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IKA MultiDrive MI 250.3 Schläger, Wolframkarbid, 0020023168

Ursprünglicher Preis war: 366,00 €Aktueller Preis ist: 292,80 €. exkl. USt.
348,43  inkl. USt.

  • Schläger aus massivem Wolframkarbid
  • Für extrem harte spröde Matrizes
  • Verhindert Eisen und Chrom Kontamination
  • Maximale tribologische Abrasionsresistenz
  • Zerkleinerung durch massive Prallenergie
  • Passgenau für MI 250 Mahlkammer
  • Herstellernummer (MPN): 0020023168 | EAN: 4053411051525
SKU: lt-9800 Categories: , Marke:
Beschreibung

Festkörperphysik und tribologische Resistenz

In der geochemischen Analytik, der Metallurgie und der Baustoffprüfung stößt die Aufschließung von extrem harten, mineralischen oder keramischen Probenmatrizes an fundamentale physikalische Grenzen. Standard-Mahlwerkzeuge aus Edelstahl erleiden bei Matrizes mit einer Mohshärte von über 6 massive tribologische Verformungen und extremen Materialabrieb. Der IKA MultiDrive MI 250.3 Schläger besteht vollständig aus Wolframkarbid (Tungsten Carbide, WC). Diese intermetallische Hartmetallverbindung zeichnet sich durch eine extreme strukturelle Dichte und eine Härte aus, die auf der Mohs-Skala Werte von bis zu 9,5 erreicht (unmittelbar unter Diamant). Diese werkstoffkundliche Überlegenheit macht das Werkzeug absolut immun gegen plastische Deformationen durch abrasive Mikrokollisionen mit harten Erzen, Quarziten, Gläsern oder Schlacken.

Kinetik der extremen Prallzerkleinerung

Das physikalische Prinzip der Zerkleinerung bleibt identisch zum Standardschläger: Angetrieben mit bis zu 30.000 Umdrehungen pro Minute durch das MultiDrive System, transformiert der MI 250.3 die Rotationsenergie in massive kinetische Prallenergie. Aufgrund der extremen Härte und des sehr hohen spezifischen Gewichts von Wolframkarbid ist der mechanische Impuls, der beim Aufprall auf das Probenmaterial übertragen wird, signifikant starrer und energetisch verlustfreier als bei elastischeren Stahllegierungen. Die Gitterstrukturen selbst extrem spröder, kristalliner Festkörper werden durch die eintreffenden Stoßwellen in Millisekundenbruchteilen zertrümmert und in eine hochfeine, analytisch verwertbare Pulvermatrix überführt.

Analytische Reinheit und Eisen-freie Vermahlung

Ein zentrales Problem der Spurenanalytik (beispielsweise mittels ICP-OES oder RFA) ist die Probenkontamination durch den Abrieb des Mahlwerkzeugs (Carry-over). Die Vermahlung harter Gesteine mit Edelstahlwerkzeugen führt unweigerlich zu einer massiven Einschleppung von Eisen-, Chrom- und Nickel-Ionen, was die quantitative Elementanalytik dieser Metalle in der Probe verfälscht oder unmöglich macht. Der Einsatz des MI 250.3 Wolframkarbid-Schlägers eliminiert diese spezifische Schwermetallkontamination physikalisch vollständig. Das Probenmaterial wird lediglich minimal mit Wolfram und Kohlenstoff dotiert, was für die meisten eisenfokussierten geologischen oder metallurgischen Analysen metrologisch irrelevant ist.

Technische Details

  • Produkttyp: Schläger für extreme Prallzerkleinerung (Wechselwerkzeug)
  • Materialausführung: Wolframkarbid (Tungsten Carbide, Hartmetall)
  • Verfahrenstechnisches Prinzip: Prall- und Schlagzerkleinerung (Impact Milling)
  • Physikalischer Anwendungsbereich: Extrem harte und spröde Matrizes (Erze, Glas, Keramik)
  • Härtegrad des Werkstoffs: ca. 9 bis 9,5 nach Mohs
  • Analytischer Vorteil: Verhinderung von Eisen-, Chrom- und Nickel-Kontaminationen
  • Kompatibilität (Gefäß): Exklusiv passend für IKA MultiDrive MI 250 Mahlkammer
  • Kompatibilität (Antrieb): IKA MultiDrive basic und MultiDrive control
  • Montage: Werkzeugloser, formschlüssiger Wechsel im Mahlgefäß

Lieferumfang

  • 1 x IKA MultiDrive MI 250.3 Schläger (Wolframkarbid)

(Wichtiger Hinweis: Die MultiDrive Antriebseinheit sowie die MI 250 Mahlkammer sind nicht im Lieferumfang enthalten!)

Individueller Bedarf & Zubehör

Der MI 250.3 Schläger ist die absolute High-End-Lösung für härteste Materialien. Um die analytische Integrität des Systems bei der Eisen-freien Vermahlung konsequent aufrechtzuerhalten, ist es zwingend erforderlich, dass nicht nur der Schläger, sondern auch die Mahlkammer selbst keine Eisen-Kontamination verursacht. Wolframkarbid ist zwar extrem hart, jedoch aufgrund seiner kristallinen Struktur empfindlicher gegen Biege- oder Hebelkräfte als duktiler Edelstahl. Das Werkzeug darf niemals gewaltsam im Gefäß verkantet werden. Wenden Sie sich für die metrologisch korrekte Konfiguration Ihrer Mahlsysteme jederzeit an unseren Beschaffungsservice.