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In der chemischen Analytik, der pharmazeutischen Qualitätskontrolle und der biologischen Probenvorbereitung ist die physikalische Aufschließung von heterogenen Materialmatrizes der entscheidende erste Prozessschritt. Die IKA MultiDrive basic Universalmühle liefert die hierfür benötigte, gewaltige kinetische Energie. Ausgestattet mit einem massiven 1000-Watt-Hochleistungsmotor, fungiert dieses Gerät als modulares Zentrum für eine Vielzahl verfahrenstechnischer Grundoperationen. Durch die extrem hohe Rotationsgeschwindigkeit von bis zu 30.000 Umdrehungen pro Minute erzeugt der Antrieb an den gekoppelten Werkzeugen (Schläger, Messer oder Rotor-Stator-Systeme) enorme Umfangsgeschwindigkeiten. Diese brachialen Prall- und Scherkräfte zerstören die kristallinen Gitterstrukturen harter, spröder Proben (Trockenmahlen) ebenso zuverlässig wie sie die zähen Zellwände faseriger biologischer Gewebe (Nassmahlen) durchtrennen.
Der fundamentale analytische Vorteil der MultiDrive basic liegt in ihrer vollumfänglichen Modularität. Anstatt für unterschiedliche rheologische und physikalische Anforderungen (wie Trockenmahlen, Nassmahlen oder High-Shear-Dispersion) jeweils dedizierte Einzelgeräte anzuschaffen, fungiert diese Mühle als universelle Antriebsbasis. Sie lässt sich nahtlos mit den hochspezialisierten IKA Aufsätzen kombinieren – von den massiven Edelstahl-Mahlkammern (MI-Serie) über die großvolumigen Mixer-Gefäße (BL-Serie) bis hin zu den strömungsmechanisch komplexen Dispergier-Röhrchen (DI-Serie). Diese konstruktive Flexibilität ermöglicht die verlustfreie Verarbeitung von kleinsten Probenmengen bis hin zu großvolumigen Ansätzen von 2.000 Millilitern. Die sichere, mechanische Schnellkupplung garantiert dabei eine vibrationsfreie und zentrierte Kraftübertragung auf die Werkzeugschäfte, selbst bei extremen Fliehkräften.
Hochtourige Zerkleinerungsprozesse generieren durch molekulare Reibung und mechanischen Prall unweigerlich signifikante thermische Energie. Um die Motorwicklungen des 1000-Watt-Antriebs vor Hitzestress zu schützen und eine maximale Einschaltdauer zu gewährleisten, verfügt das Basisgerät über eine optimierte, integrierte Kaltluftführung. Für die Verarbeitung von agglomerierenden, klebrigen oder extrem leichten Proben bietet die Mühle zudem einen programmierbaren Intervallbetrieb. Durch den abrupten, softwaregesteuerten Wechsel von Beschleunigungs- und Ruhephasen wird die Strömungsmechanik im Gefäß gezielt gestört. Das Probenmaterial fällt in den Pausen in die Mahlzone zurück, was eine absolut homogene Partikelgrößenverteilung sicherstellt und das gefürchtete Anhaften von Pulvern am Gefäßrand physikalisch unterbindet.
Trotz der Nomenklatur “basic” ist der Antrieb mit einer digitalen Infrastruktur ausgestattet, die modernsten Laborstandards (Good Laboratory Practice) entspricht. Über das klare LED-Display lässt sich das Drehzahlband zwischen 3.000 und 30.000 U/min präzise und stufenlos an die materialspezifischen Anforderungen anpassen. Ein integrierter Überlastschutz überwacht die Stromaufnahme kontinuierlich und schützt die Hardware bei einer plötzlichen Blockade des Werkzeugs durch sofortige Systemabschaltung. Die rückseitige USB-Schnittstelle ermöglicht die lückenlose, manipulationssichere Übertragung aller Prozessparameter (Drehzahl, Laufzeit) an einen PC. Über Laborsoftware-Lösungen wie IKA labworldsoft lassen sich Mahlprotokolle automatisieren und archivieren, was für zertifizierte und akkreditierte Prüflabore eine zwingende Grundvoraussetzung darstellt.
(Wichtiger Hinweis: Die zwingend erforderlichen Mahl-, Mix- oder Dispergiergefäße sind nicht im Lieferumfang enthalten!)
Die IKA MultiDrive basic ist der reine Motorblock Ihres Systems. Um das Gerät in Betrieb zu nehmen, müssen Sie zwingend den für Ihre Probe physikalisch geeigneten Aufsatz mitbestellen. Für das staubfreie Trockenmahlen harter Proben empfehlen wir die abgedichteten MI 250 S oder MI 400 S Edelstahlkammern. Für die Nasszerkleinerung biologischer Proben sind die großvolumigen BL 2000 Blendergefäße ideal. Bitte beachten Sie: Die “basic” Version verfügt nicht über RFID-Sensorik; Temperaturmessgefäße (wie MI 250 T) können mechanisch genutzt, deren Sensordaten jedoch nicht ausgelesen werden. Unser Beschaffungsservice konfiguriert Ihnen gerne das maßgeschneiderte, thermodynamisch optimierte Setup für Ihr Labor.
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