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IKA MultiDrive MI 400.1 Standardschläger, Edelstahl, für MI 400, 0020023170

Ursprünglicher Preis war: 111,00 €Aktueller Preis ist: 88,80 €. exkl. USt.
105,67  inkl. USt.

  • Standardschläger für harte spröde Proben
  • Robustes hochverschleißfestes Edelstahl Design
  • Zerkleinerung durch massive Prallenergie
  • Passgenau für MI 400 Mahlkammer
  • Werkzeuglose Montage im Großvolumengefäß
  • Vollständig thermisch autoklavierbar konzipiert
  • Herstellernummer (MPN): 0020023170 | EAN: 4053411051440
SKU: lt-9801 Categories: , Marke:
Beschreibung

Kinetik der hochtourigen Prallzerkleinerung im skalierten Maßstab

In der geochemischen Analytik, der Agrarwissenschaft und der Qualitätskontrolle von Baustoffen erfordert die physikalische Aufschließung harter und spröder Probenmatrizes (wie Mineralien, Getreidepellets oder keramische Vorprodukte) massive mechanische Energie. Das IKA MultiDrive MI 400.1 Standardmahlwerkzeug operiert nach dem verfahrenstechnischen Prinzip der Prall- und Schlagzerkleinerung und ist spezifisch für die vergrößerte 400-ml-Mahlkammer dimensioniert. Angetrieben durch die MultiDrive Basisstation (mit bis zu 30.000 Umdrehungen pro Minute) generiert der rotierende Edelstahl-Schläger an seinen verlängerten Außenkanten gewaltige Umfangsgeschwindigkeiten. Die resultierende kinetische Energie wird beim direkten Aufprall in Millisekundenbruchteilen auf das Probenmaterial übertragen. Dieser extreme mechanische Impuls überwindet die innere Zug- und Druckfestigkeit der Festkörper, was zu einer schlagartigen Zertrümmerung der Kristallgitter führt.

Partikelkinematik und Volumenskalierung

Die Verarbeitung von größeren Probenmengen (bis zu 400 ml) verändert die Makrokinematik innerhalb des geschlossenen Mahlraums signifikant. Die spezifische Längengeometrie des MI 400.1 Schlägers ist physikalisch exakt auf den erweiterten Radius der MI 400 Kammer berechnet. Die hochtourige Rotation schleudert die Partikel mit enormer radialer Beschleunigung gegen die Edelstahlwandung. Durch den vergrößerten Abstand zwischen Rotationsachse und Kammerwand entsteht ein hocheffizienter kinetischer Zyklus aus primärem Schlag und sekundärem Wandaufprall. Diese abgestimmte Geometrie garantiert, dass trotz des erhöhten Batch-Volumens keine strömungsmechanischen Totzonen entstehen und eine reproduzierbare Partikelgrößenverteilung im analytisch relevanten Mikrometerbereich erreicht wird.

Materialintegrität und tribologische Resistenz

Bei der Zerkleinerung von Proben mit hoher Mohshärte unterliegt das Werkzeug massiven tribologischen Beanspruchungen (mechanischer Verschleiß durch Reibung und Mikrokollisionen). Um eine analytische Verfälschung der Probe durch metallischen Abrieb (Carry-over) zu minimieren, ist der MI 400.1 Schläger aus einem hochverschleißfesten, massiven Edelstahl gefertigt. Die strukturelle Integrität dieses Monomaterial-Designs verhindert plastische Deformationen der Schlagkanten. Für die strikte Einhaltung von GLP-Richtlinien (Good Laboratory Practice) ermöglicht die elektropolierte Metalloberfläche eine lückenlose chemische Dekontamination sowie die rückstandsfreie thermische Sterilisation im Autoklaven.

Technische Details

  • Produkttyp: Standardschläger für vergrößertes Kammervolumen (Wechselwerkzeug)
  • Verfahrenstechnisches Prinzip: Prall- und Schlagzerkleinerung (Impact Milling)
  • Physikalischer Anwendungsbereich: Trockenmahlen von harten und spröden Matrizes
  • Kompatibilität (Gefäß): Exklusiv passend für IKA MultiDrive MI 400 (400 ml Kammer)
  • Kompatibilität (Antrieb): IKA MultiDrive basic und MultiDrive control
  • Material: Massiver, hochverschleißfester Edelstahl
  • Montage: Werkzeugloser, formschlüssiger Wechsel auf der Antriebsachse im Gefäß
  • Reinigung und Hygiene: Vollständig autoklavierbar und lösungsmittelbeständig

Lieferumfang

  • 1 x IKA MultiDrive MI 400.1 Standardschläger (Edelstahl)

(Wichtiger Hinweis: Die MultiDrive Antriebseinheit sowie die großvolumige MI 400 Mahlkammer sind nicht im Lieferumfang enthalten!)

Individueller Bedarf & Zubehör

Der MI 400.1 Schläger ist das primäre mechanische Verschleißteil der Prallzerkleinerung. Die kontinuierliche Vermahlung stark abrasiver Materialien führt unweigerlich zu einer schleichenden Abstumpfung der Schlagkanten. Dies verlängert die erforderliche Mahldauer und erhöht den unerwünschten thermodynamischen Energieeintrag (Reibungswärme) in die Probe. Um die Kinetik des Mahlprozesses und die Reproduzierbarkeit der Korngrößen dauerhaft normkonform zu halten, ist der regelmäßige Austausch des Werkzeugs zwingend geboten. Wenden Sie sich für die strategische Beschaffung von Labor-Verbrauchsmaterialien jederzeit an unseren Beschaffungsservice.