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In der anspruchsvollen Materialforschung, der toxikologischen Analytik und der pharmazeutischen Qualitätskontrolle ist die Trockenvermahlung von harten, spröden oder faserigen Proben ein physikalischer Stresstest für das Probenmaterial. Die Umwandlung von kinetischer Rotationsenergie in mechanische Zerkleinerungsarbeit (Prall- und Schnittkräfte) generiert unweigerlich massive Reibungswärme im Mahlraum. Für thermolabile Analyten – wie flüchtige organische Verbindungen (VOCs), temperaturempfindliche Vitamine oder aktive pharmazeutische Wirkstoffe (APIs) – ist dieser unkontrollierte Temperaturanstieg fatal und führt zur irreversiblen Denaturierung oder zum Ausgasen. Um diese methodische Fehlerquelle vollständig zu eliminieren, hat IKA die hochspezialisierte MultiDrive MI 250 T S Mahlkammer entwickelt. Das “T” in der Nomenklatur steht für den integrierten Temperatursensor. Diese 250 ml fassende Hightech-Kammer transformiert Ihre Mühle in ein prozessüberwachtes, analytisch hochsicheres Zerkleinerungssystem.
Das technologische Herzstück der MI 250 T S ist die nahtlose, intelligente Kommunikation zwischen dem Edelstahl-Mahlgefäß und der Antriebseinheit. Im massiven Boden des Gefäßes ist ein hochpräziser Temperatursensor verbaut, der die thermische Belastung der Probe während des hochtourigen Mahlprozesses kontinuierlich in Echtzeit misst. Die Datenübertragung zur zwingend erforderlichen IKA MultiDrive control Mühle erfolgt dabei völlig berührungslos über modernste RFID-Technologie (Radio-Frequency Identification). Dieser physikalische Aufbau ist elementar, da fehleranfällige Schleifkontakte oder mechanische Steckverbindungen, die beim Spülen korrodieren könnten, komplett entfallen. Über das Display des Antriebs definieren Sie ein striktes, probenspezifisches Temperaturlimit. Sobald die kritische thermische Schwelle erreicht wird, greift die Elektronik proaktiv ein und stoppt den Antrieb oder reduziert die Drehzahl, lange bevor thermische Schäden an Ihrer wertvollen Probe entstehen können.
Neben der Temperaturüberwachung löst das Gefäß das größte arbeitsschutzrechtliche Problem der Trockenvermahlung: Die Aerosolbildung. Das Kürzel “S” (Sealed) kennzeichnet das innovative Dichtungs- und Druckausgleichssystem der Kammer. Werden extrem feine Stäube generiert oder Proben unter Zugabe von Trockeneis (Kryogenmahlung) vermahlen, entsteht im Gefäßinneren ein massiver Überdruck. Besonders die Sublimation von festem CO₂ zu Gas vergrößert das Volumen schlagartig. Ohne Druckentlastung würde das Gefäß undicht werden oder platzen. Die MI 250 T S verfügt über ein intelligentes Ausgleichsventil im Deckel, kombiniert mit einer speziellen mikroporösen Schaumstoff-Barriere. Diese Barriere hält das mikrofeine, oft toxische Probenmaterial zu einhundert Prozent im Gefäß (Containment), während der überschüssige Gasdruck sicher entweichen kann. Dies schützt das Laborpersonal vor gefährlichen Stäuben und verhindert zeitgleich den quantitativen Verlust des Analyten.
Trotz der feinen Sensortechnik ist die MI 250 T S ein robustes Kraftpaket, das auf dem hocheffizienten Impact-Prinzip (Schlagmahlung) basiert. Ein massiver Schläger aus extrem verschleißfestem Edelstahl (1.4034) zertrümmert bei Hochgeschwindigkeit mühelos Ausgangsmaterialien mit einer Korngröße von bis zu 7 mm und einer Härte von 5 Mohs. Um die Temperatur bereits physikalisch so gering wie möglich zu halten, bevor der Sensor überhaupt eingreifen muss, bietet die Kammer zwei professionelle Kühlwege: Sie kann aktiv über einen externen Mantel mit Kühlwasser durchströmt werden, oder sie wird direkt im Innenraum mit Trockeneis befüllt. Die FDA-konformen, medienberührenden Oberflächen aus Edelstahl (1.4301) und chemisch beständigem Silikon gewährleisten dabei absolute Reinheit. Für eine lückenlose, GLP-konforme (Good Laboratory Practice) Dekontamination lässt sich der Schläger komplett und werkzeuglos demontieren, was gefährliche Kreuzkontaminationen (Carry-over) bei Serienanalysen absolut sicher ausschließt.
(Wichtiger Hinweis: Die zwingend erforderliche IKA MultiDrive control Antriebseinheit ist nicht im Lieferumfang enthalten!)
Die MI 250 T S entfaltet ihre technologischen Schutzfunktionen ausschließlich im Zusammenspiel mit dem Premium-Antrieb IKA MultiDrive control (die “basic” Version verfügt über keinen RFID-Empfänger und kann die Temperaturdaten nicht auslesen). Sollten Sie für extrem faseriges Material (wie Zellulose oder zähe Pflanzenfasern) eher eine schneidende als eine schlagende Wirkung benötigen, lässt sich das Gefäß problemlos mit dem als Zubehör erhältlichen Sternmesser (Star knife) aufrüsten. Wenden Sie sich jederzeit an unseren hochspezialisierten Beschaffungsservice für eine fachgerechte und verfahrenstechnisch fundierte Konfiguration Ihres Mühlen-Systems.
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