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Die Applikation extremer thermischer Gradienten auf Reaktionsgefäße erfordert Materialarchitekturen, die thermophysikalisch absolut resistent gegen hohe Temperaturdifferenzen und Korrosion sind. Die IKA C-MAG HP 4 operiert als reine Laborheizplatte (ohne elektromagnetische Rührkinematik) und nutzt eine monolithische Aufstellfläche (100 x 100 mm) aus glasharter, amorpher Industriekeramik. Diese mikrostrukturierte Silikatplatte ist physikalisch inert gegenüber hochkorrosiven Säuren, Halogenen oder Laugen und fungiert als hocheffizienter Infrarot-Transmitter. Mit einer Heizleistung von 250 Watt treibt das System die Oberflächentemperatur auf bis zu 500 °C. Die thermische Energie wird hierbei nicht primär durch konduktive Wärmeleitung übertragen, sondern durch einen extrem hohen Anteil an Infrarot-Strahlung tief in die Glasmatrix des aufgestellten Reaktionsgefäßes eingekoppelt. Dies minimiert thermodynamische Latenzen bei der Erhitzung von Mikro- und Makrovolumina drastisch.
Die Steuerung der thermischen Vektoren übernimmt ein integrierter PID-Mikroprozessor. Die metrologische Kontrolle erfolgt über ein hochauflösendes LCD-Display, welches die digitale Soll-Temperatur exakt ausweist. Der Regelkreis moduliert die elektrische Heizleistung der 250-W-Widerstandsheizung in Echtzeit und dosiert die Energiezufuhr antizipativ, um thermischen Overshoot (Temperaturüberschwingen) der Keramikplatte zu verhindern. Diese Architektur garantiert eine reproduzierbare thermische Umgebung für den Destillations- oder Aufschluss-Prozess. (Hinweis zur Systemgrenze: Als dediziertes HP-Modell besitzt dieses System keine DIN-Schnittstelle für externe Kontaktthermometer, die Regelung bezieht sich ausschließlich auf die Plattentemperatur).
Die permanente Applikation von 500 °C erfordert eine kompromisslose Isolierung des elektronischen Chassis. Die Gehäusearchitektur der C-MAG Serie trennt das heiße Keramik-Deck von den sensiblen Platinen im Unterbau thermisch ab. Die arbeitsmedizinische Sicherheit wird durch einen unabhängigen, hardwarebasierten Sicherheitskreis gewährleistet, der die Energiezufuhr bei einer Platten-Grenztemperatur von exakt 550 °C physikalisch unterbricht. Zusätzlich warnt der optische Hot Top Indikator vor der latenten Infrarot-Restwärme der Keramikmatrix (bei Temperaturen > 50 °C), auch wenn das System energetisch bereits vom Netz getrennt wurde. Dies verhindert irreversible thermische Läsionen (Verbrennungen) beim Anwender.
Wichtiger Hinweis: Es handelt sich bei der HP-Serie um ein reines Thermodynamik-Aggregat. Das System besitzt keinerlei elektromagnetische Kinetik (keinen Rührmotor) und keinen Anschluss für externe Medien-Temperaturfühler (wie den ETS-D5). Sollten Sie die isochore Temperaturregelung direkt im Fluid oder eine Durchmischung benötigen, ist zwingend die Beschaffung der IKA C-MAG HS-Serie (Heating & Stirring) erforderlich.
Die C-MAG HP 4 ist die ideale Wärmequelle für statische Aufschlüsse oder Sandbäder. Um den thermophysikalischen Übergang bei asymmetrischen Kolben (wie Rundkolben) zu optimieren und Infrarot-Strahlungsverluste an die Laboratmosphäre zu verhindern, empfehlen wir den Einsatz spezifischer Aluminium-Heizblöcke oder klassischer Labor-Sandbäder, die direkt auf der 100 x 100 mm großen Keramikmatrix platziert werden können. Wenden Sie sich für die Konfiguration Ihres thermodynamischen Setups jederzeit an unseren Beschaffungsservice.
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