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In der analytischen Probenvorbereitung stellen weiche, zähe, elastische oder extrem faserige Matrizes (wie pflanzliches Gewebe, Kunststoffe, Papier oder Textilien) eine massive verfahrenstechnische Herausforderung dar. Klassische Prallschläger versagen hier physikalisch, da elastische Materialien die kinetische Stoßenergie durch Dämpfungseffekte absorbieren, anstatt spröde zu zerbrechen. Der IKA MT 40 P Einweg-Mahlbecher ist zur Lösung dieses rheologischen Problems mit einem spezifisch verschränkten (gebogenen) Edelstahlschläger ausgestattet. Angetrieben durch die magnetische Kupplung der IKA Tube Mill mit bis zu 25.000 Umdrehungen pro Minute, appliziert diese modifizierte Rotorgeometrie nicht nur radiale Prallenergie, sondern induziert massive, punktuelle Scherspannungen. Dieser ziehende Schnitt zerteilt die makromolekularen Faserstrukturen kontinuierlich und verhindert effektiv die plastische Deformation der Probe.
Ein fundamentales mechanisches Problem bei der hochtourigen Vermahlung langer Fasern ist der sogenannte Wickeleffekt. Faserige Materialien neigen unter starker Strömungsturbulenz dazu, sich statisch um den rotierenden Werkzeugschaft zu wickeln. Dies führt zu einem exponentiellen Anstieg des Torsionswiderstands und einer thermischen Überlastung des Systems. Die asymmetrische, verschränkte Geometrie des P-Schlägers fungiert als hydrodynamischer Impeller. Er erzeugt eine massive dreidimensionale Strömungsturbulenz (Vortex), die das Material radial an die Kammerwand drückt und die Fasern zerschneidet, lange bevor sich statische Wickelstrukturen um die Rotationsachse aufbauen können. Dies garantiert eine homogene Partikelgrößenverteilung innerhalb des 40-ml-Batches ohne strömungsmechanische Totzonen.
Die hochtourige Zerkleinerung induziert durch Wandkollisionen eine signifikante thermodynamische Belastung. Die MT 40 P Mahlbecher sind aus hochleistungsfähigen, thermoplastischen Polymeren gefertigt, die diese Exothermie und die mechanischen Einschläge ohne Frakturen absorbieren. Bei der Vermahlung toxischer, biogefährdender oder hochpotenter pharmazeutischer Wirkstoffe (APIs) fungiert der geschlossene Becher als hermetisch abgedichtetes Containment-System. Es schützt den Anwender physikalisch vor der Inhalation lungengängiger Aerosole. Das “Single-Use”-Konzept eliminiert zudem analytische Kreuzkontaminationen (Carry-over) zwischen seriellen Batches auf molekularer Ebene vollständig, da die aufwendige Dekontamination klassischer Mahlkammern entfällt.
10 x IKA MT 40 P Einweg-Mahlbecher (mit verschränktem Schläger)
(Wichtiger Hinweis: Die IKA Tube Mill Antriebseinheit ist nicht im Lieferumfang enthalten!)
Die MT 40 P.10 Mahlbecher sind hochspezifische Verbrauchsmaterialien (Consumables) und generieren ihre Funktion ausschließlich in Kombination mit dem Antriebssystem IKA Tube Mill. Die verfahrenstechnische Wahl des richtigen Bechers ist essenziell: Verwenden Sie für klassische, harte und spröde Festkörper (wie Gestein) stets den Standardbecher MT 40 (gerader Schläger). Wechseln Sie ausschließlich bei elastischen, zähen oder faserigen Proben (wie Blättern, Kautschuk oder Textilien) auf die hier vorliegende MT 40 P-Version mit verschränktem Schläger, um eine optimale thermodynamische und kinematische Effizienz zu gewährleisten. Wenden Sie sich für die strategische Bedarfsplanung jederzeit an unseren Beschaffungsservice.
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