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Die Zufuhr extrem hoher thermischer Energie in chemische Reaktionssysteme erfordert Materialarchitekturen, die thermophysikalisch resistent gegen massive Temperaturgradienten sind. Der IKA C-MAG HS 7 control nutzt eine monolithische Aufstellfläche aus glasharter, amorpher Industriekeramik (180 x 180 mm). Diese mikrostrukturierte Keramikplatte zeichnet sich nicht nur durch eine absolute chemische Inertheit gegenüber hochkorrosiven Säuren, Halogenen und Basen aus, sondern fungiert als exzellenter Infrarot-Transmitter. Mit einer massiven Heizleistung von 1000 Watt generiert das System Oberflächentemperaturen von bis zu 500 °C. Die thermische Energie wird hierbei nicht primär durch reine Wärmeleitung (Konduktion), sondern mit einem hohen Anteil an Infrarot-Strahlung tief in die Glasmatrix des Reaktionsgefäßes eingekoppelt. Dies minimiert die thermodynamische Latenz und ermöglicht extrem steile Aufheizraten für hochsiedende Lösungsmittel oder Schmelzaufschlüsse.
Die physikalische Durchmischung strukturviskoser Fluide bis zu einem makroskopischen Volumen von 20 Litern erfordert ein konstantes, schlupffreies Torsionsmoment. Das System generiert ein starkes elektromagnetisches Wechselfeld, das den Rührstab im Medium mit 50 bis 1.500 Umdrehungen pro Minute stufenlos synchronisiert. Die elektronische Motorsteuerung kompensiert rheologische Widerstände in Echtzeit. Eine fundamentale analytische Funktion dieses kybernetischen Modells ist die Erfassung des relativen Drehmoment-Trends (Torque Trend). Das System misst die elektromagnetische Phasenverschiebung, die durch Viskositätsänderungen im Fluid während molekularer Polymerisations-, Vernetzungs- oder Kristallisationsprozesse induziert wird, und bildet diese Vektoränderung direkt auf dem hochauflösenden LCD-Display ab.
Um das elektronische Zentrum in toxischen oder hochkorrosiven Laborumgebungen zu schützen, ist das gesamte Bedien-Interface hinter einem monolithischen, chemisch resistenten Echtglas (Hardened Glass) isoliert. Die thermodynamische Kontrolle im Medium erfolgt über eine PID-Kaskadenregelung in direkter Kopplung mit dem beiliegenden PT 1000-Temperaturfühler, wodurch thermischer Overshoot (Temperaturüberschwingen) physikalisch eliminiert wird. Ein unabhängiger, hardwarebasierter Sicherheitskreis (stufenlos justierbar von 100 bis 650 °C) und das optische IKA SmartTemp® Warnsystem garantieren die absolute arbeitsmedizinische Sicherheit, indem sie vor latenter Infrarot-Restwärme der Keramikmatrix warnen, selbst wenn die primäre Energiezufuhr bereits getrennt wurde.
(Wichtiger Hinweis: Stativstangen und Muffen zur vertikalen Arretierung des PT-1000-Fühlers im Zentrum des Strömungsvortex sind nicht im Lieferumfang enthalten!)
Der C-MAG HS 7 control ist ein thermodynamisches Hochleistungsinstrument, das seine Regelpräzision ausschließlich durch die exakte Positionierung der Sensorik entfaltet. Um die PID-Regelung zu schließen, muss der mitgelieferte PT-1000-Fühler zwingend frei in der flüssigen Phase positioniert werden. Hierfür ist die vertikale Arretierung mittels IKA Stativstange (H 16 V) und Kreuzmuffe (H 44) unerlässlich. Ein Kontakt des Fühlers mit der heißen Gefäßwand würde den kybernetischen Regelkreis verfälschen. Für stark ätzende Medien, die Edelstahl angreifen, empfehlen wir den Wechsel auf den glasummantelten PT 1000.70 Fühler. Wenden Sie sich für die thermodynamisch korrekte Konfiguration jederzeit an unseren Beschaffungsservice.
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