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In der werkstoffkundlichen und biologischen Probenvorbereitung stellen zähe, extrem elastische und faserige Matrizes (wie thermoplastische Kunststoffe, Textilien, Papier, Zellulose oder pflanzliche Biomasse) eine massive physikalische Herausforderung dar. Klassische Prallschläger versagen hier verfahrenstechnisch, da elastische Materialien die kinetische Stoßenergie einfach absorbieren (Dämpfungseffekt), anstatt spröde zu zerbrechen. Das IKA A 11.2 Schneidmesser ist geometrisch exakt für die hochpräzise Scherzerkleinerung konstruiert. Angetrieben durch die A 11 basic Basisstation mit Drehzahlen von bis zu 28.000 Umdrehungen pro Minute, durchtrennen die geschärften Klingen die makromolekularen Faserstrukturen durch die Applikation massiver, punktueller Scherspannungen. Dieser rotierende, ziehende Schnitt zerteilt das Probenmaterial kontinuierlich und überführt es in eine homogene, rieselfähige analytische Matrix.
Ein fundamentales mechanisches Problem bei der hochtourigen Vermahlung langer, reißfester Fasern ist der sogenannte Wickeleffekt. Faserige Materialien neigen unter starker Strömungsturbulenz dazu, sich um den rotierenden Werkzeugschaft der Mühle zu wickeln. Dies führt zu einem exponentiellen Anstieg des Torsionswiderstands, was den Antriebsmotor in Sekundenbruchteilen thermisch überlasten oder mechanisch blockieren kann. Das A 11.2 Schneidmesser durchbricht dieses rheologische Phänomen durch seine scharfe Schnittgeometrie. Die Klingen zerschneiden die Fasern systematisch in kurze Fragmente, lange bevor sich statische Wickelstrukturen um die Achse aufbauen können, und erhalten so die thermodynamische Effizienz des gesamten Mahlprozesses.
Um der kontinuierlichen mechanischen Abrasionsbelastung durch zähe Polymere oder verholzte Pflanzenfasern standzuhalten, ist das Schneidmesser aus einem massiven, hochverschleißfesten Edelstahl gefertigt. Die Klingen behalten ihre mikroskopische Schärfe auch bei ausgedehnten Mahlintervallen unter thermischer Belastung bei. Das korrosionsresistente Monomaterial-Design ermöglicht Laboren, die nach strengen GLP-Richtlinien (Good Laboratory Practice) arbeiten, eine lückenlose chemische Dekontamination sowie die rückstandsfreie thermische Sterilisation im Autoklaven, um jegliches analytische Carry-over zwischen den Batches zu verhindern.
1 x IKA A 11.2 Schneidmesser (Edelstahl)
(Wichtiger Hinweis: Die IKA A 11 basic Analysenmühle sowie die Mahlkammer sind nicht im Lieferumfang enthalten!)
Das A 11.2 Schneidmesser ist das verfahrenstechnisch wichtigste Verschleißteil für die faserige Schneidzerkleinerung. Die Verarbeitung von extrem zähen, teils abrasiven Kunststoffen (wie faserverstärkten Polymeren) führt durch Mikrokollisionen unweigerlich zu einer sukzessiven Abstumpfung der Schneidkanten. Eine stumpfe Klinge reißt das Material, anstatt es zu schneiden, was die thermodynamische Belastung der Probe (Reibungswärme) drastisch erhöht. Um eine materialschonende, thermisch stabile Präparation zu gewährleisten, empfehlen wir, bei nachlassender Schneidleistung frühzeitig Ersatzwerkzeuge bereitzuhalten. Wenden Sie sich für die strategische Beschaffung von Labor-Verbrauchsmaterialien jederzeit an unseren Beschaffungsservice.
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