Bürkle Fasspumpe für konzentrierte Säuren und Laugen, 100 cm, 5762-0200
3.571,00 €
- Pumpenkörper aus PVDF für hochaggressive Säuren und Laugen
- Für Schwefel-, Salpeter- und Flusssäure sowie Natriumhypochlorit
- Elektrische Kreiselpumpe, Förderleistung ca. 80 l/min
- Zwei Eintauchtiefen, 100 und 120 cm, für Fässer bis 220 l
- 2 m langer Auslaufschlauch für flexibles Abfüllen
- Nicht für Salzsäure geeignet
Produktinformationen "Bürkle Fasspumpe für konzentrierte Säuren und Laugen, 100 cm, 5762-0200"
Schwefelsäure, Salpetersäure, Flusssäure oder Natriumhypochlorit greifen die meisten Kunststoffe stärker an als verdünnte Säuren. Die Fasspumpe für konzentrierte Säuren und Laugen ist deshalb baugleich zur Fasspumpe für Säuren und Laugen aufgebaut, hat aber einen Pumpenkörper aus PVDF statt Polypropylen. Zwei Eintauchtiefen, 100 und 120 Zentimeter, passen auf Standardfässer bis 220 Liter.
PVDF statt Polypropylen für hochaggressive Medien
Polyvinylidenfluorid (PVDF) ist chemisch beständiger als Polypropylen und macht die Pumpe für Medien einsetzbar, die eine reine PP-Pumpe auf Dauer angreifen würden. Bürkle nennt Schwefelsäure, Salpetersäure, Flusssäure und Natriumhypochlorit als typische Anwendungsfälle. Für Salzsäure ist auch diese Ausführung ausdrücklich nicht geeignet, die chemische Beständigkeit ist vor dem Einsatz anhand der Beständigkeitsliste des Herstellers zu prüfen.
Elektrische Kreiselpumpe mit etwas geringerer Förderleistung
Mit rund 80 Litern pro Minute liegt die Förderleistung knapp unter der PP-Ausführung mit 85 Litern pro Minute, der Unterschied ergibt sich aus dem PVDF-Pumpenkörper. Der 2 Meter lange Auslaufschlauch und das 41 Millimeter starke Tauchrohr entsprechen der Standardausstattung der Fasspumpen-Baureihe.
Zwei Eintauchtiefen für Standardfässer
Die 100-Zentimeter-Ausführung und die 120-Zentimeter-Ausführung unterscheiden sich ausschließlich in der Eintauchtiefe, alle übrigen technischen Werte sind bei beiden identisch. Das Tauchrohr lässt sich stufenlos auf die tatsächliche Fasstiefe einstellen.
Wann die Standardversion ausreicht
Für dünnflüssige Säuren wie Phosphorsäure, Chromsäure oder Akkusäure, bei denen Polypropylen chemisch ausreichend beständig ist, ist die Fasspumpe für Säuren und Laugen die kostengünstigere Wahl mit etwas höherer Förderleistung. Die PVDF-Ausführung lohnt sich dort, wo die konzentrierteren oder aggressiveren Medien zum Einsatz kommen.
Gewinde und Anschluss
Wie die PP-Ausführung nutzt auch diese Pumpe ein G-1-1/4-Zoll-Gewinde für die Fassverschraubung, nicht das bei anderen Bürkle-Fasspumpen übliche G-2-Zoll-Gewinde. Vor der Bestellung lohnt sich deshalb ein Blick auf die vorhandene Fassverschraubung, damit die Pumpe ohne zusätzlichen Adapter passt. Die gelbe Farbgebung ist bei beiden Ausführungen der Baureihe identisch und dient der schnellen optischen Unterscheidung von den anderen Fasspumpen-Serien im Regal.
Chemikalienschutz für Betrieb und Personal
Konzentrierte Säuren und Natriumhypochlorit zählen zu den Medien, bei denen ein Materialversagen an der Pumpe schnell zu einer Gefährdung für Personal und Umgebung wird. Der PVDF-Pumpenkörper reduziert dieses Risiko gegenüber einer PP-Ausführung, ersetzt aber nicht die übliche persönliche Schutzausrüstung und die sonstigen Vorgaben zum Umgang mit den jeweiligen Gefahrstoffen am Arbeitsplatz.
Beständigkeitsliste als letzte Prüfinstanz
Auch innerhalb der Gruppe der hochaggressiven Säuren und Laugen gibt es Konzentrationsunterschiede, die über die tatsächliche Materialbeständigkeit entscheiden. Vor dem erstmaligen Einsatz mit einem neuen Medium empfiehlt sich deshalb ein Blick in die Beständigkeitsliste des Herstellers, um Fehleinschätzungen zwischen ähnlich klingenden, aber chemisch unterschiedlich aggressiven Säuren zu vermeiden.
Elektrischer Antrieb für kontinuierliche Förderung
Auch bei der konzentrierten Ausführung läuft der Elektromotor der Kreiselpumpe kontinuierlich, solange Medium nachfließt, statt wie bei einer Handpumpe einzelne Hübe abzugeben. Das eignet sich besonders für Betriebe, die regelmäßig größere Mengen einer bestimmten konzentrierten Säure oder Lauge zwischen Fass und Prozessbehälter umpumpen.
Typische Einsatzbereiche
- Umpumpen hochaggressiver Säuren wie Schwefel-, Salpeter- oder Flusssäure
- Umfüllen von Natriumhypochlorit und vergleichbar aggressiven Laugen
- Größere Umfüllmengen aus Standardfässern bis 220 Liter
- Betriebe, in denen Polypropylen als Pumpenwerkstoff chemisch nicht ausreicht
Technische Details
| Anschlussart | Fassverschraubung |
| Gewinde | G 1 1/4 Zoll, Außengewinde |
| Förderleistung ca. | 80 l/min |
| Viskosität bis ca. | 500 mPa·s |
| Tauchrohr-Ø | 41 mm |
| Farbe | gelb |
| Länge Auslaufschlauch | 2 m |
| Für Behälter bis | ca. 220 l |
| Antriebsart | elektrisch |
| Pumpentyp | Kreiselpumpe |
| Eintauchtiefe justieren | stufenlos verstellbar |
| Material | Polyvinylidenfluorid (PVDF), Polypropylen (PP) |
Varianten im Überblick
| Artikelnummer | Eintauchtiefe max. |
| 5762-0200 | 100 cm |
| 5762-0201 | 120 cm |
Lieferumfang
- Fasspumpe für konzentrierte Säuren/Laugen in der gewählten Eintauchtiefe
Regulatorische Informationen
Die Fasspumpe für konzentrierte Säuren/Laugen ist ein Elektrogerät im Sinne des ElektroG. Hinweise zur Rückgabe stehen auf Umwelt und Entsorgung.
Service und Beschaffung
Für dünnflüssige, weniger aggressive Säuren reicht oft schon die Fasspumpe für Säuren und Laugen mit PP-Pumpenkörper. Für kleinere Mengen ohne Stromanschluss ist die Fasspumpe Ultrarein PTFE eine handbetätigte Alternative. LT Laborhandel bestellt beide Eintauchtiefen einzeln und berät bei der Auswahl anhand des abzufüllenden Mediums.