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IKA Vortex 1, Reagenzglasschüttler, orbital, 4,5 mm Hub, 0004047700

Ursprünglicher Preis war: 401,00 €Aktueller Preis ist: 303,00 €. exkl. USt.
360,57  inkl. USt.

  • Orbitaler Reagenzglasschüttler für Einzelgefäße
  • Exakter Schüttelhub von vierkommafünf Millimetern
  • Hochfrequente Rotation bis 2850 Umdrehungen
  • Tribologische Touch Start Funktion bei Anpressdruck
  • Massives Zinkdruckgussgehäuse verhindert mechanische Resonanzen
  • Stufenlose Drehzahlregulierung via Drehpotentiometer
  • Herstellernummer (MPN): 0004047700 | EAN: 4053411005597

Vorrätig

SKU: lt-1788 Categories: , Marke:
Beschreibung

Kinematik der hydrodynamischen Vortex-Generierung

Die vollständige Resuspension von zentrifugierten Zell-Pellets oder die homogene Durchmischung hochviskoser Reagenzien in asymmetrischen Mikroreaktionsgefäßen (Eppendorf-Tubes) erfordert die Applikation einer hochfrequenten orbitalen Kinetik. Der IKA Vortex 1 operiert als dedizierter Reagenzglasschüttler, der eine exakt definierte orbitale Schwingweite (Hub) von 4,5 mm generiert. Angetrieben durch den Spaltpolmotor erreicht das System Drehzahlen von bis zu 2.850 Umdrehungen pro Minute. Diese brachiale zentrifugale Beschleunigung überträgt sich in Bruchteilen von Sekunden auf die flüssige Phase und generiert einen extrem tiefen hydrodynamischen Strömungstrichter (Vortex). Die Fliehkräfte pressen das Fluid an die Gefäßwandungen aufwärts, wodurch die innere Grenzflächenreibung maximiert und ein quantitativer Stoffaustausch erzwungen wird, ohne makroskopische Rührwerkzeuge in das Medium einführen zu müssen.

Tribologische Systemaktivierung und Touch-Kinetik

In High-Throughput-Assays der Molekularbiologie muss der manuelle Workflow zur Durchmischung von Proben energetisch und zeitlich minimiert werden. Der Vortex 1 verfügt über eine rein tribologisch initiierte Start-Architektur (Touch-Funktion). Der Motor ist in einem elektromechanischen Ruhezustand (Standby), bis der Anwender das Reaktionsgefäß mit einem minimalen axialen Druck auf den elastischen Silikonaufsatz presst. Diese mechanische Z-Achsen-Verschiebung schließt den Stromkreis und induziert augenblicklich das maximale Torsionsmoment des Motors. Sobald die manuelle Druckkraft entfernt wird, unterbricht das System die Rotation verzögerungsfrei. Die Justierung der Rotationsfrequenz erfolgt dabei metrologisch stufenlos über einen analogen Drehpotentiometer von 1.000 bis 2.850 U/min, um die Kinetik an unterschiedliche Viskositäten oder Gefäßgeometrien (bis max. 30 mm Durchmesser) zu adaptieren.

Systemstatik und mechanische Schwingungsdämpfung

Die permanente Applikation von 2.850 orbitalen Richtungswechseln pro Minute bei einem Hub von 4,5 mm induziert massive asymmetrische Radialkräfte auf das Chassis. Eine unzureichende Systemstatik würde durch diese Vektoren sofort in eine Resonanzkatastrophe übergehen (Wandern des Gerätes auf dem Labortisch). Der Vortex 1 kompensiert diese makromechanischen Schwingungen durch ein Gehäuse aus massivem Zinkdruckguss. Dieses extrem hohe spezifische Eigengewicht (1,2 kg bei hochkompakten Dimensionen) in Kombination mit adhäsiven Elastomer-Standfüßen absorbiert die kinetischen Gegenkräfte vollständig. Das System verbleibt selbst bei maximaler Frequenzuntersetzung und asymmetrischer Belastung absolut stationär auf der Arbeitsfläche.

Technische Details

Kinematik & Strömungsmechanik

  • Schüttelbewegung: Orbital
  • Schüttelhub (Schwingweite): 4,5 mm
  • Zulässiges Schüttelgewicht (inklusive Aufsatz): 0,1 kg
  • Max. Gefäßdurchmesser: 30 mm (kompatibel für Tubes und Falcon-Röhrchen)
  • Drehzahlbereich: 1.000 – 2.850 rpm
  • Drehzahlanzeige: Skala (0 – 6)

Metrologie & Systemsteuerung

  • Betriebsart: Ausschließlich Touch-Betrieb (Druckaktivierung)
  • Drehzahlsteuerung: Stufenloser analoger Drehpotentiometer
  • Motorprinzip: Spaltpolmotor
  • Motorleistung Aufnahme / Abgabe: 21 W / 1,2 W

System-Infrastruktur & Dimensionen

  • Systemmaße (B x H x T): 95 x 70 x 110 mm
  • Maschinengewicht: 1,2 kg
  • Gehäusematerial: Massiver Zinkdruckguss (pulverbeschichtet)
  • Aufsatzmaterial: Elastisches Polymer/Silikon

Sicherheit & Umgebungsbedingungen

  • Zulässiger Umgebungstemperaturbereich: 5 – 40 °C
  • Zulässige relative Luftfeuchtigkeit: max. 80 %
  • Schutzart (nach DIN EN 60529): IP 40

Elektrik & Konnektivität

  • Spannung: 100 – 240 V
  • Frequenz: 50/60 Hz
  • Geräteaufnahmeleistung: max. 21 W

Lieferumfang

  • 1 x IKA Vortex 1 Reagenzglasschüttler
  • 1 x Standard-Aufsatz (fest integriert) für Gefäße bis Ø 30 mm
  • 1 x Steckernetzteil (inkl. Adapter)

Wichtiger Hinweis: Der Vortex 1 operiert ausschließlich im Touch-Modus zur Einzelgefäß-Homogenisierung. Ein Dauerbetrieb (ohne manuellen Anpressdruck) oder die Nutzung von flächigen Mikrotiterplatten-Aufsätzen ist bei dieser kompakten Hardware-Architektur nicht möglich. Für den stationären Dauerbetrieb beschaffen Sie zwingend den IKA Vortex 3.

Individueller Bedarf & Zubehör

Der Vortex 1 ist als “Point-of-Use” Instrument konzipiert und wird als in sich geschlossenes System ohne wechselbare Peripherie ausgeliefert. Sollten in Ihrem Labor-Workflow neben einzelnen Falcon-Tubes häufig auch vollständige 96-Well-Mikrotiterplatten oder mehrere Erlenmeyerkolben simultan aufgeschüttelt werden müssen, ist die strömungsmechanische Kapazität des Vortex 1 nicht ausreichend. Für diese komplexen Multiplex-Assays empfehlen wir den Umstieg auf den voll ausgestatteten IKA Vortex 3 oder den MS 3 basic, für die unser Beschaffungsservice jederzeit metrologisch kompatible Schaumstoff-Inserts anbietet.