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Eppendorf Research plus Einkanalpipette, variabel, 100-1000 µL, blau, 3123000063

Produktinformationen "Eppendorf Research plus Einkanalpipette, variabel, 100-1000 µL, blau, 3123000063"

Wechselnde Probenmengen im selben Volumenbereich brauchen eine Pipette, die sich schnell und ohne Werkzeug umstellen lässt. Die Eppendorf Research plus Einkanalpipette deckt mit der variablen 100-1000 µL-Ausführung in blau genau diesen Bedarf ab, mit einem Inkrement von 1 µL und dem federnden Spitzenkonus, der den Kraftaufwand beim Spitzenaufsatz reduziert. Sie richtet sich an Arbeitsplätze, an denen Verdünnungsreihen oder unterschiedliche Probenvolumina im selben Ansatz vorkommen.

Typische Einsatzbereiche

Die Eppendorf Research plus 100-1000 µL eignet sich unter anderem für:

  • Medienwechsel in der Zellkultur
  • Pufferansätze und Reagenziendosierung im mittleren Volumenbereich
  • Probenaliquotierung und Probenvorbereitung
  • Befüllen von Reaktionsgefäßen und Küvetten

Ausstattung und Handhabung

Alle Research-plus-Pipetten bis 1 mL sind mit einem federnden Spitzenkonus ausgestattet, der den nötigen Kraftaufwand beim Spitzenwechsel reduziert. Innerhalb der Eppendorf-Pipettenfamilie zählt Research plus zu den leichtesten Modellen, ein Vorteil bei vielen aufeinanderfolgenden Pipettierschritten. Für Reinigung und Wartung lässt sich das Unterteil mit dem PerfectPiston-Kolben aus Fortron ohne Werkzeug rasch auseinanderbauen.

Eppendorf sieht für die Research-plus-Linie eine Anwenderjustierung als Sekundärjustierung vor, mit der sich die Pipette auf eine andere Flüssigkeit als Wasser einstellen lässt, ohne die Werkseinstellung dauerhaft zu verändern.

Auswahlhilfe innerhalb des Research-plus-Sortiments

Innerhalb der variablen Research-plus-Modelle unterscheiden sich die Volumenbereiche deutlich. Die folgende Übersicht zeigt benachbarte variable Ausführungen aus demselben Sortiment:

VolumenFarbcodeMPN
1-10 mLtürkis3123000080
2-20 µLhellgrau3123000098
2-20 µLgelb3123000039
30-300 µLorange3123000101

Welches Volumen im Einzelfall passt, richtet sich danach, welche Probenmengen und Reagenzienvolumina im jeweiligen Arbeitsschritt tatsächlich vorkommen. Ein zu groß gewähltes Volumen verschlechtert die relative Genauigkeit im unteren Skalenbereich, ein zu klein gewähltes Volumen erzwingt mehrere Pipettierschritte statt eines einzigen.

Research plus, Reference 2 und Xplorer im Vergleich

Wer sich zwischen den drei Eppendorf-Handpipetten-Linien entscheidet, sollte zuerst auf die Bedienung schauen. Research plus wird über ein mechanisches Stellrad justiert, ohne Elektronik, ohne Display, was sie robust und wartungsarm macht. Reference 2 ersetzt das Stellrad durch eine Ein-Knopf-Bedienung mit Digitalanzeige, praktisch für Labore mit häufig wechselnden Volumina und mehreren Anwendern am selben Gerät. Xplorer und Xplorer plus gehen noch einen Schritt weiter und pipettieren elektronisch programmierte Abläufe, inklusive Passwortschutz bei der Plus-Ausführung. Für einen klar abgegrenzten Volumenbereich in der Routine bleibt die mechanische Research-plus-Linie die unkomplizierteste Wahl.

Abgrenzung innerhalb des Research-plus-Sortiments

Passt der Volumenbereich dieser Pipette nicht zum kompletten Bedarf, lohnt sich der Blick auf benachbarte Research-plus-Modelle, zum Beispiel Eppendorf Research plus Einkanalpipette, variabel (1 - 10 mL), 3123000080 Eppendorf Pipette Research plus G, Einkanal, variabel, 2 - 20 µL, hellgrau, epT.I.P.S.-Box, 3123000098. So lässt sich eine passende Kombination aus mehreren Volumenbereichen zusammenstellen, ohne auf eine andere Bedienlinie zu wechseln.

Anwendung, Lagerung und Wartung

Ober- und Unterteil lassen sich zusammengesetzt bei 121 °C und 1 bar Überdruck für 20 Minuten autoklavieren, ein Zerlegen des Unterteils ist dafür nicht nötig. Filterhülse und Schutzfilter werden separat autoklaviert. Nach dem Autoklavieren muss nicht nachgefettet werden, eine gravimetrische Kontrolle der Genauigkeit danach ist empfehlenswert. Gelagert wird die Pipette ohne Transportverpackung zwischen minus 5 und 45 Grad Celsius bei 10 bis 95 Prozent relativer Luftfeuchte, im Betrieb gelten 5 bis 40 Grad Celsius im selben Feuchtebereich. Gewährleistungsansprüche laufen über den zuständigen Eppendorf-Vertragspartner, ausgeschlossen sind Schäden durch missbräuchliche Anwendung, unbefugtes Öffnen des Oberteils und der Verschleiß typischer Verschleißteile.

Fixvolumen oder variable Einstellung

Eine variable Pipette lohnt sich, sobald innerhalb eines Arbeitsablaufs unterschiedliche Volumina im selben Bereich gebraucht werden, etwa bei Verdünnungsreihen oder wechselnden Probenmengen. Das Stellrad erlaubt die Anpassung ohne Werkzeug und ohne Gerätewechsel. Wird dagegen dauerhaft nur ein einziges Volumen pipettiert, reduziert eine Fixvolumen-Pipette aus demselben Sortiment die Fehlerquelle einer versehentlichen Verstellung.

Häufige Fragen

Kann die 100-1000 µL-Ausführung im Autoklaven sterilisiert werden?
Ja, Ober- und Unterteil vertragen gemeinsam 121 Grad Celsius, 1 bar Überdruck und 20 Minuten Standzeit, ein Zerlegen des Unterteils ist dafür nicht nötig. Filterhülse und Schutzfilter werden getrennt autoklaviert.

Wie wird die Genauigkeit nach dem Autoklavieren geprüft?
Ein Nachfetten ist nicht erforderlich, eine gravimetrische Überprüfung nach dem Autoklavieren wird von Eppendorf trotzdem empfohlen, um die Genauigkeit zu bestätigen.

Wie wird das Volumen bei der variablen Ausführung eingestellt?
Über das mechanische Stellrad am Pipettenkopf, ohne Display und ohne Elektronik. Der eingestellte Wert bleibt bis zur nächsten Verstellung erhalten.

Welche Pipettenspitzen passen zur Eppendorf Research plus 100-1000 µL?
Laut Bedienungsanleitung epT.I.P.S. blau 71 mm (50-1000 µL).

Ist die Pipette ein In-vitro-Diagnostikum?
Laut Bedienungsanleitung ist die Research-plus-Linie für die kontaminationsarme Übertragung von Flüssigkeiten konzipiert, auch für Proben aus dem menschlichen Körper und Reagenzien im Rahmen einer in-vitro-diagnostischen Anwendung im Sinne der Richtlinie 98/79/EG.

An wen richten sich Gewährleistungsansprüche?
An den zuständigen Eppendorf-Vertragspartner. Ausgeschlossen sind Schäden durch missbräuchliche Anwendung, unbefugtes Öffnen des Oberteils sowie der Verschleiß typischer Verschleißteile.

Kann die Pipette nachjustiert werden, wenn sie von der Werkseinstellung abweicht?
Für die Research-plus-Linie ist laut Hersteller eine Sekundärjustierung vorgesehen. Details dazu regelt ein gesondertes Eppendorf-Justagedokument, das in dieser Faktenlage nicht im Volltext vorlag.

Wofür steht die IVD-Kennzeichnung der Research-plus-Linie?
Die Bedienungsanleitung nennt die Pipette generisch als In-vitro-Diagnostikum im Sinne der Richtlinie 98/79/EG, für die gesamte Research-plus-Linie. Eine artikelspezifische Bestätigung lag in dieser Faktenlage nicht vor.

Technische Details

LinieEppendorf Research plus
Ausführungvariabel
Volumen100-1000 µL
Inkrement1 µL
Farbcodeblau
Passende PipettenspitzeepT.I.P.S. blau 71 mm (50-1000 µL)
Prüfvolumen 100µLsystematische Messabweichung 3,0%/3,0µLzufällige Messabweichung 0,6%/0,6µL
Prüfvolumen 500µLsystematische Messabweichung 1,0%/5,0µLzufällige Messabweichung 0,2%/1,0µL
Prüfvolumen 1000µLsystematische Messabweichung 0,6%/6,0µLzufällige Messabweichung 0,2%/2,0µL
NormPrüfung nach ISO 8655

Lieferumfang

  • 1 Eppendorf Research plus Einkanalpipette (100-1000 µL, blau)

Individueller Bedarf & Beschaffungsservice

Für passende Pipettenspitzen, Ersatzteile oder weitere Volumenbereiche aus dem Research-plus-Sortiment unterstützt LT Laborhandel über den eigenen Beschaffungsservice unter lt-laborhandel.de/service.

Bedienung: mechanisch
Farbe: Blau
Kanalzahl: 1-Kanal
Volumenbereich: 100 µl - 1000 µl
Volumeneinstellung: variabel