchführung von komplexen Multi-Step-Synthesen im selben Batch: So kann ein Polymer zunächst unter Vakuum mit einem Ankerrührer aufgeschmolzen und homogenisiert werden, um anschließend – nach dem reibungslosen mechanischen Wechsel auf den Dispergierantrieb mittels der LR 1000.41 Aufnahme – unter High-Shear-Bedingungen mit aktiven Wirkstoffen beaufschlagt zu werden. Technische Details Produkttyp: Mechanische Schaftaufnahme / Motoradapter Kinematische Funktion: Axiale Fluchtung und schwingungsfreie Fixierung von Hochleistungsantrieben Kompatibler Antrieb: Ausgelegt für IKA T 25 digital LR Dispergierer Kompatibles Reaktorsystem: IKA LR 1000 basic und LR 1000 control Mechanische Eigenschaft: Absorbiert laterale Vibrationen bei Drehzahlen bis 25.000 U/min Kompatible Werkzeuge: Sichert die Integrität von S 25 KD-LR Vakuum-Dispergierwerkzeugen Materialausführung: Verwindungssteife Industriemetalle für maximale mechanische Belastbarkeit Installation: Werkzeuglose Adaption am Laborreaktor-Deckelsystem Lieferumfang 1 x IKA LR 1000.41 Schaftaufnahme (Wichtiger Hinweis: Der IKA LR 1000 Reaktorbehälter, der T 25 Dispergierantrieb sowie die Dispergierwerkzeuge sind nicht im Lieferumfang enthalten!) Individueller Bedarf & Zubehör Die Schaftaufnahme ist ein reines Verbindungselement. Um den physikalischen Dispergierprozess im Reaktor zu starten, benötigen Sie zwingend den Antrieb IKA T 25 digital LR (Art.-Nr. 0020008820) sowie ein vakuumdichtes Rotor-Stator-Werkzeug der KD-LR Serie (z. B. S 25 KD - LR - 25 G). Wenden Sie sich für die statisch und kinematisch fehlerfreie Konfiguration Ihrer modularen Reaktionsanlage jederzeit an unseren Beschaffungsservice.
IKA LR 1000.65 pH-Messfühleraufnahme, für LR 1000, 0004663400
Hermetische Systemintegration und Vakuumarchitektur In der chemischen Prozessführung komplexer Polymerisationen oder bei der Synthese von hochviskosen Emulsionen ist die exakte Kontrolle der Reaktoratmosphäre eine fundamentale thermodynamische Grundvoraussetzung. Das Einführen einer analytischen pH-Elektrode (wie der IKA LR 1000.64) darf die physikalische Isolierung des Reaktionsraums unter keinen Umständen kompromittieren. Die IKA LR 1000.65 pH-Messfühleraufnahme fungiert als hochpräziser mechanischer Adapter, um den Sensor absolut gasdicht mit dem Normschliff-Deckel des LR 1000 Laborreaktors zu koppeln. Die exakt berechneten Passungen und Dichtungselemente der Aufnahme verhindern das Eindringen von Luftsauerstoff bei feuchtigkeitssensiblen Reaktionen unter Inertgas und sichern die lückenlose Aufrechterhaltung des Systemvakuums bei der hochtourigen Entgasung zäher Medien. Mechanische Stabilisierung gegen rheologische Lateralkräfte Neben der thermodynamischen Abdichtung erfüllt die Aufnahme eine zwingende statische Schutzfunktion. Hochviskose, nicht-newtonsche Fluide erzeugen in Kombination mit der Rotation massiver Ankerrührer gewaltige tangentiale und radiale Strömungsvektoren. Diese hydrodynamischen Scherkräfte üben einen massiven lateralen (seitlichen) Druck auf den fragilen Glasschaft der pH-Elektrode aus. Die LR 1000.65 Aufnahme fixiert die Elektrode starr in ihrer axialen Position und fängt die auftretenden Biegemomente und mechanischen Vibrationen vollständig ab. Durch diese Resonanzunterdrückung wird ein katastrophaler Glasbruch im Reaktor, der unweigerlich zur physikalischen und chemischen Zerstörung des gesamten Batches führen würde, physikalisch ausgeschlossen. Metrologische Reproduzierbarkeit und Materialintegrität Für eine metrologisch fehlerfreie In-situ-Messung muss sich die ionenselektive Membran der Elektrode kontinuierlich und exakt in der vorgesehenen strömungsmechanischen Turbulenzzone des Reaktors befinden. Die Aufnahme erlaubt die millimetergenaue Justierung der Eintauchtiefe (Z-Achse) und arretiert den Sensor dauerhaft gegen den hydrostatischen Auftrieb oder Sog des Rührwerks. Um die strukturelle Integrität auch bei den im LR 1000 herrschenden Maximaltemperaturen von 120 °C aufrechtzuerhalten und korrosiven Lösungsmitteldämpfen standzuhalten, sind alle medienberührenden Komponenten der Aufnahme aus chemisch hochgradig inerten Industriematerialien gefertigt. Technische Details Produkttyp: Messfühleraufnahme / Mechanischer Sensor-Adapter Verfahrenstechnische Funktion: Hermetische Abdichtung und statische Fixierung Schwingungsmechanik: Absorbiert laterale Biegemomente und hydrodynamische Scherkräfte Kompatibilität (Reaktor): Exklusiv passend für IKA LR 1000 Deckelsysteme Kompatibilität (Sensor): Konzipiert für die IKA LR 1000.64 pH-Elektrode (bzw. 12-mm-Standardschäfte) Vakuumtauglichkeit: Garantiert die Systemhermetik bei Evakuierung Thermodynamische Belastbarkeit: Ausgelegt für Reaktortemperaturen bis 120 °C Installation: Formschlüssige Montage in den Normschliff-Ports des Reaktordeckels Justierbarkeit: Erlaubt die stufenlose Einstellung der axialen Eintauchtiefe Lieferumfang 1 x IKA LR 1000.65 pH-Messfühleraufnahme (Wichtiger Hinweis: Die pH-Elektrode, Temperatursensoren sowie der LR 1000 Reaktorbehälter sind nicht im Lieferumfang enthalten!) Individueller Bedarf & Zubehör Die Messfühleraufnahme ist ein reines mechanisches Brückenbauteil. Sie benötigt für den analytischen Betrieb zwingend die entsprechende IKA LR 1000.64 pH-Elektrode (Art.-Nr. 0004663300). Die kontinuierliche metrologische Aufzeichnung der Potenziale erfordert zudem die IKA LR 1000 control Basisstation, da das basic-Modell nicht über die entsprechende elektrische Sensor-Infrastruktur verfügt. Wenden Sie sich für die thermodynamisch und statisch korrekte Konfiguration der Sensorik im Reaktordeckel jederzeit an unseren Beschaffungsservice.
IKA Laborreaktor LR-2.ST the Versatile, 500 bis 2000 ml, bis 70.000 mPas, 20013293
Nicht jeder Ansatz im Labor hat von Anfang bis Ende dieselbe Konsistenz: Eine Lösung kann zu Beginn dünnflüssig sein und im Verlauf einer Reaktion oder beim Eindampfen deutlich zäher werden. Der IKA Laborreaktor LR-2.ST the Versatile (MPN 20013293) ist genau für diese Bandbreite ausgelegt und verarbeitet Medien bis zu einer Viskosität von 70.000 mPas bei einem Nutzvolumen von 500 bis 2000 Millilitern. Als mittlere Ausbaustufe der LR-2.ST Reaktorplattform bietet er mehr Drehmomentreserve als die Basisausführung the Compact Power, ohne bereits das Preisniveau der Hochviskositäts-Variante the High-Performer zu erreichen. Damit richtet er sich vor allem an Labore, deren Ansätze nicht durchgängig im Grenzbereich der Baureihe liegen, sondern über die Projektlaufzeit hinweg unterschiedlich zäh sind. EUROSTAR 100 control: mehr Drehmomentreserve für wechselnde Viskositäten Anstelle des EUROSTAR 60 control der Basisausführung ist der Versatile werkseitig mit dem Laborrührwerk EUROSTAR 100 control ausgestattet, das ein maximales Drehmoment von 100 Ncm an der Rührwelle liefert. Der Drehzahlbereich von 8 bis 290 Umdrehungen pro Minute bleibt dabei identisch zur restlichen Baureihe, sodass sich Prozessparameter aus Versuchen mit anderen LR-2.ST Ausführungen direkt übertragen lassen. Die mikroprozessorgesteuerte Drehzahlregelung hält die Drehzahl auch dann konstant, wenn die Viskosität im Reaktor spürbar ansteigt. Reaktorgefäß mit Vakuumbetrieb und weitem Temperaturfenster Das 2,0-Liter-Reaktorgefäß aus Borosilikatglas deckt ein Nutzvolumen von 500 bis 2000 Millilitern ab und arbeitet in einem Temperaturbereich von Raumtemperatur bis 230 Grad Celsius bei einem erreichbaren Vakuum von 25 mbar. Über die drei Öffnungen im Normschliff NS 29/32 und zwei weitere im Normschliff NS 14/23 im Reaktordeckel LR2.10 lassen sich Temperaturfühler, Rückflusskühler oder Dispergierwerkzeuge anschließen. FFPM-Dichtungen (Perfluorelastomer) halten dabei sowohl Lösemitteldämpfen als auch dem vollen Temperaturbereich stand. Kompaktes Stativsystem mit abnehmbarer Fernbedienung Mit Abmessungen von 460 x 1240 x 430 Millimetern, einem Teleskopfuß-Hub von 390 Millimetern und einem Gewicht von rund 25 Kilogramm passt der Versatile auf dieselbe Stellfläche wie die übrigen LR-2.ST Ausführungen. Die abnehmbare Wireless-Bedieneinheit WiCo erlaubt es, Drehzahl und Rührprozess außerhalb des Abzugs zu beobachten und anzupassen, was besonders bei Ansätzen mit flüchtigen oder toxischen Medien den direkten Kontakt am Gerät reduziert. Zulässig sind Umgebungstemperaturen von 5 bis 40 Grad Celsius bei maximal 80 Prozent relativer Luftfeuchtigkeit, Werte, die sich problemlos in einem klimatisierten Laborraum oder unter einem Abzug einhalten lassen. Erweiterbar über fünf Deckelöffnungen Der Reaktordeckel LR2.10 stellt insgesamt fünf Normschliff-Öffnungen zur Verfügung, über die sich je nach Versuch zusätzliche Sensorik, ein Rückflusskühler, ein Tropftrichter oder eine Gaszu- und -ableitung anschließen lässt. Damit lässt sich derselbe Grundaufbau für unterschiedliche Versuchsreihen nutzen, ohne dass für jede Konfiguration ein separater Reaktor angeschafft werden muss, ein praktischer Vorteil, wenn ein Labor mehrere Formulierungen parallel entwickelt und Sensorik zwischen Ansätzen umgesteckt werden soll. Flexibel innerhalb der LR-2.ST Baureihe positioniert Innerhalb der vier LR-2.ST Ausführungen deckt der Versatile mit 70.000 mPas maximaler Viskosität und 100 Ncm Drehmoment die Lücke zwischen der Einstiegsvariante the Compact Power (50.000 mPas, 60 Ncm) und dem breiter aufgestellten the Allrounder (100.000 mPas, 200 Ncm) ab. Für Labore, die regelmäßig mit mittelviskosen bis viskosen Formulierungen arbeiten, aber selten an die Grenze von 100.000 mPas stoßen, liegt der Versatile damit oft näher am tatsächlichen Bedarf als die stärker dimensionierten Ausführungen der Baureihe, was sich auch im Anschaffungspreis gegenüber dem Allrounder und dem High-Performer bemerkbar macht. Typische Einsatzbereiche Der LR-2.ST the Versatile eignet sich besonders für Anwendungen mit wechselnder oder schwer vorhersehbarer Viskosität im Verlauf eines Ansatzes: Rühren von Reaktionsansätzen, deren Viskosität im Reaktionsverlauf spürbar zunimmt Formulierungsentwicklung in Kosmetik und Pharmazie mit unterschiedlich zähen Zwischenprodukten Homogenisieren von Dispersionen und Emulsionen vor der Abfüllung oder Weiterverarbeitung Vakuumunterstütztes Entgasen viskoser Medien vor einem nachfolgenden Prozessschritt Vergleichende Versuchsreihen, in denen mehrere Rezepturen mit unterschiedlicher Endviskosität getestet werden Übertragung von Laborergebnissen in Richtung größerer Produktionsreaktoren im Rahmen von Scale-up-Projekten Materialforschung, bei der Additive schrittweise in eine Grundmatrix eingerührt werden und die Viskosität dabei stetig ansteigt Qualitätskontrolle, in der Chargen unterschiedlicher Konsistenz unter identischen Rührbedingungen geprüft werden Technische Details Nutzvolumen500 bis 2000 ml Drehzahlbereich8 bis 290 U/min Max. Drehmoment an der Rührwelle100 Ncm Max. Viskosität70.000 mPas ArbeitstemperaturbereichRaumtemperatur bis 230 °C Erreichbares Vakuum25 mbar Material (medienberührte Teile)Borosilikatglas, Edelstahl 1.4571, PTFE, FFPM Anschlüsse Reaktordeckel3 x NS 29/32, 2 x NS 14/23 Abmessungen (B x H x T)460 x 1240 x 430 mm Teleskopfuß-Hub390 mm Gewichtca. 25 kg Zulässige Umgebungstemperatur5 bis 40 °C Zulässige relative Luftfeuchtigkeitmax. 80 % SteuerungMikroprozessorgesteuert, mit Drehmoment-Trendanzeige FernbedienungAbnehmbare Wireless-Bedieneinheit (WiCo) Lieferumfang 1 x Stativsystem LR-2.SI 1 x Reaktordeckel LR2.10 1 x Reaktorgefäß aus Borosilikatglas, 2,0 Liter 1 x Ankerrührer 1 x Laborrührwerk EUROSTAR 100 control 1 x Wireless-Bedieneinheit (WiCo) Individueller Bedarf & Beschaffungsservice Rund um den LR-2.ST the Versatile unterstützen wir Sie über unseren Beschaffungsservice bei zusätzlichem Zubehör wie weiteren Reaktorgefäßen, Temperaturfühlern oder Dispergierwerkzeugen für die freien Deckelöffnungen. Auch wenn sich im laufenden Projekt herausstellt, dass eine höhere oder niedrigere Drehmoment-Stufe der LR-2.ST Baureihe besser passt, beraten wir Sie gerne zum Wechsel innerhalb der Plattform. Weitere Informationen und Kontaktmöglichkeiten finden Sie unter lt-laborhandel.de/service.
IKA EasySyn 5000 Starter Synthesereaktor, Reaktorvolumen 5000 ml, 0020113442
Am oberen Ende der EasySyn-Baureihe steht der Wechsel vom reinen Labormaßstab in Richtung Technikum: größere Ansatzmengen, längere Reaktionszeiten, oft auch der erste Schritt zu Kundenmustern oder Zulassungschargen. Der IKA EasySyn 5000 Starter (0020113442) stellt dafür ein komplettes Reaktorsystem für 5.000 Milliliter Reaktionsvolumen bereit, aufgebaut aus Stativ, doppelwandigem Reaktorgefäß und Rührwerk, ohne die zusätzliche Digitaltechnik der Advanced-Variante. Als größtes Gefäß der EasySyn-Baureihe eignet es sich für Ansätze, bei denen die kleineren 500-, 1.000- und 2.000-Milliliter-Modelle bereits an ihre Kapazitätsgrenze stoßen würden. 5-Liter-Reaktorgefäß mit DN 150-Flansch Das doppelwandige Reaktorgefäß SY 5000 D aus Borosilikatglas 3.3 verfügt wie die kleineren EasySyn-Modelle über einen Bodenauslass mit gefederter Ventilspindel, die beim Öffnen und Schließen vor Glasbruch schützt, bei einem 5-Liter-Gefäß mit entsprechend größerer Füllmenge kein unwesentliches Detail. Die Flanschverbindung ist auf DN 150 dimensioniert (SY Klemme 150, SY Spannring 150, FEP-beschichteter SY O-Ring 150). Der Reaktordeckel SY 150.1 bietet vier Öffnungen: einen NS 29/32 Mittelschliff für den Rührer sowie zwei weitere NS 29/32 und einen NS 14/23 Anschluss für Zubehör wie Rückflusskühler oder Temperaturfühler. Über den Bodenauslass lässt sich das Reaktionsprodukt direkt in ein Auffanggefäß ablassen, praktisch bei der großen Füllmenge dieses Modells. EUROSTAR 60 digital für den größten Gefäßtyp der Baureihe Der PTFE-ummantelte Schrägblattrührer R 4013 SY, die für 5.000 Milliliter ausgelegte Rührergröße, wird vom Rührwerk EUROSTAR 60 digital angetrieben. Der bürstenlose Gleichstrommotor deckt einen Drehzahlbereich von 0/30 bis 2.000 Umdrehungen pro Minute ab und liefert bis zu 60 Ncm Drehmoment an der Rührwelle. Eine integrierte Drehmoment-Trendanzeige macht Viskositätsänderungen im Reaktionsverlauf sichtbar. Über das Schnellspannfutter R 60 lässt sich das Rührwerkzeug werkzeuglos wechseln. Der bürstenlose Gleichstrommotor (176 Watt Aufnahme, 126 Watt Abgabe) kommt ohne Kohlebürsten aus und gilt dadurch als besonders wartungsarm, ein Vorteil bei Geräten, die im Dauerbetrieb über längere Reaktionszeiten laufen. Vakuum, Temperaturbereich und Nutzvolumen Eine spezielle Rührwellenführung macht das System für den Betrieb unter Vakuum bis 3 mbar tauglich. Die verwendeten Materialien sind für einen Temperaturbereich von minus 50 bis plus 200 Grad Celsius ausgelegt, die zulässige Umgebungstemperatur für den Betrieb selbst liegt zwischen 5 und 40 Grad Celsius. Nutzbar ist das 5.000-Milliliter-Gefäß ab einem Füllvolumen von 1.000 Millilitern, mit eingetauchtem Temperaturfühler steigt das nutzbare Mindestvolumen auf 1.500 Milliliter, deutlich mehr als bei den kleineren Baugrößen der EasySyn-Reihe. Auch hier übernimmt die Rührwellenführung (SY guide) die Abdichtung der Rührwelle gegenüber dem Reaktordeckel. Ergonomisches Stativsystem für das größte EasySyn-Format Auch beim größten Modell der Baureihe bleibt das Stativsystem ergonomisch gestaltet und lässt sich in der Arbeitshöhe an die jeweilige Bedienperson anpassen, ein Aspekt, der beim Hantieren mit dem großen und entsprechend schwereren 5-Liter-Gefäß besonders zum Tragen kommt. Der Austausch des großen, entsprechend schweren Reaktorgefäßes gelingt über die DN 150-Klemme, ohne dass Stativ oder Rührwerk dafür abgebaut werden müssen. Wer im Labor mehrere EasySyn-Größen parallel betreibt, profitiert außerdem davon, dass die Bedienlogik von Klemme, Spannring und Reaktordeckel über die gesamte Baureihe hinweg identisch ist. Was die Starter-Variante bewusst weglässt Der EasySyn 5000 Starter verzichtet auf das Entleerungsset LT 5.40 und auf eine RS232/USB-Schnittstelle am Rührwerk, beides Merkmale der Advanced-Ausführung. Wer im größten EasySyn-Format primär rühren, heizen oder kühlen möchte, ohne den Prozess digital an einen PC anzubinden, erhält damit ein vollständiges, günstigeres System. Ein externer Umwälzthermostat samt Temperierschläuchen wird für die tatsächliche Temperierung des Doppelmantels in jedem Fall zusätzlich benötigt, unabhängig von der gewählten Variante. Typische Einsatzbereiche Als größtes Modell der Starter-Reihe deckt der EasySyn 5000 Starter Anwendungen ab, bei denen bereits deutlich größere Volumina als im reinen Screening-Maßstab benötigt werden: Übergang vom Labor- in Richtung Technikums- oder Pilotmaßstab Herstellung größerer Chargen für Kundenmuster, Formulierungsversuche oder Zulassungsunterlagen Reaktionen mit größerem Wärmeaustauschbedarf dank großer Doppelmantelfläche Synthesen unter Vakuum, etwa zum Entgasen größerer Ansatzmengen Kosteneffizienter Einstieg in den 5-Liter-Maßstab ohne PC-Anbindung Technische Details SystemtypKomplettes Reaktorsystem für organische und wässrige Synthesen Reaktionsvolumen max.5.000 ml Nutzvolumen min.1.000 ml Nutzvolumen min. mit Temperaturfühler1.500 ml Material ReaktorgefäßBorosilikatglas 3.3, doppelwandig, mit Bodenauslass Flanschmaß ReaktorgefäßDN 150 Reaktordeckelöffnungen1 x NS 29/32 Mittelschliff, 2 x NS 29/32, 1 x NS 14/23 RührwerkEUROSTAR 60 digital Drehzahlbereich Rührwerk0/30 bis 2.000 U/min Max. Drehmoment an der Rührwelle60 Ncm Motorleistung (Aufnahme / Abgabe)176 W / 126 W RührwerkzeugSchrägblattrührer R 4013 SY, PTFE-ummantelt Vakuumtauglichkeitbis 3 mbar (über Rührwellenführung) Temperaturbereich (Material)-50 °C bis +200 °C Zulässige Umgebungstemperatur5 °C bis 40 °C Abmessungen Stativsystem (B x T x H)500 x 580 x 950 mm Lieferumfang 1 x SY Stativ 1 x Reaktorgefäß SY 5000 D (5.000 ml, Borosilikatglas 3.3, mit Bodenauslass) 1 x SY Klemme 150 1 x SY Spannring 150 1 x SY O-Ring 150 (FEP-beschichtet) 1 x Reaktordeckel SY 150.1 1 x Schrägblattrührer R 4013 SY (PTFE-ummantelt) 1 x Rührwerk EUROSTAR 60 digital 1 x Schnellspannfutter R 60 1 x Rührwellenführung Nicht enthalten sind Temperierschläuche zum Anschluss eines externen Umwälzthermostaten sowie der Thermostat selbst, beides wird für den temperierten Betrieb des Doppelmantels zusätzlich benötigt. Individueller Bedarf & Beschaffungsservice Für die Erweiterung des EasySyn 5000 Starter bieten wir über unseren Beschaffungsservice weiteres Original-Zubehör an, etwa zusätzliche Reaktorgefäße und Reaktordeckel, Rührwerkzeuge in anderen Ausführungen, Dichtungssätze sowie passende Umwälzthermostate zur Temperierung des Doppelmantels. Auch bei der Zusammenstellung eines vollständigen Temperiersystems, bei Ersatzteilen oder bei einem späteren Umstieg auf die EasySyn Advanced Baureihe unterstützen wir Sie gerne. Weitere Informationen und Kontaktmöglichkeiten finden Sie unter lt-laborhandel.de/service.
IKA Holder MV 1 Halterung für Messgefäße, 0020019816
Kinematische Fixierung und axiale Fluchtung In der instrumentellen Rheologie und der hochpräzisen Drehmomentmessung von strukturviskosen Fluiden ist die mechanische Stabilität des Messgefäßes die fundamentale metrologische Grundvoraussetzung. Der IKA Holder MV 1 fungiert als hochsteifes, mechanisches Brückenelement zur Fixierung spezifischer Messgefäße (MV) innerhalb des verfahrenstechnischen Aufbaus. Wenn Rührorgane oder Messkörper in hochviskosen Matrizes rotieren, entstehen gewaltige Torsionskräfte, die bestrebt sind, das gesamte Gefäß in eine Festkörperrotation zu zwingen. Die MV 1 Halterung blockiert dieses Drehmoment (Torque) durch einen starren Formschluss vollständig. Sie garantiert die absolute axiale Fluchtung (Zentrierung) zwischen der Rotationsachse des Antriebs und dem geometrischen Zentrum des Messgefäßes. Jede minimale Exzentrizität würde hier unweigerlich asymmetrische Schergradienten im Fluid erzeugen und die Reproduzierbarkeit der Viskositätsdaten massiv verfälschen. Schwingungsmechanik und Resonanzunterdrückung Hohe Rotationsgeschwindigkeiten in zähen oder heterogenen Medien generieren durch ungleichmäßige Strömungswiderstände hochfrequente, laterale Schwingungen. Die geometrische Architektur des IKA Holder MV 1 ist statisch exakt darauf berechnet, diese mechanischen Vibrationen zu absorbieren und nicht an das Stativsystem zu übertragen. Durch diese effektive Resonanzunterdrückung werden Störsignale (Noise) in den empfindlichen Drehmoment-Messzellen der angeschlossenen Rührwerke oder Rheometer physikalisch eliminiert. Das Signal-Rausch-Verhältnis (SNR) der rheologischen Messkurven wird dadurch signifikant optimiert. Materialintegrität und Ergonomie im Laboralltag Um den hohen mechanischen Belastungen dauerhaft standzuhalten und ein Verwinden (Torsion) unter Last auszuschließen, ist die Halterung aus massiven, industriellen Metalllegierungen gefertigt. Alle Oberflächen sind durch spezielle Veredelungsverfahren gegen die Einwirkung aggressiver Lösungsmittel, Säuredämpfe und Laugen geschützt. Die Konstruktion ermöglicht dem Anwender ein schnelles, reproduzierbares Einspannen und Lösen der Gefäße, was den Durchsatz bei seriellen Messreihen im regulierten QM-Umfeld massiv beschleunigt, ohne die mechanische Positioniergenauigkeit zu kompromittieren. Technische Details Produkttyp: Mechanische Gefäßhalterung (Receptacle) Kinematische Funktion: Fixierung gegen Torsionskräfte und Rotation Metrologischer Nutzen: Sichert die exakte axiale Fluchtung des Messgefäßes Schwingungsmechanik: Absorbiert laterale Vibrationen zur Stabilisierung von Messsignalen Kompatibilität: IKA Messgefäße der Serie MV 1 Material: Verwindungssteife, chemikalienresistente Metalllegierung Klemmmechanismus: Schnelles und zentriertes Einspannen ohne Werkzeug Installation: Zur Montage an Standard-Laborstativen oder IKA Systemaufbauten Lieferumfang 1 x IKA Holder MV 1 (Halterung) (Wichtiger Hinweis: Stativmaterial, Messgefäße sowie Rühr- und Messantriebe sind nicht im Lieferumfang enthalten!) Individueller Bedarf & Zubehör Der IKA Holder MV 1 ist ein reines mechanisches Fixierungselement. Um eine belastbare rheologische Messung durchzuführen, benötigen Sie zwingend das korrespondierende Messgefäß sowie ein Drehmoment-messendes Rührwerk oder Viskosimeter von IKA. Zur absolut vibrationsfreien Montage empfehlen wir zudem ein massives Doppelkreuzmuffen-System und ein schweres H-Stativ. Wenden Sie sich für die statisch einwandfreie Konfiguration Ihres Messaufbaus jederzeit an unseren spezialisierten Beschaffungsservice.
IKA EasySyn 5000 Advanced Synthesereaktor, Reaktorvolumen 5000 ml, RS232/USB, 0020113443
Am oberen Ende der EasySyn-Baureihe steht mit dem IKA EasySyn 5000 Advanced (0020113443) das größte und zugleich am besten ausgestattete Modell, ein komplettes Reaktorsystem für 5.000 Milliliter Reaktionsvolumen mit digitaler PC-Anbindung über RS232 und USB. Für den Übergang vom reinen Labor- in den Technikumsmaßstab, etwa bei der Herstellung größerer Kundenmuster, Formulierungsansätze oder Zulassungschargen, lässt sich der Prozess mit der Laborsoftware labworldsoft 6 automatisieren und lückenlos dokumentieren. Als größtes und zugleich am besten ausgestattetes Modell der gesamten Baureihe richtet sich der 5000 Advanced gezielt an Anwendungen, die sowohl ein großes Reaktionsvolumen als auch eine lückenlose digitale Prozessdokumentation über mehrere Chargen hinweg benötigen. 5-Liter-Reaktorgefäß mit DN 150-Flansch Das doppelwandige Reaktorgefäß SY 5000 D aus Borosilikatglas 3.3 verfügt über einen Bodenauslass mit gefederter Ventilspindel, die beim Öffnen und Schließen vor Glasbruch schützt, ein wichtiges Detail bei der größten Füllmenge der Baureihe. Die Flanschverbindung ist mit DN 150 auf das große Gefäß abgestimmt (SY Klemme 150, SY Spannring 150, FEP-beschichteter SY O-Ring 150). Der Reaktordeckel SY 150.1 bietet vier Öffnungen: einen NS 29/32 Mittelschliff für den Rührer sowie zwei weitere NS 29/32 und einen NS 14/23 Anschluss, etwa für Rückflusskühler oder einen zusätzlichen Temperaturfühler. Das Borosilikatglas 3.3 sowie der FEP-beschichtete O-Ring sind gegen ein breites Spektrum an Lösungsmitteln und Reagenzien beständig, auch bei anspruchsvollen Reaktionsmedien im 5-Liter-Maßstab. EUROSTAR 100 control für hohe Drehmomente bei großem Volumen Anstelle des einfachen EUROSTAR 60 digital der Starter-Variante treibt beim Advanced-Modell das Rührwerk EUROSTAR 100 control den PTFE-ummantelten Schrägblattrührer R 4013 SY an. Es deckt einen Drehzahlbereich von 0/30 bis 1.300 Umdrehungen pro Minute ab und liefert bis zu 100 Ncm Drehmoment an der Rührwelle, wichtig bei größeren Füllmengen und zäheren Reaktionsmedien. Zusätzlich zur RS232- und USB-Schnittstelle sind Zeitschaltuhr, Überlastungsschutz und eine Temperaturmessung direkt im Rührwerk integriert. Eine integrierte Drehmoment-Trendanzeige macht zudem Viskositätsänderungen während der Reaktion sichtbar, gerade bei den größeren Ansatzmengen im 5-Liter-Format ein nützlicher zusätzlicher Indikator. Entleerungsset LT 5.40 für den Wechsel großer Reaktorgefäße Zum Lieferumfang der Advanced-Ausführung gehört zusätzlich das Entleerungsset LT 5.40. Über eigene Ventile lässt sich die Temperierflüssigkeit aus dem Doppelmantel sauber und ohne Tropfverluste ablassen, was den Wechsel eines 5-Liter-Reaktorgefäßes deutlich vereinfacht, insbesondere wenn zwischen unterschiedlichen Chargen oder Reaktionsansätzen umgerüstet werden muss. Ohne dieses Set müsste die Temperierflüssigkeit vor jedem Wechsel manuell über die Schlauchanschlüsse abgelassen werden, bei der großen Füllmenge des 5-Liter-Doppelmantels ein spürbarer Zeitaufwand. Vakuum, Temperaturbereich und Nutzvolumen Über die Rührwellenführung ist ein Vakuumbetrieb bis 3 mbar möglich. Die verwendeten Materialien sind für einen Temperaturbereich von minus 50 bis plus 200 Grad Celsius freigegeben, die zulässige Umgebungstemperatur für den Betrieb selbst liegt zwischen 5 und 40 Grad Celsius. Nutzbar ist das 5.000-Milliliter-Gefäß ab einem Füllvolumen von 1.000 Millilitern, mit eingetauchtem Temperaturfühler steigt das nutzbare Mindestvolumen auf 1.500 Milliliter. Die Rührwellenführung (SY guide) dichtet die Rührwelle gegenüber dem Reaktordeckel ab und ist damit Voraussetzung für den Vakuumbetrieb bis 3 mbar. Ergonomisches Stativsystem mit schnellem Gefäßwechsel Das Stativ passt sich in der Arbeitshöhe an die Bedienperson an und erlaubt einen zügigen Austausch des 5-Liter-Reaktorgefäßes über die DN 150-Klemme. Zusammen mit dem im Lieferumfang enthaltenen Entleerungsset LT 5.40 lässt sich der Doppelmantel vor dem Gefäßwechsel rückstandsfrei entleeren, ein spürbarer Zeitvorteil beim größten und damit auch schwersten Reaktorgefäß der EasySyn-Baureihe. Typische Einsatzbereiche Als größtes und am besten ausgestattetes Modell der gesamten EasySyn-Baureihe eignet sich der EasySyn 5000 Advanced für Anwendungen, die sowohl großes Volumen als auch digitale Nachvollziehbarkeit verlangen: Transfer vom Labor- in den Technikums- oder Pilotmaßstab mit lückenloser Dokumentation Herstellung größerer Chargen für Kundenmuster, Formulierungsversuche oder Zulassungsunterlagen Automatisierte, mehrstufige Synthesen mit reproduzierbaren Reaktionsbedingungen über labworldsoft 6 Reaktionen mit hohem Wärmeaustauschbedarf dank großer Doppelmantelfläche und Entleerungsset Forschung und Prozessentwicklung mit erhöhtem Dokumentationsbedarf im größten EasySyn-Format Technische Details SystemtypKomplettes Reaktorsystem für organische und wässrige Synthesen Reaktionsvolumen max.5.000 ml Nutzvolumen min.1.000 ml Nutzvolumen min. mit Temperaturfühler1.500 ml Material ReaktorgefäßBorosilikatglas 3.3, doppelwandig, mit Bodenauslass Flanschmaß ReaktorgefäßDN 150 Reaktordeckelöffnungen1 x NS 29/32 Mittelschliff, 2 x NS 29/32, 1 x NS 14/23 RührwerkEUROSTAR 100 control Drehzahlbereich Rührwerk0/30 bis 1.300 U/min Max. Drehmoment an der Rührwelle100 Ncm Zusatzfunktionen RührwerkZeitschaltuhr, Überlastungsschutz, Temperaturmessung integriert SchnittstellenRS232 und USB Softwarekompatibilitätlabworldsoft 6 (separat erhältlich) RührwerkzeugSchrägblattrührer R 4013 SY, PTFE-ummantelt Vakuumtauglichkeitbis 3 mbar (über Rührwellenführung) Temperaturbereich (Material)-50 °C bis +200 °C Zulässige Umgebungstemperatur5 °C bis 40 °C Abmessungen Stativsystem (B x T x H)500 x 580 x 950 mm Lieferumfang 1 x SY Stativ 1 x Reaktorgefäß SY 5000 D (5.000 ml, Borosilikatglas 3.3, mit Bodenauslass) 1 x SY Klemme 150 1 x SY Spannring 150 1 x SY O-Ring 150 (FEP-beschichtet) 1 x Reaktordeckel SY 150.1 1 x Schrägblattrührer R 4013 SY (PTFE-ummantelt) 1 x Rührwerk EUROSTAR 100 control 1 x Schnellspannfutter R 60 1 x Entleerungsset LT 5.40 1 x Rührwellenführung Nicht enthalten sind Temperierschläuche zum Anschluss eines externen Umwälzthermostaten sowie der Thermostat selbst. Die Automatisierungssoftware labworldsoft 6 ist ebenfalls nicht Bestandteil des Lieferumfangs, sondern separat erhältlich. Individueller Bedarf & Beschaffungsservice Für die Erweiterung des EasySyn 5000 Advanced bieten wir über unseren Beschaffungsservice weiteres Original-Zubehör an, etwa zusätzliche Reaktorgefäße und Reaktordeckel, Rührwerkzeuge in anderen Ausführungen, Dichtungssätze, passende Umwälzthermostate zur Temperierung des Doppelmantels sowie die Automatisierungssoftware labworldsoft 6. Auch bei der Zusammenstellung eines vollständigen Temperiersystems oder bei Ersatzteilen unterstützen wir Sie gerne. Weitere Informationen und Kontaktmöglichkeiten finden Sie unter lt-laborhandel.de/service.
IKA LR 1000.70 Deckelhalter, für LR 1000 System, 0025003123
Statik und Schwerpunktverlagerung im Workflow In der chemischen Reaktionstechnik stellt das Handling des voll bestückten Reaktordeckels während der Probenentnahme, der Gefäßreinigung oder beim Batch-Wechsel ein erhebliches mechanisches Risiko dar. Der Deckel des IKA LR 1000 Systems fungiert als zentraler metrologischer Hub und ist massiv mit Instrumenten beladen: Ankerrührer, Strömungsbrecher, pH-Elektroden und Temperaturfühler sind gasdicht über die Normschliffe integriert. Wird dieser Aufbau demontiert, verlagert sich der Schwerpunkt durch die nach unten ragenden Rührorgane und Sensoren extrem ungünstig. Der IKA LR 1000.70 Deckelhalter ist ein statisch hochsteifes Ablagestativ, das genau diese kinetische Instabilität kompensiert. Die massive Bodenplatte und der vertikale Kragarm sind physikalisch so berechnet, dass sie das hohe Drehmoment des asymmetrisch beladenen Deckels (inklusive montierter Motorik) kippsicher und vibrationsfrei aufnehmen. Frakturprävention und metrologische Integrität Das Ablegen eines bestückten Reaktordeckels auf klassischen Laborarbeitsflächen führt unweigerlich zu massiven mechanischen Schäden. Die fragilen, ionenselektiven Glasmembranen der pH-Elektroden oder die langen Edelstahlschäfte der PT-100-Sensoren würden unter dem Eigengewicht des massiven Edelstahl-Reaktordeckels sofort frakturieren oder sich plastisch verformen (Biegemoment). Der LR 1000.70 Halter fixiert den Deckel in einer definierten Z-Höhe, wodurch alle in das Medium ragenden Instrumente absolut kontaktfrei und schwebend in der Luft gehalten werden. Dieser statische Schutz erhält die Systemkalibrierung der Fühler und verhindert katastrophale Sensorausfälle. Kontaminationsprävention und GLP-Ergonomie Neben dem mechanischen Schutz erfüllt der Deckelhalter eine zwingende analytische Hygienefunktion. Rührorgane, an denen nach der Synthese noch Reste von hochviskosen Polymeren oder Emulsionen anhaften, dürfen nicht in physischen Kontakt mit der Arbeitsumgebung kommen. Das freie Hängen im Deckelhalter verhindert die Kontamination (Carry-over) der Arbeitsfläche mit aggressiven oder toxischen Medien. Gleichzeitig wird ausgeschlossen, dass die frisch autoklavierten Werkzeuge vor dem nächsten Prozessschritt Stäube oder mikrobielle Keime vom Labortisch aufnehmen, was für das Einhalten strenger GLP/GMP-Richtlinien unerlässlich ist. Technische Details Produkttyp: Mechanischer Deckelhalter / Ablagestativ Statische Funktion: Kippsichere Fixierung asymmetrisch beladener Reaktordeckel Kinematik: Kompensation hoher Biegemomente durch optimierten Schwerpunkt Mechanischer Schutz: Verhindert Glasfrakturen an pH-Elektroden und Sensorverbiegungen Hygiene: Sichert die kontaktfreie Ablage kontaminierter oder steriler Rührorgane Kompatibilität: Exklusiv passend für Deckelsysteme des IKA LR 1000 (basic und control) Material: Massives, verwindungssteifes und chemikalienresistentes Industriemetall Installation: Autarkes Stand-alone-System für den Laborarbeitsplatz Lieferumfang 1 x IKA LR 1000.70 Deckelhalter (Stativ) (Wichtiger Hinweis: Reaktordeckel, Rührorgane, Sensoren sowie der Laborreaktor selbst sind nicht im Lieferumfang enthalten!) Individueller Bedarf & Zubehör Der LR 1000.70 Deckelhalter ist eine rein infrastrukturelle Ergänzung für den Laborarbeitsplatz und generiert seine Funktionalität ausschließlich im Zusammenspiel mit einem existierenden IKA LR 1000 Reaktorsystem. Für Labore mit hohem Probendurchsatz (High-Throughput), die mehrere Reaktorbehälter (LR 1000.1 oder LR 1000.3) im Wechselbetrieb auf einer Basisstation fahren, ist dieses Stativ absolut essenziell, um den mit Sensoren bestückten Deckel während des Batch-Wechsels sicher zu parken. Wenden Sie sich für die ergonomische Optimierung Ihrer Prozessanlagen jederzeit an unseren Beschaffungsservice.
IKA LR 1000.20 Strömungsbrecher, für LR 1000, 0004663200
Strömungsmechanik und Elimination des Vortex-Effekts In der chemischen Rührkesseltechnik führt die Rotation eines zentral angeordneten Rührorgans – insbesondere bei newtonschen Fluiden oder Medien mit niedriger bis mittlerer Viskosität – unweigerlich zur Ausbildung einer massiven Tangentialströmung. Das gesamte Fluid beginnt, als starrer Körper mit dem Rührer zu rotieren (Festkörperrotation). Die physikalische Folge ist die Entstehung einer tiefen, zentralen Trombe (Vortex-Effekt), durch die ungewollt Luftsauerstoff in das Medium eingesaugt wird, während die eigentliche makroskopische Durchmischung zum Erliegen kommt. Der IKA LR 1000.20 Strömungsbrecher (Baffle) ist das zwingend erforderliche verfahrenstechnische Bauteil, um dieses Strömungsphänomen zu durchbrechen. Als statisches Hindernis im Reaktionsraum blockiert er den laminaren tangentialen Fluss und zwingt den Photonen- und Stoffstrom in stark turbulente, axiale und radiale Vektoren. Dies erhöht die lokale Reynolds-Zahl drastisch, maximiert die Schergradienten und garantiert eine absolut homogene, blasenfreie Phasenverteilung im 1000-ml-Reaktor. Thermodynamische In-situ-Messung im turbulenten Kern Eine präzise chemische Synthese erfordert die exakte thermodynamische Überwachung der Reaktionstemperatur direkt im Kern des Mediums, weit entfernt von den thermischen Grenzschichten der beheizten Reaktorwand. Der LR 1000.20 Strömungsbrecher erfüllt hierzu eine hochintelligente Dualfunktion: Er fungiert nicht nur als mechanischer Störkörper, sondern ist konstruktiv als hohle Schutzhülse ausgelegt. Er dient der direkten, zentrierten Aufnahme von IKA Temperaturfühlern (wie dem PT 100.30). Durch diese Integration wird die Temperatur exakt in der durch den Brecher erzeugten Hochturbulenz-Zone gemessen, was thermische Latenzen (Verzögerungen) bei der Regelung der Heizleistung auf ein absolutes Minimum reduziert. Materialintegrität und hermetische Normschliff-Integration Um die Atmosphäre im Reaktor (Vakuum oder Inertgas) nicht zu kompromittieren, wird der Strömungsbrecher über einen präzisionsgeschliffenen Normschliff gasdicht in den Deckel des LR 1000 Laborreaktors integriert. Alle medienberührenden Oberflächen des Bauteils bestehen aus hochgradig korrosionsbeständigem Edelstahl AISI 316L (Werkstoffnummer 1.4404). Diese chemische Inertheit erlaubt den dauerhaften Einsatz in aggressiven Lösungsmitteln oder Säuren. Das totraumfreie, elektropolierte Monomaterial-Design verhindert zudem die Anhaftung mikrobiologischer Biofilme und ermöglicht eine lückenlose thermische Sterilisation im Autoklaven nach strengsten GLP-Richtlinien. Technische Details Produkttyp: Strömungsbrecher (Baffle) mit Sensoraufnahme Strömungsmechanische Funktion: Zerstörung laminarer Tangentialströmungen und Tromben Thermodynamischer Nutzen: Drastische Erhöhung der Mischkinetik und des Wärmeaustauschs Spezifisches Merkmal: Hohlschaft zur Integration von Temperaturfühlern (z. B. PT 100) Kompatibilität: IKA LR 1000 Laborreaktorsysteme Material: Massiver Edelstahl AISI 316L (W.-Nr. 1.4404) Montage: Gasdichte Integration über Normschliff-Ports im Reaktordeckel Chemische Beständigkeit: Absolute Resistenz gegen organische Lösungsmittel Vakuumtauglichkeit: Systemerhaltend durch exakte Passungen Hygiene: Vollständig autoklavierbar und chemisch sterilisierbar Lieferumfang 1 x IKA LR 1000.20 Strömungsbrecher (Edelstahl) (Wichtiger Hinweis: Der IKA LR 1000 Reaktorbehälter, Temperatursensoren sowie die Basisstation sind nicht im Lieferumfang enthalten!) Individueller Bedarf & Zubehör Der Strömungsbrecher entfaltet sein volles Potenzial erst, wenn er mit einem Messinstrument gekoppelt wird. Um die duale Funktion des Bauteils zu nutzen, benötigen Sie den passenden IKA PT 100.30 Temperaturmessfühler, welcher exakt in den Schaft des Brechers eingeführt wird. Bei der Verarbeitung von extrem hochviskosen Pasten mit dem Ankerrührer (LR 1000.10) ist der Strömungsbrecher physikalisch oft nicht notwendig und kann kollidieren; er ist primär für niedrig- bis mittelviskose Fluide in Kombination mit Propeller- oder Dissolver-Rührern konzipiert. Wenden Sie sich für die strömungsmechanisch fehlerfreie Konfiguration an unseren Beschaffungsservice.
IKA EasySyn 2000 Starter Synthesereaktor, Reaktorvolumen 2000 ml, 0020113438
Ab einem Reaktionsvolumen von zwei Litern rückt bei vielen Synthesen die Frage nach Scale-up-Verhalten, Durchmischung und Wärmeabfuhr zunehmend in den Vordergrund. Der IKA EasySyn 2000 Starter (0020113438) stellt dafür ein komplettes, sofort aufbaubares Reaktorsystem bereit, das Stativ, Reaktorgefäß und Rührwerk zu einer einsatzbereiten Einheit für 2.000 Milliliter Reaktionsvolumen zusammenfasst, ohne die Zusatzfunktionen und den höheren Preis der Advanced-Ausführung. Gegenüber den kleineren 500- und 1.000-Milliliter-Modellen der Baureihe verschiebt sich beim 2-Liter-Gefäß der Fokus deutlicher in Richtung Scale-up-relevanter Fragestellungen wie Wärmeabfuhr und Durchmischung größerer Volumina. Größeres Reaktorgefäß mit DN 150-Flansch Das doppelwandige Reaktorgefäß SY 2000 D aus Borosilikatglas 3.3 verfügt wie die kleineren EasySyn-Modelle über einen Bodenauslass mit gefederter Ventilspindel gegen Glasbruch. Wegen des größeren Volumens ist die Flanschverbindung hier auf DN 150 dimensioniert (SY Klemme 150, SY Spannring 150, FEP-beschichteter SY O-Ring 150), eine Nummerngröße über den 500- und 1.000-Milliliter-Varianten. Der Reaktordeckel SY 150.1 bietet vier Öffnungen: einen NS 29/32 Mittelschliff für den Rührer sowie zwei weitere NS 29/32 und einen NS 14/23 Anschluss für zusätzliches Zubehör wie Rückflusskühler oder Temperaturfühler. Das Borosilikatglas 3.3 ist gegen die meisten im Labor gebräuchlichen Lösungsmittel und Reagenzien beständig, über den Bodenauslass lässt sich das fertige Reaktionsprodukt direkt in ein Auffanggefäß ablassen. EUROSTAR 60 digital für größere Volumina Der PTFE-ummantelte Schrägblattrührer R 4012 SY, eine speziell für das 2-Liter-Gefäß angepasste, größere Rührergröße als bei den kleineren EasySyn-Modellen, wird vom Rührwerk EUROSTAR 60 digital angetrieben. Der bürstenlose Gleichstrommotor deckt einen Drehzahlbereich von 0/30 bis 2.000 Umdrehungen pro Minute ab und liefert bis zu 60 Ncm Drehmoment an der Rührwelle. Eine integrierte Drehmoment-Trendanzeige macht Viskositätsänderungen während der Reaktion sichtbar. Über das Schnellspannfutter R 60 lässt sich das Rührwerkzeug ohne zusätzliches Werkzeug wechseln. Der bürstenlose Gleichstrommotor (176 Watt Aufnahme, 126 Watt Abgabe) ist wartungsarm ausgelegt, da im Gegensatz zu bürstenbehafteten Motoren keine Kohlebürsten verschleißen und regelmäßig ersetzt werden müssen. Vakuum, Temperaturbereich und Nutzvolumen Eine spezielle Rührwellenführung macht das System für den Betrieb unter Vakuum bis 3 mbar tauglich. Die verwendeten Materialien sind für einen Temperaturbereich von minus 50 bis plus 200 Grad Celsius ausgelegt, die zulässige Umgebungstemperatur für den Betrieb selbst liegt zwischen 5 und 40 Grad Celsius. Nutzbar ist das 2.000-Milliliter-Gefäß ab einem Füllvolumen von 120 Millilitern, mit eingetauchtem Temperaturfühler steigt das nutzbare Mindestvolumen auf 400 Milliliter, deutlich mehr als bei den kleineren Gefäßgrößen der Baureihe. Für die reine Temperaturregelung wird zusätzlich ein externer Umwälzthermostat benötigt, der über die Anschlüsse des Doppelmantels mit dem Reaktorgefäß verbunden wird. Die Rührwellenführung (SY guide) übernimmt dabei die eigentliche Abdichtung der Rührwelle gegenüber dem Reaktordeckel. Ergonomisches Stativsystem für größere Gefäße Auch beim 2-Liter-Modell bleibt das Stativsystem ergonomisch: Die Arbeitshöhe passt sich der Bedienperson an, das Reaktorgefäß lässt sich über die DN 150-Klemme zügig lösen und austauschen. Da Klemme, Spannring, O-Ring und Reaktordeckel bei den beiden größeren EasySyn-Modellen (2.000 und 5.000 Milliliter) auf dasselbe DN 150-Flanschmaß abgestimmt sind, lassen sich Ersatzteile und Zubehör innerhalb dieser beiden Baugrößen unkompliziert austauschen, ein Vorteil für Labore, die beide Größen im Bestand führen. Was die Starter-Variante bewusst weglässt Der EasySyn 2000 Starter verzichtet auf das Entleerungsset LT 5.40 und auf eine RS232/USB-Schnittstelle am Rührwerk, beides Merkmale der Advanced-Ausführung. Für Labore, die primär rühren und unter Vakuum arbeiten wollen, ohne den Prozess digital zu protokollieren, ist das eine sinnvolle, kosteneffiziente Ausstattung. Ein externer Umwälzthermostat samt Temperierschläuchen wird in jedem Fall zusätzlich benötigt, um den Doppelmantel tatsächlich zu heizen oder zu kühlen. Typische Einsatzbereiche Mit 2.000 Millilitern Reaktionsvolumen deckt der EasySyn 2000 Starter den Übergang zwischen kleinem Labormaßstab und ersten, aussagekräftigeren Scale-up-Versuchen ab: Scale-up-Versuche zwischen Methodenentwicklung und Pilotmaßstab Herstellung größerer Musterchargen für nachgelagerte Analytik oder Formulierungsversuche Reaktionen mit erhöhtem Wärmeaustausch dank größerer Gefäßoberfläche Synthesen unter Vakuum, etwa zum Entgasen größerer Ansatzmengen Kosteneffizienter Einstieg in den 2-Liter-Maßstab ohne PC-Anbindung Technische Details SystemtypKomplettes Reaktorsystem für organische und wässrige Synthesen Reaktionsvolumen max.2.000 ml Nutzvolumen min.120 ml Nutzvolumen min. mit Temperaturfühler400 ml Material ReaktorgefäßBorosilikatglas 3.3, doppelwandig, mit Bodenauslass Flanschmaß ReaktorgefäßDN 150 Reaktordeckelöffnungen1 x NS 29/32 Mittelschliff, 2 x NS 29/32, 1 x NS 14/23 RührwerkEUROSTAR 60 digital Drehzahlbereich Rührwerk0/30 bis 2.000 U/min Max. Drehmoment an der Rührwelle60 Ncm Motorleistung (Aufnahme / Abgabe)176 W / 126 W RührwerkzeugSchrägblattrührer R 4012 SY, PTFE-ummantelt Vakuumtauglichkeitbis 3 mbar (über Rührwellenführung) Temperaturbereich (Material)-50 °C bis +200 °C Zulässige Umgebungstemperatur5 °C bis 40 °C Abmessungen Stativsystem (B x T x H)500 x 580 x 950 mm Lieferumfang 1 x SY Stativ 1 x Reaktorgefäß SY 2000 D (2.000 ml, Borosilikatglas 3.3, mit Bodenauslass) 1 x SY Klemme 150 1 x SY Spannring 150 1 x SY O-Ring 150 (FEP-beschichtet) 1 x Reaktordeckel SY 150.1 1 x Schrägblattrührer R 4012 SY (PTFE-ummantelt) 1 x Rührwerk EUROSTAR 60 digital 1 x Schnellspannfutter R 60 1 x Rührwellenführung Nicht enthalten sind Temperierschläuche zum Anschluss eines externen Umwälzthermostaten sowie der Thermostat selbst, beides wird für den temperierten Betrieb des Doppelmantels zusätzlich benötigt. Individueller Bedarf & Beschaffungsservice Für die Erweiterung des EasySyn 2000 Starter bieten wir über unseren Beschaffungsservice weiteres Original-Zubehör an, etwa zusätzliche Reaktorgefäße und Reaktordeckel, Rührwerkzeuge in anderen Ausführungen, Dichtungssätze sowie passende Umwälzthermostate zur Temperierung des Doppelmantels. Auch bei der Zusammenstellung eines vollständigen Temperiersystems, bei Ersatzteilen oder bei einem späteren Umstieg auf die EasySyn Advanced Baureihe unterstützen wir Sie gerne. Weitere Informationen und Kontaktmöglichkeiten finden Sie unter lt-laborhandel.de/service.
IKA Laborreaktor LR-2.ST the High-Performer, 500 bis 2000 ml, bis 150.000 mPas, 20013291
Zähe Schmelzen, konzentrierte Polymerlösungen oder pastöse Klebstoffformulierungen bringen viele Laborrührwerke an ihre Grenzen, lange bevor die eigentliche Rezeptur fertig ist. Der IKA Laborreaktor LR-2.ST the High-Performer (MPN 20013291) ist die leistungsstärkste Ausführung der LR-2.ST Reaktorplattform und verarbeitet Medien mit einer Viskosität von bis zu 150.000 mPas bei einem Nutzvolumen von 500 bis 2000 Millilitern. Er richtet sich an Labore, die regelmäßig mit extrem hochviskosen Medien arbeiten und dafür eine spürbar höhere Drehmomentreserve benötigen als die restlichen drei Ausführungen der Baureihe bieten. Als oberste Ausbaustufe der Plattform teilt er sich Reaktorgefäß, Stativsystem und Sicherheitskonzept mit den kleineren Varianten, unterscheidet sich aber in der Antriebsauslegung deutlich von diesen. Höchste Drehmomentstufe der LR-2.ST Baureihe Der High-Performer ist mit dem leistungsstärksten Laborrührwerk der LR-2.ST Plattform ausgestattet und deckt eine maximale Viskosität von 150.000 mPas ab, deutlich mehr als die 100.000 mPas des the Allrounder und die 50.000 beziehungsweise 70.000 mPas der beiden kleineren Ausführungen. Der Drehzahlbereich von 8 bis 290 Umdrehungen pro Minute bleibt dabei innerhalb der Baureihe konsistent, sodass sich Prozessparameter zwischen den vier LR-2.ST Ausführungen weiterhin vergleichen lassen. Die mikroprozessorgesteuerte Regelung hält die Drehzahl auch dann stabil, wenn ein Medium im Reaktionsverlauf spürbar eindickt oder aushärtet. Reaktorgefäß und Deckel wie in der übrigen Baureihe Das 2,0-Liter-Reaktorgefäß aus Borosilikatglas ist auf ein Nutzvolumen von 500 bis 2000 Millilitern ausgelegt und arbeitet in einem Temperaturbereich von Raumtemperatur bis 230 Grad Celsius bei einem erreichbaren Vakuum von 25 mbar. Der Reaktordeckel LR2.10 bietet drei Öffnungen im Normschliff NS 29/32 und zwei weitere im Normschliff NS 14/23 für Temperaturfühler, Rückflusskühler oder weiteres Zubehör. FFPM-Dichtungen (Perfluorelastomer) sorgen dafür, dass auch bei den hohen mechanischen Belastungen durch zähe Medien und im gesamten Temperaturbereich des Systems eine zuverlässige Abdichtung erhalten bleibt. Kompaktes Stativsystem für den stärksten Antrieb der Baureihe Mit Abmessungen von 460 x 1240 x 430 Millimetern, einem Teleskopfuß-Hub von 390 Millimetern und einem Gewicht von rund 25 Kilogramm nimmt der High-Performer trotz des stärkeren Antriebs keine größere Stellfläche ein als die übrigen LR-2.ST Ausführungen. Die abnehmbare Wireless-Bedieneinheit WiCo erlaubt die Steuerung außerhalb des Abzugs, was beim Rühren besonders zäher oder chemisch aggressiver Medien für zusätzlichen Abstand zum Reaktor sorgt. Zulässig sind Umgebungstemperaturen von 5 bis 40 Grad Celsius bei maximal 80 Prozent relativer Luftfeuchtigkeit, Werte, die ein normal klimatisierter Laborraum in aller Regel erfüllt. Fünf Deckelöffnungen für zusätzliche Sensorik Auch beim High-Performer stehen über den Reaktordeckel LR2.10 insgesamt fünf Normschliff-Öffnungen zur Verfügung. Gerade bei sehr zähen oder aushärtenden Medien ist eine engmaschige Temperaturüberwachung an mehreren Punkten des Reaktors oft sinnvoll, ebenso wie der Anschluss einer Gaszu- und -ableitung, wenn während der Reaktion Inertgas eingeleitet oder ein Lösemitteldampf abgeführt werden soll. Die freien Öffnungen lassen sich dafür flexibel mit passendem Zubehör bestücken. Für die anspruchsvollsten Viskositäten der Baureihe Wo the Compact Power, the Versatile und the Allrounder bei 50.000, 70.000 beziehungsweise 100.000 mPas an ihre Grenze stoßen, ist der High-Performer für Medien konzipiert, die auch jenseits dieser Werte noch kontrolliert gerührt werden müssen, etwa bei hochkonzentrierten Polymerlösungen, Schmelzklebstoffen oder pastösen Formulierungen kurz vor der endgültigen Konsistenz. Wer in einem Projekt absehen kann, dass die Viskosität regelmäßig im sechsstelligen mPas-Bereich liegen wird, spart sich mit dieser Ausführung den späteren Umstieg von einer kleineren LR-2.ST Variante. Typische Einsatzbereiche Der LR-2.ST the High-Performer eignet sich für Rühr- und Mischaufgaben am oberen Ende des Viskositätsspektrums, dort, wo andere Laborreaktoren an ihre Leistungsgrenze stoßen: Verarbeiten hochkonzentrierter Polymerlösungen und Polymerschmelzen im Labormaßstab Homogenisieren von Klebstoffen, Dichtmassen und anderen pastösen Formulierungen Chemische Synthesen mit starkem Viskositätsanstieg gegen Ende der Reaktion, etwa bei Polykondensationen Materialforschung an hochviskosen Rezepturen kurz vor deren finaler Konsistenz Scale-up-Vorversuche für Produktionsprozesse, in denen bereits im Labor extrem zähe Medien entstehen Spezialanwendungen, bei denen kleinere LR-2.ST Ausführungen aufgrund zu geringer Drehmomentreserve nicht mehr ausreichen Forschung an Hot-Melt-Systemen und anderen bei Raumtemperatur festen, im warmen Zustand hochviskosen Massen Qualitätssicherung an hochviskosen Chargen kurz vor der Freigabe, wenn die Konsistenz produktionsnah geprüft werden soll Technische Details Nutzvolumen500 bis 2000 ml Drehzahlbereich8 bis 290 U/min Max. Viskosität150.000 mPas ArbeitstemperaturbereichRaumtemperatur bis 230 °C Erreichbares Vakuum25 mbar Material (medienberührte Teile)Borosilikatglas, Edelstahl 1.4571, PTFE, FFPM Anschlüsse Reaktordeckel3 x NS 29/32, 2 x NS 14/23 Abmessungen (B x H x T)460 x 1240 x 430 mm Teleskopfuß-Hub390 mm Gewichtca. 25 kg Zulässige Umgebungstemperatur5 bis 40 °C Zulässige relative Luftfeuchtigkeitmax. 80 % SteuerungMikroprozessorgesteuert, mit Drehmoment-Trendanzeige FernbedienungAbnehmbare Wireless-Bedieneinheit (WiCo) Lieferumfang 1 x Stativsystem LR-2.SI 1 x Reaktordeckel LR2.10 1 x Reaktorgefäß aus Borosilikatglas, 2,0 Liter 1 x Ankerrührer 1 x Laborrührwerk der höchsten Leistungsstufe der LR-2.ST Baureihe 1 x Wireless-Bedieneinheit (WiCo) Individueller Bedarf & Beschaffungsservice Für den High-Performer bieten wir über unseren Beschaffungsservice zusätzliches Zubehör an, etwa weitere Reaktorgefäße, Temperaturfühler oder Dispergierwerkzeuge für die freien Deckelöffnungen. Auch bei Ersatzteilen für den Hochleistungsantrieb oder bei Fragen zur richtigen Auswahl innerhalb der LR-2.ST Baureihe unterstützen wir Sie gerne. Weitere Informationen und Kontaktmöglichkeiten finden Sie unter lt-laborhandel.de/service.
IKA EasySyn 2000 Advanced Synthesereaktor, Reaktorvolumen 2000 ml, RS232/USB, 0020113440
Im 2-Liter-Maßstab wird Scale-up-Arbeit oft erst richtig aussagekräftig, weil sich verfahrenstechnische Effekte wie Wärmeabfuhr, Durchmischungszeit und Rührleistung deutlicher zeigen als in den kleineren Gefäßgrößen der Baureihe, gleichzeitig steigen die Anforderungen an Dokumentation und Reproduzierbarkeit. Der IKA EasySyn 2000 Advanced (0020113440) kombiniert ein komplettes Reaktorsystem für 2.000 Milliliter Reaktionsvolumen mit einer digitalen Schnittstelle: Über RS232 und USB lässt sich das Rührwerk an einen PC anbinden und mit der Laborsoftware labworldsoft 6 automatisieren, ein wichtiges Kriterium, wenn Prozessdaten für spätere Auswertungen oder GLP-konforme Dokumentation lückenlos erfasst werden müssen. Im Vergleich zur Starter-Ausführung derselben Größe richtet sich das Advanced-Modell an Labore, die auf digitale Nachvollziehbarkeit ihrer Syntheseparameter angewiesen sind. 2.000-Milliliter-Reaktorgefäß mit DN 150-Flansch Das doppelwandige Reaktorgefäß SY 2000 D besteht aus Borosilikatglas 3.3 und verfügt über einen Bodenauslass mit gefederter Ventilspindel gegen Glasbruch. Die Flanschverbindung ist mit DN 150 eine Nummerngröße größer als bei den kleineren 500- und 1.000-Milliliter-Modellen der Baureihe dimensioniert (SY Klemme 150, SY Spannring 150, FEP-beschichteter SY O-Ring 150). Der Reaktordeckel SY 150.1 bietet vier Öffnungen: einen NS 29/32 Mittelschliff für den Rührer sowie zwei weitere NS 29/32 und einen NS 14/23 Anschluss, etwa für Rückflusskühler oder einen zusätzlichen Temperaturfühler. Wie bei den kleineren Modellen der Baureihe ist auch hier sowohl das Borosilikatglas als auch der FEP-beschichtete O-Ring gegen ein breites Spektrum an Lösungsmitteln beständig, ein wichtiger Faktor bei aggressiveren Reaktionsmedien im Scale-up. EUROSTAR 100 control: mehr Drehmoment und digitale Anbindung Anstelle des EUROSTAR 60 digital der Starter-Variante mit seinen 60 Ncm treibt beim Advanced-Modell das leistungsstärkere Rührwerk EUROSTAR 100 control den PTFE-ummantelten Schrägblattrührer R 4012 SY an. Es deckt einen Drehzahlbereich von 0/30 bis 1.300 Umdrehungen pro Minute ab und liefert bis zu 100 Ncm Drehmoment an der Rührwelle, mehr Reserve für zähere Medien im größeren Gefäß als beim EUROSTAR 60 digital der Starter-Variante. Zusätzlich zur RS232- und USB-Schnittstelle sind Zeitschaltuhr, Überlastungsschutz und eine Temperaturmessung direkt im Rührwerk integriert. Eine integrierte Drehmoment-Trendanzeige macht außerdem Viskositätsänderungen während der Reaktion sichtbar, ein nützlicher, zusätzlicher Indikator gerade bei größeren Ansatzmengen im 2-Liter-Maßstab, wenn sich die Rührcharakteristik im Laufe der Synthese verändert. Entleerungsset LT 5.40 für schnellen Chargenwechsel Zum Lieferumfang der Advanced-Ausführung gehört zusätzlich das Entleerungsset LT 5.40. Über eigene, dediziert dafür vorgesehene Ventile lässt sich die Temperierflüssigkeit rückstandsfrei aus dem Doppelmantel ablassen, was den Wechsel zwischen unterschiedlichen Reaktorgefäßen oder Versuchsreihen im 2-Liter-Maßstab spürbar beschleunigt, gerade dann relevant, wenn ein Reaktor im Tagesbetrieb mehrfach umgerüstet werden muss. Ohne dieses Set müsste die Temperierflüssigkeit vor jedem Gefäßwechsel umständlich über die Schlauchanschlüsse des Doppelmantels abgelassen werden. Vakuum, Temperaturbereich und Nutzvolumen Die Rührwellenführung erlaubt einen Vakuumbetrieb bis 3 mbar. Die verwendeten Materialien sind für Temperaturen von minus 50 bis plus 200 Grad Celsius freigegeben, die zulässige Umgebungstemperatur für den Betrieb selbst liegt zwischen 5 und 40 Grad Celsius. Nutzbar ist das Gefäß ab 120 Millilitern Füllvolumen, mit eingetauchtem Temperaturfühler steigt das nutzbare Mindestvolumen auf 400 Milliliter. Die Rührwellenführung (SY guide) dichtet die Durchführung der Rührwelle durch den Reaktordeckel ab und ist damit Voraussetzung für den Vakuumbetrieb. Ergonomisches Stativsystem mit schnellem Gefäßwechsel Das Stativ passt sich in der Arbeitshöhe an die Bedienperson an und erlaubt einen zügigen Austausch des 2-Liter-Reaktorgefäßes über die DN 150-Klemme. Zusammen mit dem Entleerungsset LT 5.40 lässt sich der Doppelmantel vor dem Gefäßwechsel rückstandsfrei entleeren, was gerade bei Scale-up-Versuchen mit mehreren aufeinanderfolgenden Ansätzen pro Tag Zeit spart. Typische Einsatzbereiche Mit digitaler Prozessdokumentation eignet sich der EasySyn 2000 Advanced besonders für Scale-up-Arbeiten mit erhöhtem Nachweisbedarf: Scale-up-Versuche mit lückenloser Prozessdokumentation über labworldsoft 6 Automatisierte Synthesen mit mehreren Reaktionsschritten und reproduzierbaren Bedingungen Herstellung größerer Musterchargen für Analytik, Formulierung oder Kundenmuster Verfahrensentwicklung mit häufigem Gefäßwechsel dank Entleerungsset LT 5.40 Übergang vom Labor- in Richtung Pilotmaßstab mit erhöhtem Dokumentationsbedarf Technische Details SystemtypKomplettes Reaktorsystem für organische und wässrige Synthesen Reaktionsvolumen max.2.000 ml Nutzvolumen min.120 ml Nutzvolumen min. mit Temperaturfühler400 ml Material ReaktorgefäßBorosilikatglas 3.3, doppelwandig, mit Bodenauslass Flanschmaß ReaktorgefäßDN 150 Reaktordeckelöffnungen1 x NS 29/32 Mittelschliff, 2 x NS 29/32, 1 x NS 14/23 RührwerkEUROSTAR 100 control Drehzahlbereich Rührwerk0/30 bis 1.300 U/min Max. Drehmoment an der Rührwelle100 Ncm Zusatzfunktionen RührwerkZeitschaltuhr, Überlastungsschutz, Temperaturmessung integriert SchnittstellenRS232 und USB Softwarekompatibilitätlabworldsoft 6 (separat erhältlich) RührwerkzeugSchrägblattrührer R 4012 SY, PTFE-ummantelt Vakuumtauglichkeitbis 3 mbar (über Rührwellenführung) Temperaturbereich (Material)-50 °C bis +200 °C Zulässige Umgebungstemperatur5 °C bis 40 °C Abmessungen Stativsystem (B x T x H)500 x 580 x 950 mm Lieferumfang 1 x SY Stativ 1 x Reaktorgefäß SY 2000 D (2.000 ml, Borosilikatglas 3.3, mit Bodenauslass) 1 x SY Klemme 150 1 x SY Spannring 150 1 x SY O-Ring 150 (FEP-beschichtet) 1 x Reaktordeckel SY 150.1 1 x Schrägblattrührer R 4012 SY (PTFE-ummantelt) 1 x Rührwerk EUROSTAR 100 control 1 x Schnellspannfutter R 60 1 x Entleerungsset LT 5.40 1 x Rührwellenführung Nicht enthalten sind Temperierschläuche zum Anschluss eines externen Umwälzthermostaten sowie der Thermostat selbst. Die Automatisierungssoftware labworldsoft 6 ist ebenfalls nicht Bestandteil des Lieferumfangs, sondern separat erhältlich. Individueller Bedarf & Beschaffungsservice Für die Erweiterung des EasySyn 2000 Advanced bieten wir über unseren Beschaffungsservice weiteres Original-Zubehör an, etwa zusätzliche Reaktorgefäße und Reaktordeckel, Rührwerkzeuge in anderen Ausführungen, Dichtungssätze, passende Umwälzthermostate zur Temperierung des Doppelmantels sowie die Automatisierungssoftware labworldsoft 6. Auch bei der Zusammenstellung eines vollständigen Temperiersystems oder bei Ersatzteilen unterstützen wir Sie gerne. Weitere Informationen und Kontaktmöglichkeiten finden Sie unter lt-laborhandel.de/service.
IKA LR 1000.40 Schaftaufnahme FFKM, Vakuum, für LR 1000, 0025001950
Polymerphysik und dynamische Systemabdichtung In der chemischen Reaktionstechnik unter extremen Milieubedingungen – wie bei hochaggressiven Lösungsmitteln, starken Säuren oder komplexen Synthesen unter Hochvakuum – stellt die physikalische Durchführung rotierender Werkzeugschäfte in den geschlossenen Reaktionsraum den kritischsten Punkt der Systemhermetik dar. Konventionelle O-Ringe aus FKM oder EPDM quellen durch die Lösungsmittelinterkalation auf, verlieren ihre molekulare Rückstellkraft oder werden chemisch zersetzt. Die IKA LR 1000.40 Schaftaufnahme ist daher mit hochspezialisierten dynamischen Dichtungselementen aus FFKM (Perfluorkautschuk) ausgestattet. Dieses Hochleistungselastomer vereint die absolute chemische Inertheit und thermische Stabilität von PTFE (Teflon) mit dem viskoelastischen, abdichtenden Gedächtnisverhalten klassischer Kautschuke. Diese Materialarchitektur garantiert, dass das Reaktorsystem auch bei der Verarbeitung hochkorrosiver Medien und unter ständiger mechanischer Reibung des rotierenden Schafts absolut vakuumdicht und leckagefrei bleibt. Kinematische Fluchtung und Tribologie Neben der thermodynamischen Isolierung erfüllt die Schaftaufnahme eine zwingende statische Funktion. Hochviskose strukturviskose Medien erzeugen bei der Rotation großer Rührorgane gewaltige radiale und tangentiale Strömungswiderstände. Diese übertragen massive laterale Scherkräfte (Biegemomente) auf den Edelstahlschaft. Die LR 1000.40 Aufnahme fungiert als starres mechanisches Brückenelement. Sie fixiert den Schaft absolut fluchtend (koaxial) in der Z-Achse und fängt die hydrodynamischen Vibrationen auf. Diese Resonanzunterdrückung ist tribologisch zwingend erforderlich: Jede Exzentrizität oder Unwucht des Rührers würde andernfalls die empfindlichen FFKM-Dichtlippen unter dem permanenten Vakuumdruck mechanisch aufreiben und die hermetische Barriere sofort zerstören. Thermodynamische Belastbarkeit im Reaktor-Setup Die Schaftaufnahme ist konstruktiv exakt auf das thermodynamische Leistungsspektrum des IKA LR 1000 Systems berechnet. Die massiven Edelstahlbauteile sowie die FFKM-Dichtungen widerstehen den normierten Maximaltemperaturen von 120 °C im Dauerbetrieb ohne plastische Deformation oder Verlust der Dichtigkeit. Die Montage erfolgt formschlüssig und absolut gasdicht direkt auf den genormten Durchführungen (Normschliff) des Reaktordeckels, was das sichere Arbeiten unter inerten Schutzgasatmosphären ermöglicht, um die Oxidation feuchtigkeitssensibler Polymerisationen auszuschließen. Technische Details Produkttyp: Mechanische Schaftaufnahme / Rührer-Adapter Verfahrenstechnische Funktion: Dynamische, gasdichte Wellendurchführung Dichtungsmaterial: FFKM (Perfluorkautschuk / Perfluorelastomer) Mechanisches Gehäuse: Massiver, chemikalienresistenter Edelstahl Chemische Resistenz: Maximale Beständigkeit gegen hochaggressive Lösungsmittel, Säuren und Laugen Vakuumtauglichkeit: Garantiert die absolute Systemhermetik bei hochtouriger Evakuierung Tribologie: Abriebfeste Dichtungslippen für kontinuierliche Wellenrotation Thermodynamische Belastbarkeit: Ausgelegt für Reaktortemperaturen bis 120 °C Kompatibilität: Exklusiv passend für Deckelsysteme des IKA LR 1000 Lieferumfang 1 x IKA LR 1000.40 Schaftaufnahme (inkl. FFKM-Dichtelementen) (Wichtiger Hinweis: Rührwellen, Sensoren sowie der LR 1000 Reaktorbehälter sind nicht im Lieferumfang enthalten!) Individueller Bedarf & Zubehör Die FFKM-Schaftaufnahme ist ein verfahrenstechnisches Verschleiß- und Brückenbauteil. Obwohl FFKM eine extreme chemische und mechanische Belastbarkeit aufweist, unterliegen auch diese dynamischen Dichtungen bei ständiger Reibung einem langwierigen tribologischen Verschleißprozess. Für Betriebe mit kontinuierlicher 24/7-Auslastung unter Hochvakuum empfehlen wir, die Dichtigkeit des Systems im Rahmen der GLP-Wartungsintervalle metrologisch zu prüfen. Wenden Sie sich für die Konfiguration Ihres Reaktor-Setups und den Bezug von FFKM-Ersatzdichtungen jederzeit an unseren spezialisierten Beschaffungsservice.