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In der analytischen Materialprüfung erfordert die Bestimmung des absoluten Wasser- oder Lösungsmittelgehaltes eine hochpräzise Koppelung von Thermodynamik und Massenmetrologie. Der KERN DLB 160-3A operiert nach dem verfahrenstechnischen Prinzip der Thermogravimetrie. Die thermische Energiezufuhr in die Matrix erfolgt über einen massiven, ringförmigen 400-Watt-Halogen-Quarzglasstrahler. Dieser Infrarot-Emitter transferiert die Strahlungsenergie extrem verlustarm direkt in die Molekularstruktur der Probe und generiert steile, reproduzierbare Aufheizraten bis 160 °C. Im Gegensatz zu konvektiven Trocknungsprozessen treibt dieses System die flüchtigen Phasen (Feuchtigkeit) durch direkte Infrarot-Kopplung hydrodynamisch in Bruchteilen der regulären Prozesszeit aus, während die entweichenden thermodynamischen Vektoren (Dämpfe) über das Gehäusedesign abgeführt werden.
Die fundamentale analytische Architektur ist die metrologische Echtzeit-Integration des Massenverlustes. Während das Halogen-Aggregat die Matrix thermodynamisch trocknet, erfasst die integrierte Hochpräzisions-Wägezelle das abnehmende Gewicht kontinuierlich mit einer absoluten physikalischen Auflösung von 0,001 g (1 mg) bei einer Maximallast von 160 g. Der kybernetische Algorithmus des Systems korreliert diesen gravimetrischen Drift in Echtzeit mit den Parametern Zeit und Temperatur. Sobald der Gewichtsverlust pro Zeiteinheit (Δm/Δt) ein definiertes metrologisches Schwellenwert-Kriterium unterschreitet, terminiert das System den thermischen Emissionszyklus autark. Das LCD-Display visualisiert daraufhin den absoluten Feuchtegehalt mit einer analytischen Präzision von 0,01 %.
Die Reproduzierbarkeit von thermogravimetrischen Assays erfordert eine kompromisslose Abschirmung gegen externe Störgrößen. Das strukturelle Chassis des DLB 160-3A ist darauf ausgelegt, mechanische Schwingungen (Vibrationen) des Labortisches zu absorbieren, um die hochempfindliche Milligramm-Sensorik vor Resonanzkatastrophen zu schützen. Das System-Interface integriert alle verfahrenstechnischen Parameter (Heizprofile, Abschaltkriterien) in einem kontrastreichen Display. Für die Validierung in akkreditierten Laboratorien übergibt die RS-232-Datenschnittstelle die kompletten Trocknungsprotokolle (inklusive Startgewicht, Endgewicht, Feuchte-Prozent und Zeitstempel) lückenlos an externe GLP/GMP-konforme Drucker oder an das Labor-Informations-Management-System (LIMS).
Wichtiger Hinweis: Spezifische Glasfaserfilter (zur Verhinderung von Spritzern bei hochflüssigen Matrizes) sowie externe Prüfgewichte (Klasse F1) zur metrologischen Rekalibrierung der Gravimetrie sind für den GLP-konformen Betrieb physikalisch zwingend erforderlich und nicht im Lieferumfang enthalten.
Der DLB 160-3A induziert durch Infrarotstrahlung einen raschen Phasenübergang (Verdampfung). Bei Proben, die zur Hautbildung neigen, spritzen oder hochgradig flüssig sind, muss das Fluid zwingend über einen Glasfaser-Rundfilter kapillar verteilt werden, da ansonsten die thermodynamische Oberfläche blockiert oder das Quarzglas durch Eruptionen verunreinigt wird. Da die Wägezelle thermischen Schwankungen unterliegt, ist die Beschaffung eines externen F1-Kalibriergewichts (z.B. 100 g) essenziell, um die Justierung vor kritischen Messreihen durchzuführen. Verbrauchsmaterialien wie hochreine Aluminium-Einweg-Probenschalen erhalten Sie zur Vermeidung von Kreuzkontaminationen über unseren Beschaffungsservice.
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